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Myanmar (Burma) erleben

Das südostasiatische Land Myanmar gilt als das vielleicht ursprünglichste Reiseland in dieser Region. Früher war das Land unter dem Namen Burma bekannt. Der Besucher wird schnell die buddhistische Kultur einer jahrtausendealten Zivilisation, die traditionelle Lebensweise sowie eine liebevolle Gastfreundschaft fern von Massentourismus und Großstädten entdecken. Dies macht Myanmar zu einer der faszinierendsten Länder auf dem asiatischen Erdteil.

Die Ursprünglichkeit des Landes rührt zum Beispiel daher, weil es sich hauptsächlich von der Landwirtschaft ernährt, das Wasser meist noch aus Brunnen geschöpft wird und in den Dörfern oft kein Strom bekannt ist. Die Behausungen werden aus Teak oder Bambus errichtet und die Einwohner von Myanmar bewegen sich mit dem Fahrrad oder dem Ochsenkarren fort. Nur in den großen Städten sind Autos anzutreffen. Im Vergleich zu diesen bescheidenen Lebensverhältnissen wird der Besucher von dem Glanz der Tempel und Pagoden überrascht. Und hier ist alles, was in der tropischen Sonne blitzt und glänzt aus reinem Gold und echtem Edelstein. Nicht umsonst wird Myanmar (früher: Burma) das „Goldene Land“ genannt.




Stichwortverzeichnis Myanmar (Burma) bei TUI Reisen





Myanmar (Burma) Informationen


Geschichte/Politik
Im elften Jahrhundert entstand aus vielen verschiedenen eingewanderten asiatischen Stämmen unter König Anawratha das erste burmesische Reich, das die ins Land einfallenden Mongolen zerstörten. Ein zweites Reich entstand erst 1753. 1824 nahmen die Briten dieses Land in Besitz; ab 1945 gehörte es zum britischen Empire. Eine neue Verfassung führte dazu, dass Burma (wie das Land damals offiziell noch hieß) 1948 zu einer unabhängigen Republik wurde. Die nächsten Jahre waren unruhig, das Militär übernahm die Macht. Seit 1988 herrscht eine Interimsregierung über das Land, das nun Myanmar heißt. 1990 wurde in freien Wahlen ein Parlament bestimmt, das aber noch nie einberufen wurde.

Wirtschaft
Obwohl Myanmar durch sein großes Potenzial an Bodenschätzen theoretisch eines der reichsten Länder in Südostasien sein müsste, ist es faktisch eines der ärmsten. Durch lange Isolation und zentrale Planwirtschaft ist es ökonomisch wenig entwickelt. Das monatliche Pro-Kopf-Einkommen zählt zu den niedrigsten in Südostasien. Myanmar kann, seitdem die Grenzen wieder geöffnet sind, durch Direktinvestitionen und wachsende Tourismuszahlen einen stetigen Kapitalanstieg verzeichnen. Doch sind Investitionen aus dem Ausland nur als Joint-Ventures mit lokalen Firmen möglich. Noch hat die Landwirtschaft mit mehr als 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts wirtschaftlich die größte Bedeutung. Industriell spielen heute aber auch Edelsteine, Teakholz, Reis, Jute und der(illegale) Anbau von Opium eine wichtige Rolle.

Religion
Etwa 87 Prozent der myanmarischen Bevölkerung sind Buddhisten, ca. 5,5 Prozent Christen und etwa 3,5 Prozent Muslime. Außerdem gibt es noch Anhänger von Naturreligionen (ca. 2,5 Prozent) und Hindus (ca. 1 Prozent).

Vegetation
In den Bergen und an den Küsten findet man tropischen Regenwald, im Delta des Ayeyarwady Mangroven. Der feuchte Monsunwald besteht aus Teak und 70 verschiedenen Arten von Bambus. Im Tiefland herrschen Trockenwald und Dornstrauch-Savanne vor. Die häufigsten Bäume sind der Teakholzbaum, dessen roter Farbstoff, er wird aus den Blättern gewonnen, zum Einfärben von Seide und Baumwolle benutzt wird, der Jacaranda und der Banyan-Baum, der bis zu 200 Luftwurzeln entwickeln kann. In der kühlen Jahreszeit blühen viele Büsche und Bäume wie der Hibiskus und der oft baumhohe Weihnachtsstern. Besonders schön sind die leuchtend roten Kronen des Diamantenblütenbaumes. Die Frangipani-Bäume tragen wohlriechende cremefarbene Blütenkelche.

Tierwelt
Neben vielen bunt schillernden Vogelarten und exotischen Fischen leben in den Wäldern Myanmars rund 10.000 Elefanten und 2.000 Tiger, auch Leoparden und Rhinozerosse, Hirsche, Affen, Himalaja-Bären, Wasserschildkröten und - im Delta des Ayeyarwady - auch Krokodile. Zebus und Wasserbüffel dienen als Arbeitstiere. Gleiches gilt für Elefanten. Myanmar hat mit etwa 6.000 Tieren den weltweit größten Bestand an Arbeitselefanten.


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