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Kultur

Einfach mal durch die Zeit reisen: Der Berlin Trip(le)

04.09.2013
TUI Bloggerin Stephie
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Berlin in drei Tagen? Das klingt nach Sightseeing-Stress, Sehenswürdigkeits-Hopping und viiiel zu wenig Zeit für viiiel zu viel Stadt. Eigentlich haben wir doch nur eins geplant: Eine Zeitreise.

Wir wollen auf den Spuren der Geschichte wandeln, Sehenswürdigkeiten bestaunen und Kultur genießen. Es ist nahezu eine echte Zeitreise geplant. Im Klartext: Wir wollen mal wieder 16 Jahre alt sein. Und wo geht das besser, als auf Konzerten von Bands, die man als Jugendlicher geliebt hat? Für meine Freunde und mich sind das „die Ärzte“ und „die Toten Hosen“. Egal ob Schulfete, Geburtstagsparty oder Zeltlager, irgendwann liefen immer deren Songs. Darum reisen wir jetzt nach Berlin zum Konzert-Triple am Flughafen Tempelhof. Drei Tage, drei Konzerte mit den beiden Kultbands – das ist der Plan.

Tag 1:

Ein Flughafen als Naherholungsgebiet ist schon beeindruckend: Drachen steigen, Radfahren, Skaten und Picknicken – die Berliner wissen den Platz zu nutzen.

Tempelhof ist mehr als nur ein alter Flughafen.

Tempelhof ist mehr als nur ein alter Flughafen.

Uns zieht es aber gleich hinter die Mauer oder eher hinter die Absperrung, rauf auf das Konzertgelände. Wir sind spät dran, der Platz vor der Bühne ist brechend voll. „Sie rechnen mit 120.000 Besuchern in den nächsten drei Tagen“, schreibt eine bekannte Tageszeitung. Wir quetschen uns dazu. Die Helden unserer Jugend betreten die Bühne und die ganzen 16-Jährigen um uns herum beweisen uns, dass die Altrocker auch heute noch angesagt sind. Wir springen natürlich mit. Als das Konzert vorbei ist, schmerzen meine Beine. Das liegt sicher an der langen Anreise heute.

Tag 2:

So ganz ohne Sightseeing geht’s nicht. Wenigstens zum Brandenburger Tor – nicht, dass man uns für Banausen hält. Und das Bundestagsgebäude muss auch sein. Von wegen politikverdrossene Jugend!

Ein bisschen Kultur muss schon sein - auf zum Bundestagsgebäude

Ein bisschen Kultur muss schon sein – auf zum Bundestagsgebäude

Am Abend ist wieder ein Konzert. Ich freue mich darauf, das eine oder andere Schimpfwort mit völliger Leidenschaft herauszubrüllen und es trotzdem noch Musikgeschmack zu nennen. Neben mir katapultieren sich junge Menschen in die Höhe, rauf auf die Schultern des Gegenübers, T-Shirt ausziehen und Crowdsurfen. Das ist echte Leidenschaft. Ich bin froh, dass mich meine Beine noch tragen. Heute sind sie noch schwerer als am Tag zuvor. Wie kann das sein? Liegt bestimmt am vielen Herumlaufen beim Sightseeing heute.

Tag 3:

Erschreckend echt sehen sie aus, die Wachsfiguren bei Madame Taussaud´s. Aber von mir aus könnten es ruhig ein paar weniger sein. Die Ausstellung ist ja riesig! Meine Beine sind jetzt schon im Eimer. Aber heute steht noch Konzert Nr. 3 an. Wir sind müde und kommen erneut viel zu spät. Aber jetzt noch ganz nach vorne kämpfen? Zu eng und zu anstrengend. Früher war das doch mal anders, oder? Jetzt stehe ich also hinten, erkenne gerade noch so, dass vorne auf der Bühne die drei besagten Musiker stehen. Neben mir alle zwischen 35 und 45 Jahren. Wahrscheinlich haben sie schon Kinder, die bald 16 werden. Sie singen mit, gemäßigt. Gesprungen wird nur in Maßen. Ich hatte noch nie so viel Platz für mich bei einem Konzert.

Blick von oben auf die Füße - viel Platz

So viel Platz hatte ich selten auf einem Rockkonzert.

An diesem Abend schmerzen mir das erste Mal nicht die Beine. Die anderen neben mir sehen allerdings ziemlich fertig aus, daneben fühle ich mich gleich zwölf Jahre jünger. Also alles eine Frage der Position. Wir wollten eine Zeitreise, die haben wir gekriegt. Ich frage mich nur, in welche Richtung…

Schlagworte:Berlin

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