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Kultur

Lost Places, außergewöhnliche Museen und coole Street Art: Das müsst ihr in Zagreb gesehen haben

14.01.2019

Wien, Prag, Budapest: in der Hauptsaison sind sie alle überlaufen. Die Bewohner von Zagreb können darüber nur schmunzeln, hier gibt es keine Touri-Massen. Dabei hat ihre Stadt genauso viel zu bieten – und sogar noch einiges mehr.

Das Wichtigste zuerst: Zagreb ist die Hauptstadt Kroatiens. Woher der Name Zagreb rührt, ist nicht sicher. Es könnte von zagrabiti „(Wasser) schöpfen“ kommen oder „hinter dem Berg“ bedeuten. Letzteres leuchtet sofort ein, die Metropole des Ostens liegt zu Fuße des Bärenbergs.

TUI HOTELTIPP: ESPLANADE ZAGREB HOTEL

Esplanade Zagreb Hotel

Das schöne 5-Sterne Hotel Esplanade Zagreb befindet sich im Herzen der Stadt und beietet sich für Erkundungen an.

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Weitere Hotels in Zagreb

Für Touristen sind vor allem die Oberstadt und die Unterstadt interessant. Soweit die Fakten; jetzt verraten wir dir, was die Stadt in Nordkroatien so besonders und sehenswert macht.

Zagreb ist keine Hochglanzstadt.

Im Gegenteil: Viele der alten Fassaden sind abgebröckelt und verrußt. Der Zahn der Zeit hat sichtbar an ihnen genagt und das macht die Gebäude (und ihre Hinterhöfe) so interessant. Oder wie hat es meine Freundin passend ausgedrückt:

 

 

In manchen Gegenden hat man das Gefühl, Zagreb ist ein einziger Lost Place.

Für eine Hauptstadt bietet Zagreb viel „alten Charme“, da kann selbst Berlin nicht mithalten. Wo steht in der deutschen Hauptstadt schon so ein imposanter Bröckelpalast?

Altes Gebäude in Zagreb

Altes Gebäude in Zagreb

Weiter geht’s vorbei am wunderschönen Kroatischen Nationaltheater in die Fußgängerzone Ilica. Wir biegen in das Tomićeva-Gässchen ein und da wartet sie auf uns: Die Standseilbahn Zagreb („Zagrebačka uspinjača“) zu Fuße des Bärenbergs. Wir müssen das Kulturdenkmal enttäuschen, denn wir wollen Zagreb lieber zu Fuß erkunden – so sieht man schließlich immer das meiste. Zum Glück haben wir uns für diese Variante entschieden.

Sonst hätten wir einen unserer Lieblingsorte verpasst: Den Art Park.

Um die Ecke chillen junge Reisende im Café vor einem Hostel. Dahinter entdecken wir den Art Park. Bunte Skulpturen stehen hier zwischen verwucherten Bäumen.

Eine der abgespaceten Skulpturen im Art Park

Eine der abgespaceten Skulpturen im Art Park

Ein zum Kunstwerk erhobenes Kleinbusführerhäusschen muss fürs nächste Foto herhalten.

kleinbus kunst art park

Ein VW-Kleinbus im Art Park

Außerdem erfreut uns Street Art so weit das Auge reicht – echt cool! Von Mai bis Oktober steht der Art Park Besuchern offen.

Wir schlendern weiter in der Kunst-Oase … hinein in den größten Touri-Schock unserer Urlaubs-Laufbahn.

RUMMMS

Plötzlich knallt es. Ein Rumms wie von einer Bombe erschüttert die Idylle.

Verstört gucke ich mich um. Soll ich jetzt in Deckung gehen? Fehlanzeige. Zufällig finde ich später heraus: Pünktlich um zwölf Uhr wird vom Lotrscak-Turm eine Kanone abgefeuert. Einfach weil das früher so gemacht wurde und man gerne daran erinnern möchte. Finde ich unter aller Kanone 😉 Aber mal ernsthaft: Der Art Park ist sehr zu empfehlen, genauso wie die folgende Tour in den Untergrund.

eingang Grič Tunnel art park

Durch das Maul dieses Was-auch-immer geht es in den Berg

Vom Art Park aus führt nämlich ein verzweigter Tunnel durch den Berg.

Der Tunnel Grič spuckt uns in die Oberstadt aus.

