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Peru erleben
Sie lieben das Golfspiel und scheuen keine Herausforderung? Dann sind Sie genau richtig in Peru, denn dort liegt der höchste Golfplatz der Welt auf über 3000m Höhe. Doch Peru hat noch viel mehr zu bieten. Das Land mit Grenzen zu Ecuador, Kolumbien, Brasilien, Bolivien, Chile und dem Pazifik ist eines der wichtigsten Länder Südamerikas und sowohl geographisch als auch kulturell sehr vielseitig. Nicht umsonst erklimmen tagtäglich tausende Menschen die 3.000 Stufen des Inka Heiligtums Machu Picchu. Der dem Sonnengott Inti erbaute Tempel ist damit eine der meistbesuchten Touristenattraktionen Südamerikas. 70 Millionen Menschen wählten 2007 Machu Picchu zu einem der ´neuen sieben Weltwunder` und bestätigten damit die Unesco, die schon 1983 die Tempelanlage zum Weltkulturerbe erklärte.
Außer den luftigen Höhen der Anden besitzt Peru mit der Pazifikküste und den Regenwaldgebieten noch weitere attraktive Regionen. Bekannt ist Peru auch als exotischer Schmelztiegel, der in bunten Farben leuchtet. Bei einem Streifzug über traditionelle Indiomärkte findet man bunt gefärbte Decken und Pullover aus Alpacawolle, die diese Lama Art weltbekannt machten und immer noch gerne als Souvenir gekauft werden.
Peru Informationen
Geschichte/Politik
Schon 1.500 Jahre vor der Ankunft spanischer Conquistadores erlebte Peru eine Reihe von glanzvollen Kulturen, deren steinerne Zeugen bis heute erhalten geblieben sind. Das Inka-Volk, das durch seine straffe Organisation bis heute fasziniert und unter anderem die beeindruckende Ruinenstadt Machu Picchu hinterließ, stellt nur die letzte Entwicklungsstufe altperuanischer Kulturen dar. Der Inka-Staat war das mächtigste Reich jener Zeit in Amerika, und umfasste - perfekt organisiert - rund zwölf Millionen Menschen. Doch das Riesenreich zerfiel, als die Spanier 1532 in Peru landeten. 1542 wurde Peru eine spanische Kronkolonie, dann ein Vizekönigreich, zu dem anfänglich ganz Südamerika gehörte. Zwischen 1739 und 1797 trennten sich Kolumbien, Venezuela, Bolivien, Paraguay, Nordargentinien und Chile von Peru. Die Spanier verloren 1824 ihre Macht in Peru. Das Land gewann politische Stabilität, der die wirtschaftliche folgte: Peru wurde durch Kautschuk, Erdöl und Kupfer wohlhabend. Es folgten Jahre politischer und wirtschaftlicher Instabilität. 1980 gab es die ersten demokratischen Wahlen. 1993 war die innere Ordnung wieder einigermaßen stabil. Der Terrorismus ist weitgehend verschwunden. Heute ist Peru eine Präsidial-Demokratie.
Wirtschaft
Peru ist nach wie vor ein Agrarland. Rund 50 Prozent der Berufstätigen arbeiten in der Land-, Forstwirtschaft und der Fischerei. In den tiefen Flusstälern der Cordilleren wird jeder Quadratmeter fruchtbaren Bodens kultiviert. Selbst an den steilsten Hängen werden die bereits von den Inkas angelegten Terrassenfelder für Mais- und Kartoffelanbau genutzt. Am Ostabfall der Anden erlaubt das günstige Klima den Anbau von Kaffee, Kakao und Tee. Peru besitzt weite Wälder. Über die Hälfte des Landes sind mit wertvollen Hölzern bewaldet. Die Viehzucht konzentriert sich in den Hochlagen der Anden auf Lamas, Alpakas und Schafe. Rinder findet man in tieferen Lagen. Die Küstengewässer von Peru stellen eins der fischreichsten Gebiete der Welt dar. In guten Fangjahren ist die Produktion von Fischmehl die größte der Welt. Das Land hat eine stabile Grundstoffindustrie mit Hütten, Erdölraffinerien und Zementherstellung. Auf dem Gebiet der Verarbeitung spielen Nahrungsmittel und Textilien die wichtigste Rolle. Der Tourismus hat als Devisenquelle einen hohen Stellenwert in der peruanischen Volkswirtschaft und wird seit einiger Zeit vom Staat mit Nachdruck gefördert.
Religion
In Peru sind 89 Prozent der Bevölkerung Katholiken, wobei die praktizierte Religion häufig Elemente der polytheistischen Vergangenheit enthält. Daneben gibt es noch Protestanten (3 Prozent) und Anhänger von Naturreligionen.
Vegetation
In Peru haben Botaniker 83 von 103 in der Welt denkbaren ökologischen Zonen festgestellt - und 28 verschiedene Klimaarten. Damit zählt Peru zu den fünf Ländern mit der größten biologischen Vielfalt. Im östlichen Tiefland herrscht artenreicher tropischer Regenwald vor. Es folgt eine Zone von Laubbäumen und Säulenkakteen, an die sich zwischen 2.000 und 4.000 m Höhe immergrüner Wald anschließt. Darüber trifft man dann auf die Hochgebirgsvegetation mit Büschelgräsern, Stauden und kleinen Bäumen. Am Westhang der Cordilleren wachsen auch Sukkulenten und Dornsträucher. Der landwirtschaftlich genutzte Ostabfall der Anden senkt sich ab in die grüne Wildnis des von Flüssen durchzogenen Amazonas-Tieflandes. Das Tiefland nimmt die Hälfte der gesamten Landfläche Perus ein. Der tropische Regenwald ist so dicht, dass er nur wenigen Menschen Lebensraum bietet.
Tierwelt
Besonders im Hochland ist der Reichtum der Fauna groß. Man findet hier seltene Tiere wie den Andenbär und den Kondor, aber auch Lamas und Alpakas. Im östlichen Tiefland haben Jaguare und Pumas ihre Heimat, aber auch Affen, Tapire und Faultiere. Man kann auch viele Vogelarten beobachten. An den Küstengewässern, die sehr fischreich sind, kann man Pelikane, Kormorane und Tölpel entdecken.
Erstellt in "Family, Kultur, Sightseeing" von Arndt Wichmann am 04. Jan 07: *
Peru - Dezember 2006



