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Namibia erleben
Im Südwesten Afrikas liegt Namibia. Ein afrikanisches Land voller ursprünglicher Schönheit und Kontraste: rau, unwirtlich, dünn besiedelt, intensive Farbtemperaturen, sagenhafte Wüstenlandschaften, sattgrüne Flussoasen und eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Namibia wird durch die beiden Flüsse Kunene im Norden und den Oranje im Süden begrenzt. An der Küste im Westen zum Atlantischen Ozean zieht sich die Namib-Wüste mit ihrem charakteristischen roten Sand entlang, welche die älteste Wüste der Welt sein soll. Wer also auf der Suche nach grandiosen Landschaftsformationen, einer unendlichen Weite der Natur und nach schier unerschöpflichen Fotomotiven sucht, wird schnell in Namibia eine neue Liebe gefunden haben.
Hinzu kommt, dass eine gute Infrastruktur das Reisen nicht unnötig erschwert. Verlässt man in der Hauptstadt Windhoek das Flughafengelände, so erkennt man sofort die europäische Tradition Namibias. Prunkvolle Bauten im wilhelminischen Stil erinnern an eine deutsche Kolonialzeit. Hin und wieder schnappt man als Besucher in den Straßen deutsche Wörter auf. Namibia ist mit 300 Sonnentagen pro Jahr reichlich gesegnet und kann somit das ganze Jahr über bereist werden.
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Namibia Informationen
Geschichte/Politik
Erst im zehnten Jahrhundert wurde die Existenz des südlichen Afrikas der europäischen Welt bewußt. Im 15. Jahrhundert entdeckte Bartholomeu Diaz bei der Erkundung neuer Handelsrouten die südlichste Spitze Afrikas. Missionare und Kaufleute aus Europa siedelten sich in den folgenden Jahrhunderten an den Küsten an. Erst Mitte des 19. Jahrhundert drangen die ersten Forscher ins Innere Afrikas, darunter David Livingston und Henry Morton Stanley. Es folgten im gesamten südlichen Afrika europäische Siedler, die im Rahmen der Unabhängigkeit der Länder des südlichen Afrikas nur ungern ihre Herrschaft aufgaben. Namibia war bis zuletzt südafrikanische Provinz und gelangte erst 1990 zur Unabhängigkeit. In Namibia findet man aus der deutschen Kolonialzeit noch starke Spuren, besonders in Windhoek, Swakopmund und Lüderitz. Auch die deutsche Sprache und deutsches Brauchtum sind weit verbreitet.
Wirtschaft
Früher war eine der wichtigsten Einnahmen Namibias der Bergbau, der heute nur noch auf den Abbau von Diamanten baut. Weitere wachstumträchtige Sektoren sind die Fischerei und der Tourismus. Die Arbeitslosenquote liegt bei bestürzenden 40 Prozent. Die meisten Touristen, die Namibia besuchen, kommen aus Südafrika (70 Prozent), Deutschland und Italien.
Religion
Der größte Teil der Bevölkerung sind Christen, und zwar 62 Prozent Protestanten und 20 Prozent Katholiken. Naturreligionen haben eine große Anhängerschaft, oft auch unter den Christen.
Vegetation
Um den Affenbrotbaum ranken sich viele Legenden. Auf 4.000 Jahre und mehr wird das Alter einiger Exemplare geschätzt. Sie wachsen unwahrscheinlich langsam, und können bis zu neun Meter Durchmesser und einen Umfang von 45 Meter erreichen. Der Affenbrotbaum hat relativ dünne Äste und sieht für unsere Augen sehr ungewöhnlich, fast wie ein umgedrehter Baum aus. Das Fruchtfleisch der Baobab-Früchte ist sehr vitaminreich und kann als Getränk genossen werden oder als Getreide-Ersatz zum Brotbacken. Die Samen ergeben einen Kaffee-Ersatz. Die Blätter helfen gegen Durchfall und Fieber und ein Alkaloid der Samen wird als Pfeilgift verwendet.
Tierwelt
Die Tierwelt Namibias ist außerordentlich auf die Trockenheit und die extremen Temperaturunterschiede spezialisiert. Die meisten kleinen Tiere der Wüste leben von der Feuchtigkeit des Frühnebels, graben Gräben oder lassen den Nebel am Käferhinterteil kondensieren. Es gibt Spinnen, Skorpione, Erdhörnchen, Vipern und Chamäleons und natürlich die größeren Tiere wie Antilopen und Strauße. In der Savanne leben Warzenschweine, Kudus, Geparden und Leoparden, aber auch Elefanten, Löwen, Nashörner und Warane. Im Trockenwald finden sich Flusspferde, Krokodile, stolzierende Sekretäre oder auch einige wenige Büffel.
Erstellt in "Abenteuer, Kultur, Weltentdecker" von HAJOROLA am 17. Feb 07: *
Namibia -- Jeden Tag ein neues Erlebnis!

