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Malta erleben
Der kleine Inselstaat Malta (ca. 27 x 18 km) im südlichen Mittelmeer hat außer exzellenten Englischkursen deutlich mehr zu bieten: wuchtige Festungsanlagen, reich geschmückte Kirchen oder prähistorische Stätten aus der Steinzeit, welche sogar älter als viele anderen europäischen Funde sind. Auf Malta sind mehrere Tempel aus der Megalithkultur erhalten, die einen Besuch lohnen. Hier sind der Tempel von Hagar Qim, der Tempel von Mnajdra und der Tempel von Tarxien zu nennen. Auf Gozo befindet sich der Tempel von Ggantija. Die klar gegliederte Tempelanlage von Hagar Qim liegt an der Küstenstraße zwischen Ghar Lapsi und Zurrieq. 500 Meter unterhalb dieser Anlage liegt der Tempel von Mnajdra. Die drei Tempel dieses Komplexes stammen aus drei verschiedenen Phasen zwischen 3.500 und 2.900 v. Chr. Während vom ältesten Tempel kaum noch Überreste vorhanden sind, sind der zweite und der dritte Tempel gut erhalten. Die neolithischen Tempel von Tarxien (zwischen 3.800 und 2.800 v. Chr.) wirken zwar nicht so romantisch wie die von Hagar Qim und Mnajdra. Dennoch sind sie für Archäologen die bedeutendste Fundstätte der Insel. Die dort gefundenen einzigartigen Reliefs und Skulpturen sind jetzt im Archäologischen Museum von Valletta ausgestellt. In den Tempeln sind Kopien der Funde zu sehen, so dass Besucher nicht nur einen Eindruck von der Architektur der Megalithkultur, sondern auch von dem Kunstschaffen dieser Epoche erhalten. Der Besuch des Ggantija Tempels auf Gozo lohnt sich auch dann, wenn man auf Malta bereits alle Tempel besichtigt hat. Sein Mauerwerk ist besonders gut erhalten, und er ist landschaftlich schön in eine kleine Gartenanlage eingebettet. Vom Tempel aus kann man weite Teile von Gozo überblicken. Doch neben all dieser kulturellen Opulenz darf der Freizeitspaß auf Malta auch nicht zu kurz kommen. Denn die Sonneninsel Malta mit fast nordafrikanischer Landschaft ist für aktive Sportler und Erholungssuchende gleichermaßen ein faszinierendes Eldorado.
Schnorchel- bzw. Tauchausflüge zu bizarren Riffgebilden, seltenen Fischarten, alten Schiffwracks, abenteuerlichen Unterwasserhöhlen im kristallklaren Flachwasserbereich oder zu der berühmten „Blauen Grotte“ machen einen Urlaub auf Malta zu einem unvergessenen Erlebnis. Wenn sich die Sonne dann zur Ruhe gelegt hat, pulsiert in Malta das Nachtleben. Eine große Anzahl an Bars und Diskotheken sorgen für beste Unterhaltung. Wo bekommt man schon so viel Kultur, Fun und Erholung auf einmal serviert?
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Malta Informationen
Geschichte/Politik
In der Jungsteinzeit war Malta ein Zentrum der Megalithkultur. Mehrere große Tempelanlagen sind noch erhalten. Im sechsten Jahrhundert wurde die Insel von den Karthagern, später von Rom erobert. 870 wurde die Insel von den Arabern besetzt. 1090 geriet Malta unter normannische Herrschaft; später wurde es zu einem Lehen des Königreiches Sizilien. 1530 gab Kaiser Karl V. Malta dem Johanniterorden (der sich danach Malteserorden nannte) zu Lehen. Die Johanniter beherrschten die Inseln bis zum 19. Jahrhundert. Nach einer Belagerung durch osmanische Türken wurde die heutige Hauptstadt Valletta 1565 gegründet und mit Befestigungsanlagen ausgestattet. 1798 wurde Malta von Napoleon erobert. Da die Malteser die französische Herrschaft ablehnten, suchten sie Hilfe bei den Briten, die 1799 den Rückzug der Franzosen erzwangen. 1814 wurde Malta als Kronkolonie Teil des britischen Weltreiches. Während des Zweiten Weltkrieges war die strategisch wichtige Insel fast täglich deutschen und italienischen Luftangriffen ausgesetzt. 1964 erhielt Malta die volle Unabhängigkeit. Seit 1974 ist Malta Republik, und seitdem wird in einer Schaukelpolitik mal eine Annäherung an die arabischen Länder, dann wieder eine Annäherung an Europa gesucht. 1990 stellte Malta einen Antrag auf Vollmitgliedschaft in der Europäischen Union, der 1993 abgelehnt wurde. Als wichtigster Grund wurde die zu geringe Größe des Staates genannt. Nach Wiederaufnahme der Verhandlungen im Jahr 2000, ist Malta seit dem 01. Mai 2004 Mitglied der Europäischen Union.
Wirtschaft
Seit Beginn der 90er Jahre ist der Tourismus der bedeutendste Wirtschaftszweig Maltas. Die Landwirtschaft ist ebenfalls ein wichtiger ökonomischer Bereich. Zu den Anbauprodukten gehören Kartoffeln, Tomaten, Melonen, Weizen, Obst und Blumen. In geringerem Umfang werden Geflügel-, Kaninchen-, Rinder-, Ziegen- und Schafzucht betrieben. Von wirtschaftlicher Bedeutung sind auch Schiffsreparaturen in staatseigenen Werften. Ein Drittel der Erwerbstätigen ist im produzierenden Gewerbe beschäftigt, hauptsächlich in der Verarbeitung von Nahrungsmitteln, im Verlags- und Druckereiwesen und in der Herstellung von u.a. Textilien und Kleidung, Möbeln und Holzwaren sowie Tabakwaren. Die wichtigsten Handelspartner sind Italien, Großbritannien, die Vereinigten Staaten und Deutschland.
Religion
94 Prozent der Malteser sind römisch-katholisch und die meisten praktizieren ihren Glauben. Die Gotteshäuser sind täglich zu allen Gottesdiensten gut besucht. Die Kirche ist trotz der zeitweise antiklerikalen maltesischen Politik noch immer eine Macht im Staat.
Erstellt in "Kultur, Romantik, Shopping" von HAJOROLA am 17. Feb 07: *
MALTA -- Zum Baden zu schade!





