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Ratgeber

Langlauf-Tipps vom Ex-Weltmeister Alois Stadlober

19.12.2014

Wie bereits in der vergangenen Woche angekündigt, wird euch Kerstin in dieser Woche erzählen, wie Sie ihren Einsteiger-Crashkurs im Langlauf überlebt hat. Nach Familienspaß in der vergangenen Woche stand beim Langlauf eiserne Disziplin an erster Stelle.

Langlauf im Dachsteinmassiv

Langlaufen ist bloß etwas für ältere Semester? Von wegen, stelle ich beim Workshop mit Ex-Weltmeister Alois Stadlober fest. Vor der Bergkulisse des Dachsteinmassivs in Österreich gibt mir der Profi Tipps für die perfekte Loipentechnik. Meine Wimpern sind wie von Eiskristallen getuscht. Die Haarspitzen sind vom Reif weiß gefroren. Trotz der eisigen Temperaturen reiße ich mir die Mütze vom Kopf. „Langlaufen geht eh’ ganz anders eini“, sagt der Ex-Weltmeister und grinst. Was er meint, verstehe ich nach wenigen Kilometern in der Loipe. Alle 600 Muskeln des Körpers arbeiten auf Hochtouren, während ich mich die teilweise sehr steile Spur entlangarbeite. Ich spüre: „Beim Langlaufen wird einem verdammt heiß!“ Und während ich mich so richtig auspowere, wird der Kopf frei geblasen.

Mit Sack und Pack ging es auf die Langlaufbahn

Langlauf in Ramsau– Alle Fotos in diesem Artikel © Sven Laabs

Ramsau am Dachstein ist die Top-Destination für den Langlaufsport in Österreich: Hier fanden 1999 die Nordischen Skiweltmeisterschaften statt und Alois Stadlober gewann Gold mit der österreichischen Staffel. Heute koordiniert der schmale, hochgewachsene Mann den nordischen Sport in der Steiermark.
Ein Workshop beim Ex-Weltmeister erscheint mir also genau das Richtige, um diese Sportart endlich kennenzulernen. Dass meine Vorurteile wie „Seniorensport“ und „unsexy“ im Nu dahinschmelzen wie die Schneeflocken auf meinen glühenden Wangen versteht sich von selbst.

Das perfekte Skioutfit zum Langlaufen

Apropos schmelzen: „Nie in normaler Skikluft langlaufen“, lautet Regel Nummer eins, die Alois zur Begrüßung erklärt. „Wie wahr“, denke ich, während ich in einer weiten Snowboardhose und Anorak vor mich hin dampfe. Beides ist zu voluminös und hemmt meine Bewegungen. Profis setzen auf die Zwiebeltechnik: darunter atmungsaktive Skiunterwäsche, die den Schweiß ableitet. Darüber solltet ihr anliegende Funktionsbekleidung tragen; atmungsaktiv, aber nicht winddurchlässig. Eine leichte Mütze mit schweißdurchlässigem Einsatz oder Stirnband, dazu eine gute Sonnenbrille. Ebenso Langlaufhandschuhe und gute Laufsocken sind Pflicht, fertig.

Zum Thema Material und Technik sagt der Ex-Weltmeister: „Nur bei der exakten Bewegungsausführung gerätst du in Flow“. Deshalb habe ich Wachsski geliehen, die perfekt gleiten können. Faustregel für die Skilänge: Körpergröße plus 20 bis 30 Zentimeter. Die Skihärte ist in „stiff“ (steif) für „Gewichtige“, „medium“ für Normalgewichtige und „soft“ für Leichtgewichte eingeteilt. „Deine Langlaufschuhe sollten eine Nummer größer als die übliche Schuhgröße sein“. Die Stocklänge beträgt im Klassisch-Bereich idealerweise die Körpergröße minus 30 Zentimeter und im Skating-Bereich Körpergröße minus 20 Zentimeter.

Dynamisch und schwungvoll geht es in die Loipe

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Bevor wir in die Loipe gehen, machen wir uns warm und mobilisieren die Gelenke. „Gleichgewichtsübungen sind das A und O“, sagt Alois und zwinkert mir zu. Dabei auf den extrem schmalen Skiern nicht umzufallen und noch halbwegs sportlich auszusehen ist schon ein Balanceakt an sich. Dann geht es los. Ich schiebe mich in der Übungsloipe vorwärts. Ein Bein wird belastet, das andere ist Schwunggeber. „Wo bleibt deine Körperspannung“, schallt es mir unerbittlich über die Loipe entgegen.“ In der Spur neben mir zieht das Skatingteam der russischen Nationalmannschaft in hauteng anliegender Montur vorüber. Mühelos. Kraftvoll. Sexy! Also spanne ich an, was anzuspannen ist. Alois sagt: „Der Ablauf hängt vom Beinabstoß ab“. Er soll unter dem Körperschwerpunkt erfolgen, deshalb müssen Bauchmuskeln und Rücken aktiv sein. „Super,“ ruft Stadlober mir zu. „Nicht denken, einfach machen!“. Wenn das so einfach wäre… Die Landschaft zieht wie von einem milchigen Schleier verhangen vorbei. Bauern mit großen Schippen befreien ihre Dächer von der Schneelast. Ein paar zottige Ponys schieben sich gleichmütig durch die bauchhohe Pracht. Schneegestöber hin oder her, ich bin im Flow und der Ehrgeiz hat mich längst gepackt. Somit nähert sich ein wunderbarer Winterurlaub wieder dem Ende. Ich freue mich jedoch bereits schon auf das nächste Jahr.


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