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Ratgeber

6 Tipps, wie du Besucheranstürme meiden kannst

18.05.2022
Es gibt nichts un-urlaubshafteres, als vor Sehenswürdigkeiten von Touristenmassen erdrückt zu werden. Wie du einen entspannten Urlaub genießen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Du hast dich so auf den Park Güell in Barcelona gefreut und dann das: Vor beliebten Fotomotiven wie der Salamanderskulptur musst du dich anstellen. Durch die Fußpfade wirst du in einer Touristenkolonne geschoben. Was für eine Enttäuschung. Dabei hättest du nur eines tun müssen, um das zu vermeiden:  

1. Den Wecker stellen 

Klar es ist Urlaub, aber auch in dieser besten Zeit des Jahres solltest du das Wagnis angehen, früh aufzustehen. Informier dich über die Öffnungszeiten der Sehenswürdigkeit deiner Wahl und komme zur Öffnung. Der Park Güell zum Beispiel empfängt seine Gäste ab 9:30 Uhr. 😉  

2. Buche Tickets im Voraus 

Doch selbst wenn du zur Öffnung kommst, verspielst du deinen Zeitvorteil, wenn du dich erst an der Kasse anstellen musst. Deswegen: Buche die Tickets vorher online. Oft sind sie so sogar günstiger und du vermeidest lange Warteschlangen. 

►Ausflüge, Aktivitäten und Eintrittskarten findest du hier!

3. Sind die Einheimischen längst woanders? 

Manche Sehenswürdigkeiten kannst du vielleicht mit weniger Besuchern „erwischen”. Aber manchmal ist „Frequentiertheit” gar nicht das richtige Kriterium. Manchmal lebt eine Sehenswürdigkeit von den Einheimischen und ihrer Folklore. SIE LEBT DAVON. Du hast es sicherlich schon gemerkt, auch der Autor dieser Zeilen hatte ein enttäuschendes Erlebnis ohne echte Folklore. Und zwar das Kanamara Penis Festival in Tokio. Viele Touristen mit Penisfiguren – aber von einheimischen Japanern, die wirklich den Brauch pflegen, keine Spur. 😉

Informiere dich deswegen in Reiseblogs wie diesen, ob ein Ort oder eine Sehenswürdigkeit seine Folklore verloren hat und meide im Zweifel das Gedränge gleich ganz. Dafür wirst du eine super Zeit an einem ruhigeren authentischeren Ort haben. 

Du kannst aber bereits VOR deiner Reise ein paar Dinge dafür tun, dass du nicht im Massentourismus landest: 

4. Achte auf die Ferienzeiten 

…sofern du zeitlich flexibel bist. Bei Reisen innerhalb Deutschlands solltest du auch die Ferienzeiten der Bundesländer beachten, aus denen viele Besucher kommen. Lust auf Usedom? Nichts wie hin! Nur lieber nicht wenn Berlin Ferien hat – schließlich nennt man Usedom nicht nur die „Sonneninsel“, sondern auch die „Badewanne Berlins“.  

Auch in der Ferienzeit des Bundeslandes selbst, in dem man Urlaub machen will und die Ferienzeit der Anrainer sollte gemieden werden. In Bezug auf Schleswig-Holsteins Husum sind das zum Beispiel Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und (!) Dänemark. 

5. Vertrau nicht blind auf Schwarze Listen 

Ja es gibt sie schon, diese „Overtourism-Hot Spots“. Aber einen Ort gleich komplett verbieten zu wollen, ist genauso übertrieben, wie die Verwendung der englischen Sprache im dreifachen Anglizismus „Overtourism-Hot Spot“.  

Eine Schwarze Liste als Beispiel: 

  • Mallorca (Spanien) 
  • Venedig (Italien) 
  • Mailand (Italien) 
  • Florenz (Italien) 
  • Barcelona (Spanien) 
  • Dubrovnik (Kroatien) 
  • Amsterdam (Niederlande) 
  • Reykjavík (Island) 

Aber schon beim ersten Punkt fällt auf: Zu Unrecht wird ausgehend von Palma de Mallorca gleich die ganze Insel zur überfüllten Insel generalisiert. In den Tageszeitungen wiederholt sich das Bild. Von einer „überbuchten Insel“ ist häufig zu lesen.

Dabei gibt es auf Mallorca wie auch sonst Geheimtipps, die angenehm leer sind – und das trotz der mehr als zehn Millionen Touristen, die jedes Jahr das kleine Ballearen-Eiland besuchen! Mehr über weniger besuchte Juwelen Mallorcas wie das Cap de Formentor, Cala Gat , die Bucht von Alcúdia & Co erfährst du in diesem Artikel

6. Hauptsaison adé 

Wenn du es ruhiger magst, solltest du auch nicht unbedingt zur Hauptsaison reisen. Achtung, auch Reiseziele für den Winter haben eine Hauptsaison, vor allem wenn dort Wintersport möglich ist. Diese ist punktueller, in den Weihnachtsferien, den Frühjahrs- beziehungsweise Faschingsferien und in den winterlichen Semesterferien. 

Europa: Hauptsaison-Zeiten ausgewählter Urlaubsziele 

  • Deutschland: Juli bis August sowie die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr 
    • Wintersport-Orte: Weihnachts- und Frühjahrsferien, Semesterferien 
  • Griechenland: Mitte Juni bis Ende August 
  • Italien: Mai bis August 
    • Rom: April bis Juni und September bis Oktober 
    • Venedig: Karneval, Ostern, sowie Juli bis August 
    • Sizilien: Juli bis August 
  • Spanien: April bis September 
    • Madrid: Juli bis August 
    • Mallorca: Mai bis September 
  • Schweden: Juni bis August 
  • Bulgarien: Juli bis September 

Aufpassen musst du bei südlichen Großstädten wie Paris oder Rom. In Rom zum Beispiel ist Juli und August keine Hauptsaison. Viele Römer fliehen in diesen Monaten vor der Großstadthitze (verständlich) und sind am Strand. Zwar ist die Stadt dann leer, aber es sind dann auch viele Geschäfte geschlossen. In dieser sommerlichen Nebensaison lohnt es sich also gerade für Shoppinglustige überhaupt nicht, dorthin zu reisen.

Rest der Welt: Hauptsaison-Zeiten ausgewählter Urlaubsziele 

  • New York: außer Januar und Februar immer, vor allem Weihnachten  
  • Thailand: November bis März 
  • Karibik: Dezember bis April 
  • Dubai: Oktober bis April 
  • Singapur: quasi das ganze Jahr 

Es setzt ein Umdenken ein 

Schon vor der COVID-Pandemie orientierten sich Pioniere der Touristik Richtung nachhaltige Hotels mit verträglichen Besucherzahlen, so auch TUI. Ausnahmeziele wie Palma de Mallorca führten sogar Obergrenzen für Besucherzahlen ein.  

Gerade aber die Corona-Krise hat vielen aus der Tourismusbranche vor Augen geführt, wie sehr nicht nur Touristen Massenabfertigung fürchten, sondern dass auch die Natur eine Erholung braucht. Ein griechischer Hotelbesitzer formulierte seine Euphorie darüber gegenüber dem Deutschlandfunk so: „Kein Plastikmüll, keine Servietten, keine Quittungen, die im Wasser schwimmen. So habe ich Mykonos noch nie erlebt!“  

Und so gefällt es am Ende auch den Besuchern besser. Deswegen beherzige unsere Tipps und du wirst keine vom Tourismus verwüsteten Urlaubsorte zur Unzeit besuchen. Schließlich ist es DEIN Urlaub 💙


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