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Indien

Mamallapuram – Tipp in Südindien

von Michael Krause, Mitarbeiter im Produktbereich, Eberhardt TRAVEL

Erstellt am 24.04.2012

Als Touristenziel erlebt Indien derzeit durchaus einen Boom, insbesondere das touristisch gut erschlossene Rajasthan vermeldet ebenso steigende Besucherzahlen wie das weltbekannte Grabmal, die UNESCO-Weltkulturerbe-Stätte  „Taj Mahal". Zwar liegt dies im Bundesstaat Uttar Pradesh, dürfte aber wohl das bekannteste indische Bauwerk sein und das nicht erst seit kurzem, da es in den Vorjahren zu einem der „neuen sieben Weltwunder" gekürt wurde...

Man glaubt, in einem (fast) ganz anderen Indien gelandet zu sein, wenn man von Delhi oder Nordindien oder gar von Europa kommend, im Süden des Subkontinentes ankommt.  Tatsächlich ist fast alles völlig anders als von Indien „erwartet": andere Sprachen, andere Schriften, denn das in Indien bekannteste Devanagari-Alphabet wird hier nicht verwendet, andere Sitten, andere Landschaften und bemerkenswerterweise auch eine komplett andere Architektur... Bei der grandiosen „Großen Studienreise" der Firma Eberhardt TRAVEL durch ganz Indien bekommt der Reisende Eindrücke aus dem ganzen Land – vom Taj Mahal bis zum Süden in Kerala und Tamil Nadu. Auch der aufstrebende Touristenort Mamallapuram, der ganz besondere Erlebnisse bereithält, gehört hier zum Programm.
Der Süden bietet andere Bauwerke, als man es von den Tempeln Nord- und Zentralindiens gewöhnt ist – hier hinterließen kulturelle Einflüsse der dravidischen Stämme und der zahlreichen indischen Reiche der Frühzeit eine ganz besondere Art des Tempelbaues. Im Süden überwiegen gewaltige Anlagen mit „Gopurams", pyramidenförmigen, vieletagigen Eingangstürmen, mit Chedis (Schreinen) und ihren Säulenhallen, Innenhöfen und Wasserbecken sowie mit „Stupas", glockenförmigen Tempeln der buddhistischen Tradition und Architektur.



Interessant im Süden sind nicht nur Teeplantagen (wie z.B, im Nilgiri-Gebirge) oder ein Besuch in einem der berühmten Gewürzgärten – wo man nicht nur sieht wo, sondern auch wie der Pfeffer wächst! - bevor es weiter in die für ihre Tempel bekannte Pilgerstadt Madurai geht. Hier darf ein Besuch in der größten indischen Tempelanlage, dem Sri-Meenakshi-Tempel, nicht fehlen. Ähnlich gewaltige Heiligtümer haben übrigens auch noch andere Orte in der Nähe zu bieten: auch Tanjore ist eines der Reiseziele, die bei einer Südindientour nicht fehlen sollten. Nach den Besichtigungen hier geht es weiter über Chidambaram, das mit dem „Tempel des tanzenden Shiva" eines der Highlights dravidischer Architektur und eine der heiligsten Stätten Südindiens aufweist, zum Küstenort Mamallapuram.
Hier kann man nicht nur in einem Strandhotel schöne Urlaubstage mit Baden im Indischen Ozean verleben, sondern die Strandtempel und die gewaltigen Felsenreliefs des kleinen Ortes gehören mit Recht seit 1985 bereits zum UNESCO-Weltkulturerbe. Hier sind einige Höhepunkte der frühesten indischen Tempelarchitektur zu bewundern. Der Ort, für den auch die Namensvariante Mahabalipuram gebräuchlich ist, war einst bedeutende Hafenstadt des Pandya-Reiches, das de facto vom 6. – 14. Jahrhundert n. Chr. Bedeutung besaß.
Bedeutende Architekturdenkmäler sind der Strandtempel aus dem 8. Jh. aber auch die „Fünf Rathas", steinerne Anlagen, die ursprünglich reichgeschmückte Prozessionswagen nachbildeten. Als Besonderheit sind diese einzigartigen Tempelbauten hier in Mamallapuram monolithisch, d.h., sie wurden in einem Stück aus dem Felsen gehauen – eine Meisterleistung des 7. Jh. Als architektonische Besonderheit werden zwei der aus Stein geschlagenen Tempelwagen von verzierten Stufenpyramiden gekrönt und bilden so die Frühform der „Vimana" genannten ältesten dravidischen Tempeltürme, noch bevor die bis heute errichteten „Gopurams" aufkamen. Nicht nur frühe (süd)indische Architektur kann man hier im idyllischen Mamallapuram studieren, auch ein Einblick in die Lebensweise des alten Indien wird gewährt: eines der weltgrößten Reliefs – 33 m lang und 12 m breit – stammt aus dem 7. Jh. und zeigt das mystische Ereignis der „Herabkunft der Ganga", des heiligsten Flusses der Hindus, gleichgesetzt mit einer Göttin, auf die Erde. Zwar nimmt die „göttliche" Geschichte großen Raum ein, doch zeigt das Relief auch in verblüffend realistischer Darstellung Szenen aus dem indischen Dorfleben des 7. Jh. Die „Felsenwunder" von Mamallapuram sind tatsächlich atemberaubend und ziehen auch zunehmend Touristen an, die den eigentlich recht kleinen Badeort besuchen. Denn nach dem Genuss der besonderen Architektur und einem Einblick in die Kunstfertigkeit der Steinmetze des Mittelalters bietet ein Ruhetag am Strand Entspannung von der Fülle südindischer Impressionen. Wer aber noch mehr altindische Kultur erleben möchte, dem sei ein Tagesausflug nach Kanchipuram empfohlen. Einst war es prunkvolle Hauptstadt frühindischer Reiche, es blieb ein religiös-kulturelles Zentrum und ist noch heute DER Ort für den Kauf der besten indischen Seidensaris.
Mamallapuram liegt nicht weit von der Metropole Chennai, dem früheren Madras. Von hier aus kann man täglich zurück nach Deutschland starten. Aber Achtung: in die Heimat zurückgekehrt, kann es erfahrungsgemäß durchaus sein, dass man noch ein paar Tage braucht, bevor man – mental – wirklich wieder aus Indien „zurückgekehrt" ist!



Von:
Michael Krause

Mitarbeiter im Produktbereich

Eberhardt TRAVEL
Zschoner Ring 30
01723 Kesselsdorf

Reiseziel:Indien

Themen & Aktivitäten:FernreisenKulturreisen & Kunstreisen

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