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Chile erleben

Chile Urlaub mit TUI.comErleben Sie Chile, ein Land voller Geheimnisse und Gegensätze. Teils Wüste, teils schneebedeckte Berge und unendlich lange Entfernungen. Überwinden auch Sie die weiten Distanzen die Chile beherrschen: Sie werden es nicht bereuen, denn die Belohnung sind immer neuen Entdeckungen. Der Name Chile, oder Chili, wie er von den Ureinwohner das Territorium genutzt wird, ist von den spanischen Eroberern übernommen. Grenzend an den pazifischen Ozean, an Peru, Bolivien und Argentinien, liegt Chile im Südwesten Lateinamerikas. Ein Teil der Antarktis und ein paar Inseln im pazifischen Ozean, wie die Osterinsel, gehören auch zu Chile.

Entlang der östlichen Grenze von Chile verlaufen die Anden, die längste Gebirgskette der Welt. In Santiago, der Hauptstadt von Chile und in dessen Umgebung leben rund 40 Prozent der Einwohner des Landes. Santiago ist das politische Zentrum Chiles, obwohl das Parlament und der Nationalkongress in Valparaíso tagen. Mit seinen zahlreichen  Museen, Baudenkmälern und Hochschulen gilt Santiago als größtes Kulturzentrum von Chile. Weitere große und bekannte Siedlungsgebiete in Chile sind die Agglomerationen Conceptión und das schon erwähnte Valparaíso.




Stichwortverzeichnis Chile bei TUI Reisen





Chile Informationen


Geschichte/Politik
Erste Siedlungs-Spuren auf dem Gebiet des heutigen Chile, die aus der Region um die Stadt Antofagasta im Gebiet der Atacama-Wüste stammen, lassen sich bereits für das zwölfte Jahrhundert v. Chr. nachweisen. Diese Gebiete wurden um 1480 vom Inkareich eingenommen, bevor die Spanier das Land ab 1539 besetzten. 1541 wurde Santiago gegründet. Im Jahr 1810 strebte Chile die politische Unabhängigkeit von Spanien an. 1818 wurde die absolute Unabhängigkeit Chiles verkündet. Im Ersten Weltkrieg blieb Chile neutral. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich im Land ein scharfer Gegensatz zwischen konservativen und liberalen Kräften. Es kam zu heftigen Konfrontationen der Gewerkschaften und der besitzenden Minderheiten. Erste nennenswerte Reformen konnten Anfang der 60er Jahre eingeleitet werden. Zu tiefgreifenden wirtschaftlichen, politischen und sozialen Reformen kam es aber erst mit der Wahl Salvador Allendes im Jahr 1970, der eine Umverteilung der Einkommen anstrebte. Mit dem blutigen Militärputsch General Pinochets fanden diese Reformversuche bereits 1973 ein jähes Ende. Über 30.000 Verhaftungen, sofortige Exekutionen, Terror und Folter begleiteten den Umsturz, bei dem auch Präsident Allende unter bisher ungeklärten Umständen getötet wurde. Pinochet setzte sofort die Verfassung außer Kraft und verbot alle politischen Parteien. 1980 wurde eine Verfassung verabschiedet, die das Vorgehen der Militärs legitimierte. Die chilenische Bevölkerung sprach sich 1988 in einem Volksentscheid gegen eine weitere Amtszeit Pinochets aus, 1989 fanden in Chile die ersten Präsidentschaftswahlen seit 19 Jahren statt. Der neue Staatspräsident begann mit bescheidenen Wirtschaftsreformen und ließ die Verletzungen der Menschenrechte unter dem Pinochet-Regime untersuchen und Schuldige verhaften. Die Reformen verhalfen Chile zu einem wirtschaftlichen Aufschwung. 1994 wurde Chile Mitglied der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftlichen Zusammenarbeit (APEC). 1999 wurde der Auslieferung General Pinochets, der sich in Großbritannien aufhielt, an Spanien zugestimmt.

Wirtschaft
Chile gehört heute zu den führenden Industrienationen sowie zu den größten Rohstoffproduzenten Lateinamerikas. In der Wirtschaft Chiles dominiert seit dem frühen 20. Jahrhundert der Abbau von Kupfer. Das Land verfügt über die größten bekannten Kupfervorkommen der Welt und gehört zu den führenden Produzenten dieses Metalls. Daneben werden Rohöl und Erdgas gefördert. Auch Eisenerz spielt eine wichtige Rolle für das Land. Etwa sieben Prozent der Gesamtfläche Chiles werden gegenwärtig landwirtschaftlich genutzt. Zu den wichtigsten Anbauprodukten zählen Weizen, Mais, Kartoffeln, Obst und Gemüse (vor allem Tomaten), Zuckerrüben, Reis und Hafer. Der Obstanbau besteht im Wesentlichen aus Grapefruits, Melonen, Äpfeln, Pfirsichen, Aprikosen, Pflaumen und Kirschen. Darüber hinaus hat sich in den letzten Jahren der Weinbau etabliert. Chilenische Weine sind mittlerweile auch im Ausland gefragt. Die Schafzucht wird in Feuerland und Patagonien in großem Umfang betrieben. Die Fischfangindustrie Chiles (Sardinen, Makrelen, Anchovis und Hummer) zählt zu den größten in Südamerika. Die Industrie beschäftigt sich überwiegend mit der Verfeinerung und Verarbeitung der Bodenschätze sowie der land- und forstwirtschaftlichen Ressourcen.

Religion
Etwa 81 Prozent der chilenischen Bevölkerung sind römisch-katholisch. Der restliche Teil ist überwiegend protestantisch. Es gibt auch eine kleine Gruppe jüdischer Chilenen. Die Indianer Chiles üben ihre traditionellen Religionen aus.

Vegetation
Entsprechend seiner großen Längenausdehnung treten in Chile viele verschiedene Vegetationsformen mit einer jeweils sehr eigenen Pflanzenwelt und vielen nur in diesem Gebiet vorkommenden Arten auf. Im Norden findet sich Wüsten und Dornstrauchsteppen mit Kakteen und Sukkulenten. Weiter im Süden treten in Küstennähe Wälder mit üppigerer Vegetation auf. Im feuchteren Großen Längstal wächst eine strauchreiche Steppenvegetation. Südlich von Valdivia finden sich Reste des so genannten Valdivianischen Regenwaldes, der durch die hohen Niederschläge und ganzjährige Frostfreiheit begünstigt ist und in dem Lorbeergewächse, Magnolien und Lianen wachsen. Außerhalb dieses eng begrenzten Gebiets sind für Mittelchile laubwerfende Wälder charakteristisch, weiter nach Süden zu werden sie von immergrünen Nadelwäldern abgelöst. Im äußersten Süden herrschen wiederum Grassteppen vor. Die Höhenlagen der Anden sind durch eine artenreiche Hochgebirgsvegetation gekennzeichnet.

Tierwelt
Zu den bekannteren einheimischen Säugetieren zählen u.a. das Lama, das Alpaka, der Puma, der Magellanfuchs, das Chinchilla und das Wappentier Chiles, der sehr seltene Huemul oder Südandenhirsch. Das Vogelleben ist recht vielfältig. Neben der Forelle bevölkern nur wenige Süßwasserfische die chilenischen Flüsse und Seen. In den Küstengewässern gibt es jedoch einen großen Reichtum an verschiedenen Fischen und Meerestieren.


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