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Sri Lanka erleben
„Strahlende Insel“, „Perle des Orients“ oder „Träne Indiens“ sind nur wenige der vielen fantasievollen Namen für Sri Lanka, welche auf die atemberaubende Vielfalt und die einzigartige Schönheit der Insel hinweisen. Sri Lanka liegt südöstlich von Indien auf der Höhe des Äquators. Aufgrund dessen herrscht in Sri Lanka ein feuchtwarmes Tropenklima mit Temperaturen etwa von 30 Grad (Winter) bis 35 Grad (Sommer). Den Besucher erwarten eine abwechslungsreiche Landschaft, großartige Tempelanlagen, zum Beispiel die riesige Stupa in Kalutara, urwüchsige Dschungellandschaften, Teeplantagen, traumhafte Strände und überdies sehr freundliche Einwohner.
Die etwa 18 Millionen Einwohner von Sri Lanka bestehen aus rund 74% Singhalesen, 13% Ceylon-Tamilen, 6% Indische Tamilen, 7% Nachfahren der eingewanderten Marokkaner und restlichen Volksgruppen. Ein Großteil der Bevölkerung lebt im Südwesten der Insel, welche etwa die Größe von Bayern umfasst. Da Englisch auch Amtssprache ist, kann sich ein Reisender in Sri Lanka gut mit der Bevölkerung verständigen. Die wohl bekannteste Stadt des Landes ist Colombo. In den verschiedenen Ayurveda-Zentren können sich Reisende unter Palmen bei Meeresrauschen vom Alltagsstress erholen und in Sri Lanka einen traumhafen Urlaub verbringen.
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Sri Lanka Informationen
Geschichte/Politik
Singhalesen siedelten im fünften Jahrhundert v.Chr. auf Sri Lanka (auf deutsch: das prachtvolle Land) und betrieben eine hochentwickelte Landwirtschaft. Ihre meisterhaft angelegten Bewässerungsanlagen begeistern die Besucher noch heute. Die freiheitliche Regierungsform der damaligen Zeit beflügelte den kulturellen Fortschritt; von beidem zehrt die Insel noch heute. Mitte des dritten Jahrhunderts v.Chr. war die Hauptstadt Anuradhapura bis in den Mittelmeerraum bekannt. Eine Handelsdelegation der Singhalesen fuhr nach Rom und besuchte Caesar. Römische Politiker empfingen sie mit Ehrerbietung. Der natürliche Reichtum Sri Lankas und seine strategische Lage machten es oft zum Ziel von Eroberern. Unter deren Druck wurde die Hauptstadt Anuradhapura nach zehn Jahrhunderten aufgegeben. Die neue Hauptstadt wurde Polonnaruwa, dann Kurunegala im felsigen Wald, danach Kotte in der Nähe von Colombo und schließlich Kandy auf dem Kandy-Hügel. Dort hatte das singhalesische Königreich seinen letzten Sitz. Die Portugiesen besetzten die Küstengebiete im 16. Jahrhundert, bis im 17. Jahrhundert die Holländer kamen. 1796 fielen die Engländer ein. Das bisher unabhängige Königtum Kandy beugte sich erst 1815. Damit aber wurde die Insel eine britische Kronkolonie, die den Namen "Ceylon" führte. Die Unabhängigkeitsstatus erlangte Sri Lanka 1948. Sri Lanka wurde eine sich selbst regierende Demokratie innerhalb des Britischen Commonwealth. Seit 1978 ist das Land eine Sozialistische Präsidial-Republik.
Wirtschaft
Die Arbeit in der Landwirtschaft ist die Hauptbetätigung der Bevölkerung, Reis ihre Hauptnahrung. Tee, Kautschuk und Kokosnüsse sind die wichtigsten Exportprodukte. Die größte Rolle spielt dabei der Tee, der bis in eine Höhe von 2.250 m angebaut werden kann. Die Industrie steht noch am Anfang ihrer Entwicklung. Man setzt vor allem auf die Erdöl-Raffinerie, auf die Stahl- und die Reifenfabrikation.