Hier kannst du das feinfühlige Museum der zerbrochenen Beziehungen, das Museum für kroatische Geschichte oder das Kroatische Museum für Naive Kunst besuchen und am Ende sagen: „Wir haben uns im Urlaub kulturell weitergebildet.“

Im Muzej Prekinutih Veza (Museum der zerbrochenen Beziehungen) sammeln sich persönliche Exponate, die als Symbol für gescheiterte/zerbrochene Beziehungen stehen. (Photocredit: Alan Vajdic/(Museum der zerbrochenen Beziehungen Zagreb)

Im Muzej Prekinutih Veza (Museum der zerbrochenen Beziehungen) sammeln sich persönliche Exponate, die als Symbol für gescheiterte/zerbrochene Beziehungen stehen. (Photocredit: Alan Vajdic/(Museum der zerbrochenen Beziehungen Zagreb)

Danach wollen wir zum Steintor, doch da wird gerade gebaut und es sieht auch nicht sonderlich spektakulär aus. Dafür ist die St.-Markus-Kirche sehenswert. Auf dem Ziegeldach prangen zwei riesige Wappen: Das heutige Wappen Zagrebs (weiße Burg auf rotem Hintergrund) und das historische Wappen des dreieinigen Königreichs Kroatien, Slawonien und Dalmatien.

Die St.-Markus-Kirche in Zagreb

Die St.-Markus-Kirche in Zagreb

Von der Oberstadt schlendern wir weiter hoch auf den Berg. Zur Belohnung kann man sich oben an den hippen Cocktailständen mit Gin Tonic & Co erfrischen, zu nicht gerade günstigen Preisen. Dafür ist der Ausblick kostenlos – und bietet ein Bild mit Charakter. Statt Glasfassaden und Bürotürmen sieht man eher historische bis zerfallene Gebäude.

Auch die Kathedrale von Zagreb ist ein echter Augenschmaus (aber bitte keine Fotos machen).

Sie liegt in Kaptol, dem historischen Stadtkern und Zentrum des geistlichen Lebens. Im Ribnjak Park daneben lässt es sich prima ausspannen.

Danach landen wir auf dem Ban-Jelačić-Platz – dem zentralen Platz zwischen Ober- und Unterstadt. Hier kreuzen sich viele Linien der Straßenbahn, die neben dem Bus das Hauptverkehrsmittel der Stadt ist. Von dem Platz aus kommst du auch zu Zagreb 360° – dem Aussichtspunkt im Herzen der Stadt.

Der schöne Ban-Jelačić-Platz mit Blick auf die imposante Kathedrale von Zagreb

Der schöne Ban-Jelačić-Platz mit Blick auf die imposante Kathedrale von Zagreb

Einen Katzensprung entfernt wird morgens eine Oase errichtet. Der Blumenmarkt von Zagreb ist eine echte Augenweide. Das frischeste Obst der Stadt gibt es auf dem Dolac Markt daneben. Das macht hungrig. Ein Einheimischer (er meint, er sei Regisseur) empfiehlt uns ein Restaurant mit guter, authentischer, kroatischer Küche. Im Stari Fijaker gibt es Gulasch mit Klößen: zünftig und lecker!

Schön anzusehen ist auch der Mirogoj-Friedhof! (istockphoto/xbrchx)

Schön anzusehen ist auch der Mirogoj-Friedhof! (istockphoto/xbrchx)

Nachmittags kehre ich wieder zu meiner heimlichen Liebe für alte, zerbröckelte Gebäude zurück. Wie heißt es so schön? Ändere nie ein funktionierendes System 😉.

Never change a running system.

Falls du auch so ein Fan von Lost Places bist wie ich, wirst du auch die vielen verwunschenen Hinterhöfe in Zagreb lieben.

Abends stürzen wir uns ins Nachtleben. Da wir mit Kind unterwegs sind, interessieren uns vor allem die Restaurants. Auf der Tkalciceva Straße gibt es mehr als genug davon. Überall ringsherum sitzen Leute vor den Cafés und Bars, selbst in der Nacht. Bis in die Nacht scheint ganz Zagreb draußen zu sein – entspannt und ausgelassen.

Fazit: Wer alten Charme mag, wird Zagreb lieben. Auch für Fans von historischen Gebäuden ist die Metropole Dalmatiens ein echter Geheimtipp!


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