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Venezuela erleben

Neben unzähligen karibischen Traumstränden finden Sie in Venezuela noch das echte, unverfälschte Südamerika. Von den hoch aufragenden Gipfeln der mächtigen Anden bis zu den vorgelagerten Inseln an der Küste wie die Isla Margerita ist der Besucher von der Fülle der verschiedenen Landschaftsformen in Venezuela überwältigt. So kommen Naturliebhaber in Venezuela voll auf ihre Kosten: Unberührte Nationalparks wie der „Canaima“ im Südosten an der Grenze zu Brasilien oder tosende Wasserfälle wie den weltweit am höchsten gelegenen Wasserfall, genannt „Salto Angel“, im Südosten und nicht zu vergessen die winzigartige Flora und Fauna des dichten Urwaldes.

Die Paradiesinseln „Los Roques“, im Nordwesten der Hochlanden von Venezuela, im Osten eines der besterhaltensten Dschungelgebiete der Erde, der Rio Caura, und im Süden die Gran Sabana mit ihren Tafelbergen werden sie beeindrucken. Das durchweg tropische Klima komplettiert das Bild eines sonnigen Paradieses mit einer Artenvielfalt, wie es sonst auf der Welt nicht gibt. Darunter berühmte Tiere wie die Schlange Anaconda oder der kleine, gefleckte Ozelot. Eine reiche indigene Kultur und eine überaus freundliche Bevölkerung laden zu einem längeren Aufenthalt in Venezuela ein. Wer den Kontakt zu den Einheimischen suchen möchte, sollte über Kenntnisse der spanischen Sprache verfügen. Weshalb kombinieren Sie nicht einfach Ihren Urlaub in Venezuela mit einem Sprachkurs?




Stichwortverzeichnis Venezuela bei TUI Reisen





Venezuela Informationen


Geschichte/Politik
Das Gebiet des heutigen Venezuelas entdeckte Kolumbus 1498. Ein Jahr später landeten Alonso de Ojeda und Amerigo Vespucci, die das Land "Venezuela" - "Klein Venedig" nannten, da die dort lebenden Indianer in Pfahlbauten lebten. 1577 kam das Land unter spanische Verwaltung, 1777 wurde es zum spanischen "Generalkapitanat". 1811 erklärte sich Venezuela als unabhängig, doch erst 1821 brachte ein Bürgerkrieg die Entscheidung gegen die Spanier. Das Land wurde nun ein Teil der Republik Großkolumbien, die allerdings 1830 zerfiel. Die sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich sehr unterschiedlichen Stände in Venezuela kamen lange nicht zur Einigung und das Land wurde oft sehr diktatorisch regiert. Erst 1964 begann Venezuela, ein stabiles demokratisches Land zu werden.

Wirtschaft
Der größte Schatz des Landes ist das Erdöl, das an einigen Stellen gefördert wird. Auch das Vorkommen an Erdgas wird genutzt. Zudem ist Venezuela nach Brasilien das zweitgrößte Förderland von Eisenerz in Südamerika. Ferner birgt der Boden größere Vorkommen an Steinkohle und Meersalz, Bauxit und Kupfer, Blei und Zink, Asbest und Phosphate, ja sogar Gold und Diamanten. Der dominierende Industriezweig beschäftigt sich mit dem im Lande geförderten Erdöl: Ein Teil des geförderten Öls wird im Land verarbeitet. Außerdem gibt es eine Nahrungsmittel-, Getränke- und Textilindustrie. Dazu kommt die Erzeugung von Eisen, Stahl und Aluminium. Es gibt Maschinen- und Fahrzeugbau sowie elektrotechnische und chemische Industrie. Die Landwirtschaft beschäftigt 15 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung. Man baut für den Export Kaffee, Kakao und Zuckerrohr an. Mais, Reis, Kartoffeln und Gemüse, aber auch Tabak und Baumwolle wächst für den Inlandsbedarf. In den weiträumigen "Llanos", dem Flachland, wird oft Vieh gezüchtet, die Fischereiwirtschaft wurde ausgebaut. Dennoch müssen viele Nahrungsmittel importiert werden. Tourismus spielt zunehmend eine Rolle bei den wirtschaftlichen Überlegungen. Experten meinen, dass Venezuela auf diesem Gebiet von allen Ländern Südamerikas das größte Entwicklungspotential hat. Damit hängt es zusammen, dass Venezuela heute das einzige Land im karibischen Raum ist, das seinen Studentinnen und Studenten eine vollständige Fachausbildung für die Tourismusbranche anbietet.

Vegetation
Geografisch teilt man Venezuela in vier Hauptregionen ein:Die Karibische Küste, die Anden, den Orinoco und das Flachland, die "Llanos". Entsprechend unterschiedlich ist die Vegetation. Im Bundesstaat Bolivar und seiner Umgebung stehen üppige Urwälder, im Land der "Tepuis" (Tafelberge) von feuchtem Tropenwald dicht bedeckte Hügel. Auch im sumpfigen Orinoco-Delta gedeiht üppiger Regenwald. An den stark beregneten unteren Kordillerenhängen wächst immergrüner tropischer Regenwald. In den gemäßigten Höhenregionen geht er in Bergwald über. Weiter oben findet man Nebelwald und schließlich Hochweiden. Die inneren "Llanos" sind Steppenlandschaften, die vor allem mit Palmen bewachsen und mit Weidengras bedeckt sind. An den Rändern der Llanos haben sich Trockenwälder angesiedelt.

Tierwelt
In den Wäldern leben der Jaguar und der Puma aber auch Affen und Ozelots, Ameisenbären, Gürtel- und Faultiere, Tapire und Wasserschweine. Man hat 1.300 Vogelarten gezählt. Dazu kommen tausende von Schmetterlings- und Spinnenarten sowie eine enorme Vielfalt verschiedener Fische. Besonders interessant ist die Wasser-Fauna in den zahlreichen Seen und Lagunen der "Llanos", der Überschwemmungs-Savannen im Inneren des Landes. Da leben Raubfische aus der Familie der Piranhas wie der "Caribe" oder der "Payaras", auch der Zitteraal, der mit seinen elektrischen Entladungen sogar einen Stier lähmen kann. Ebenfalls typisch für die Tierwelt der Llanos sind der Ameisenbär, das Chigüire (das größte Nagetier der Welt), aber auch Wildschweine. Zu den prächtigsten und auffälligsten Vögeln im Gebiet der Llanos gehören der "Chenchera" (ein Vogel mit Reptilienmerkmalen) oder der feuerrote Ibis "Corocoro". Viele dieser Vögel, die früher wegen ihres begehrten Gefieders von der Ausrottung bedroht waren, stehen heute unter Artenschutz. Zur Vogelwelt gehören Kolibris, Papageien, Tyrannen und Schnurrvögel. Wenn die Llanos überschwemmt sind, sieht man dort Reiher, Löffler und Enten. Auch Taimane, Schildkröten und Riesenschlangen kann man finden.


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