Religion
In Sri Lanka leben Angehörige mehrerer Religionen, wobei die Aufteilung in religiöse Gruppen der in ethnische entspricht. Die wichtigste Religion ist der Buddhismus (70 Prozent der Bevölkerung, vor allem Singhalesen), der schon im dritten Jahrhundert v. Chr. nach Sri Lanka kam. 15 Prozent sind Hindus (vor allem Tamilen), jeweils etwa sieben Prozent der Bevölkerung sind Katholiken und Muslime.
Vegetation
Sri Lanka ist ein Land voller natürlicher Reichtümer. Es gibt wertvolle Nutzhölzer wie Eben-, Teak- und Satinholz, Kalamander-, Mahagoni- oder Tamarindbäume. Den Singhalesen war schon vor der Zeitwende bewusst, wie wichtig die Erhaltung der Wälder für die Ökologie ist. So wurden riesige Teile der Wildnis als Reservate zum Speichern von Regenwasser geschützt. Einige der alten Reservate wie der Udawattekele-Park in Kandy oder das Sinharaja-Regenwald-Reservat existieren heute noch. Von März bis Mai beginnen zahlreiche Bäume zu blühen. Man sieht auserlesene Orchideen einschließlich seltener endemischer Arten wie der hellvioletten Vesak-, der gelben Narzissen-, der Primel- und der Anuradhapura-Orchidee. Für Botaniker ist Sri Lanka ein Land des Reichtums, in dem man seit über zwei Jahrtausenden den Bodhi-Baum verehrt, den ältesten historisch dokumentierten Baum der Welt. Und in dem viele Pflanzen wegen ihrer heilenden Kräfte für die einheimische Medizin geschätzt und gesammelt werden. Berühmt ist Sri Lanka auch für seine Gewürze - Zimt, Nelke, Muskatnuss, Kardamon, Pfeffer, Vanille und Zitronella, die alle reichlich in den Feuchtgebieten der Ebenen und im Bergland wachsen.
Tierwelt
Die buddhistische Lehre, die einen freundlichen und mitfühlenden Umgang mit allen Lebewesen predigt, führte dazu, dass auf der Insel der erste Wild- und Naturschutzpark der Welt entstand. Er geht auf das 3. Jahrhundert v. Chr. zurück. Heute hat Sri Lanka zwei große Nationalparks: Wilpattu (nördlich von Colombo) und Ruhunu (südlich von Colombo). In beiden leben Elefanten, Leoparden, Bären, Büffel, Stachelschweine, Ameisenbären, Zibetkatzen, Schakale, Mungos und viele Affenarten sowie Herden von Rotwild und Wildschweinen. Obwohl die Zahl der Elefanten durch die fortschreitende Zerstörung ihrer Lebensräume stark reduziert wurde, können nach wie vor große Herden in den Nationalparks beobachtet werden. Ein (etwas schwer zu erreichendes) Schutzgebiet, für seine vielen Elefanten berühmt, ist Gal Oya. Die Vogelwelt ist sehr vielfältig. Viele Vögel findet man sowohl in den Nationalparks als auch in den Vogelschutzgebieten in Wirawila (bei Yala) und Kumana (bei Gal Oya). Es gibt über 400 verschiedene Arten von Vögeln, einschließlich kleiner Raubvögel wie Fischadler und brahminische Geier. Auch der schwarzköpfige Pirol, der Schwalbenkiebitz, die bronzegeflügelte Taube, das purpurne Wasserhuhn und der langschwänzige Jacana sind häufig. In Sri Lanka sind 242 Schmetterlingsarten zu Hause, von denen die meisten am Fuß der Berge zu finden sind. Sechs dieser Familien leben sogar in einer Höhe von über 1.200 m.
Erstellt in "Abenteuer" von Nicole am 25. Jul 07: *
Termiten im Zimmer



