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Ukraine erleben
Die Ukraine als größtes Land Europas hat noch viele unentdeckte Orte zu bieten. Besonders schön ist dabei die Halbinsel Krim. Diese liegt im Schwarzen Meer und ist mit ihrem mediterranen Wetter ein sehr schönes Urlaubsziel. Hier gibt es viel Natur und einige Sehenswürdigkeiten, so dass für jeden das Richtige dabei ist. Besonders reizvoll ist dabei zum Beispiel die Stadt Jalta mit ihren Höhlen, Wasserfällen, griechischen Ruinen und dem Märchenschloss Schwalbennest. Oder zieht es sie doch eher in die Hauptstadt der Ukraine - Kiew. Diese Stadt wurde vor rund 1500 Jahren gebaut und hat daher viele altertümliche Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel die Höhlenkloster und die Sophienkathedrale, die man unbedingt mal gesehen haben sollte. Das architektonische Stadtbild Kiews ist von unzähligen Meisterwerken geschmückt, teilweise gehören diese sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Odessa, auch als die Hauptstadt des Humors bekannt, ist ein weiteres sehenswertes Ziel in der Ukraine. Diese Stadt liegt direkt am Schwarzen Meer und hat das zweitgrößte Opernhaus der Welt, nach Mailand. Die Potemkin-Treppen sind ein weiteres Wahrzeichen dieser Stadt. Die Breite der Treppen verdünnt sich von unten nach oben, sodass es den Eindruck erweckt als würde die Treppe ins Unendliche reichen. Abschließend kann man sagen, ist die Ukraine für jedermann ein abwechslungsreiches Urlaubsziel.
Ukraine Informationen
Geschichte/Politik
Vor der Zeitwende lebten auf dem Gebiet der heutigen Ukraine Skythen und Perser, später Hunnen und Goten. Ab dem fünften Jahrhundert ließen sich ostslawische Stämme nieder. Sie bildeten im neunten Jahrhundert aus mehreren Teilfürstentümern das überall im Osten berühmte Kiewer Reich (mit der Stadt Kiew als Zentrum), das unter Großfürst Wladimir I. im zehnten und elften Jahrhundert seine große Zeit hatte. Im 13. Jahrhundert drangen Mongolen in das Kiewer Reich ein. Ab dem 14. Jahrhundert eroberten Polen und Litauer den größten Teil der Ukraine. Doch nach dem Polnisch-Russischen Krieg im 17. Jahrhundert verlor Polen die ukrainischen Gebiete östlich des Dnjepr an Russland. Nach der Russischen Februarrevolution erklärte die Ukraine 1918 ihre Unabhängigkeit, wurde jedoch dennoch eine sozialistische Sowjetrepublik. Bei der Auflösung der UdSSR nach dem Zweiten Weltkrieg erklärten sich die Ukrainer 1991 als unabhängig und wurden Mitglied der GUS. Die Ukraine ist heute eine präsidiale Republik. Die Tendenz geht zu einer politischen und wirtschaftlichen Annäherung an Russland.
Wirtschaft
Die Ukraine ist ein wirtschaftlich bedeutendes Gebiet im Bereich der GUS. Probleme entstanden in den letzten Jahren durch die Privatisierung mancher Betriebe. Die Industrie funktioniert jedoch gut. Kiew, Odessa und Charkow waren schon immer wichtige Industriestädte, wobei viele Firmen Rüstungsbetriebe waren. Hier ist noch eine Umstellung auf andere Branchen im Gang. Die Landwirtschaft profitiert von dem günstigen Klima und den fruchtbaren Böden. Die Ukraine war schon immer ein großer Agrarproduzent. Jahrhundertelang nannte man die Gegend den "Brotkorb Europas". Man baut vor allem Getreide an; besonders Weizen und Mais. Außerdem gedeihen auf den Böden des Landes Kartoffeln und Zuckerrüben, aber auch Obst, Gemüse, Tabak und Sonnenblumen. Die Erträge bei Getreide und Kartoffeln sind überdurchschnittlich hoch. Die Ukraine ist heute jedoch durch Schattenwirtschaft und Korruption am Rande des wirtschaftlichen Zusammenbruchs. Große Teile der Bevölkerung sind arbeitslos oder ohne Lohn. Der bereits vorhandene Tourismus in der Ukraine soll noch erheblich weiterentwickelt werden.
Vegetation
Im Norden der Ukraine erstreckt sich eine Waldzone, in der Eichen und Erlen, Kiefern, Fichten und Hainbuchen wachsen. Sie werden von weiten Nieder- und Hochmooren umgeben, in denen man eine Reihe seltener Pflanzen finden kann. Im Süden schließt sich eine Waldsteppenzone an, in der man Misch- und Laubwälder mit Eichen und Ahorn, Buchen, Hainbuchen und Linden findet. Auch Rhododendren gedeihen hier und man sieht Ebereschen, Holunder und Wacholder. Der Waldbestand löst sich in Richtung Süden und Südosten nach und nach auf. Dazwischen dehnen sich Wiesensteppen aus. Dann grenzt ein Steppengürtel an, der schließlich in die Trockensteppe übergeht. Die Zonen der Waldsteppen und auch der nördlichen Steppen sind allerdings großenteils einem intensiven Ackerbau geopfert worden.
Tierwelt
Die intensive Landwirtschaft hat die Zahl der wilden Tiere erheblich vermindert. Einige seltene Arten werden nun in Nationalparks geschützt. Aber man findet in den Wäldern noch Elche und Wildschweine, Rehe, Füchse und Hasen. In den etwas abgelegenen Gegenden, beispielsweise in den Bergen der Karpaten, leben noch Wölfe und Braunbären, Luchse und Fischotter, auch der Schwarze Iltis. Dort kann man auch noch Schwarzstörche sehen, ebenso wie den Uhu, das Birk-, Hasel- und das Auerhuhn. An den Seen der Waldzone haben Wasservögel ihre Brutkolonien.

