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Polen erleben
Der mitteleuropäische Staat Polen mit seinen rund 40 Millionen Einwohnern grenzt an einige Länder der GUS-Staaten und hat eine 528 km lange Ostseeküste. Der Tourismus in Polen wird gegenwärtig von aller Welt wiederentdeckt. Was aber auch im europäischen Vergleich an den günstigen Preisen liegt. Andererseits hat Polen dafür sehr viel zu bieten. Die attraktivsten Touristenziele sind einerseits Städte wie Krakau, welche als die schönste Stadt Polens bezeichnet wird oder auch Studentenstädte wie Warschau, Breslau oder Posen mit einem ausgeprägten Nachtleben.
Laut der UNESCO gibt es in Polen 13 Stätten des Weltkulturerbes. Andererseits bietet Polen für Ruhesuchende oder Wanderer sehr vielfältige Naturlandschaften. Was nicht jeder weiß: In Polen kann man noch Tiere wie zum Beispiel den Wolf, Luchs, Braunbär u.s.w. in freier Wildbahn antreffen, wogegen diese im restlichen Europa fast ausgestorben sind. Lebensgrundlage dafür bilden die in Polen intakten Urwälder wie zum Beispiel in der Tatra oder den Waldkarpaten. Einige dieser Waldgebiete wurden bisher von Menschen noch nie betreten. An den Seen und Sümpfen der Biebrza und anderen Naturparks brütet ein wesentlicher Teil der Zugvögel, die regelmäßig im Sommer wieder nach Europa zurückkehren.
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Polen Informationen
Geschichte/Politik
Polens Geschichte beginnt im Jahre 966 mit dem Übertritt eines Häuptlings der Polanen zum Christentum. Dieser dehnte vom Raum Posen stammend seinen Staat auf Schlesien und Krakau aus. Seine Nachfolger erweiterten ihre Macht bis nach Böhmen und Kiew. Doch im zwölften Jahrhundert teilte Boleslaw III. das Reich unter seine vier Söhne auf. Polen versank in Bedeutungslosigkeit. Im 14. Jahrhundert errang Herzog Wladislaw Lokietek wieder die Herrschaft über ganz Polen und wurde 1320 zum König gekrönt. Das mächtige Litauen wurde mit Polen vereinigt. Im 16. Jahrhundert beherrschte der mächtige Adel in Warschau den gemeinsamen Reichstag von Polen-Litauen. Doch das Land wurde kraftlos; Russland, Preußen und Österreich teilten es im 18. Jahrhundert unter sich auf. 1918 entstand Polen als Republik wieder. Doch der zweite Weltkrieg teilte Polen erneut: zwischen Deutschland und Russland. Nach dem Kriegsende musste Polen ein großes Stück seines Gebiets an die Sowjetunion abtreten und erhielt dafür ein Stück von Deutschland. Diese Grenze wurde von der Bundesrepublik Deutschland 1990 vertraglich anerkannt. Polen ist seit 01. Mai 2004 Mitglied der Europäischen Union.
Wirtschaft
Die polnische Wirtschaft hat sich nach dem zweiten Weltkrieg gut erholt. 1995 arbeiteten über 60 Prozent der Polen in der Privatwirtschaft. Da die Nachbarländer im Osten kaum Geld haben, richten sich Polens wirtschaftliche Interessen fast ganz auf den Westen. Konsumgüter spielen im Export eine große Rolle, auch Lebensmittel und Stahl. Die Landwirtschaft ist nach wie vor bedeutend, bringt aber wenig Geld. Indessen wirkt sie wie ein Puffer für politische Probleme und die hohe Arbeitslosigkeit: Die kleinen Höfe sind im Besitz der Familien. Der Tourismus spielt eine immer größere Rolle - auf besondere Art: Einkäufe der Touristen machen rund 15 Prozent des polnischen Exports aus.
Vegetation
Polen ist ein Land mit großen Naturschönheiten, voller seltener Tiere und Pflanzen. Man hat diesen Vorzug gegenüber anderen, stärker industrialisierten Gebieten erkannt und wird ihn zunehmend ausbauen. Besonders große zusammenhängende naturnahe Gebiete liegen im Nordosten Polens, der nur spärlich bevölkert ist. In dieser Gegend, wo es weder große Städte noch Industriezentren, kaum Luft- und Wasserverschmutzung gibt, soll mit der östlichen Nachbarländern ein vorsichtiger grenzüberschreitender Öko-Tourismus aufgebaut werden. Das Land besitzt nicht nur über tausend Naturreservate, sondern auch 22 Nationalparks mit strengem Naturschutz. Vier Parks wurden bereits von der UNESCO zu Biosphären-Reservaten erklärt: Babiogoski (im südlichen Gebirgsland mit hervorragender Gebirgsflora), Slowinski (am Ostseeufer), Bialowieska (in Ostpolen mit einem nahezu unberührten Urwald) und der Luknajo-See (an der Masurischen Seenplatte).
Tierwelt
Polen bietet viele Möglichkeiten, seltene Tiere zu beobachten: Freilebende Wisente im Bialowieska-Urwald, Biber in den Seen der Region Augustowe, Kormorane an den Masurischen Seen, Elche im Kampinowski-Nationalpark. Der Luknajo-See (an der Masurischen Seenplatte) ist einer der wichtigsten Aufenthaltsorte von Stumpfschwänen. Polen ist aber auch ein Land, in dem man noch Tieren auf der Straße begegnet: Hühnern, Gänsen, Enten und Schweinen. Kühe werden auf den schmalen, baumgesäumten Landstraßen getrieben, Pferde sind auf dem Land das, was bei uns längst die Traktoren sind. Auf den Wiesen und den Dächern der Bauernhäuser nisten oft Störche - ganz besonders in den wasserreichen Masuren sowie auf der Pommerschen und der östlich anschließenden Kaschubischen Seenplatte im Nordwesten Polens.
Erstellt in "Abenteuer, Kultur, Weltentdecker" von Maria&Theresa am 01. Mrz 07: *
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