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Genuss

Ski-Comeback im Salzburger Land

02.12.2013

Mitten in der Fahrt bleibe ich wie angeleimt in der steilen Buckelpiste auf der Schmittenhöhe stehen und traue mich nicht mehr zu drehen… So kann’s kommen, wenn man wie Dagmar Gehm glaubt, die Bretter zu beherrschen

WeihnachtssternNatürlich könnte ich  – rein technisch gesehen. Doch sobald ich in die Falllinie schaue, packt mich das nackte Grauen. Zerlegt in hundert Einzelteile sehe ich mich im Tal ankommen – mindestens. Gut, dass es jetzt Spezialkurse und –unterstützung gibt für Wiedereinsteiger, die länger mit dem Skilaufen pausiert haben, oder solche, bei denen sich im Laufe der Zeit Fahrfehler eingeschlichen haben. Letzteres bin ich. Und darum probiere ich so einen Workshop in der Vorweihnachtszeit in Österreich aus. Bedarf gibt’s reichlich: Nach Marktforschungsstudien möchten 7,5 Millionen Deutsche, die es irgendweann schon mal probiert haben, gern wieder auf Skiern stehen.

Skilehrer streckt die Beine im Skistrandkorb aus

Was hat der Strandkorb in Schnee zu suchen? Hier ruhen sich die Skilehrer aus!

Skifahren ist kein Denksport

„Skifahren ist kein Denksport“ sagt Helmut Schneider, Leiter der Alpin-Skischule in Kaprun. „Das Hirn ist zu langsam für den Schwung.“ Dann schlägt er vor, meine Skispitzen zu fassen und mich im Rückwärtsgang über die tiefschwarze Piste zu ziehen. Doch wie peinlich wäre das denn! Da bleibe ich – wenn auch schlotternd – lieber direkt in seiner Spur und folge dem Rat, nur auf ihn zu schauen und bloß nicht nach unten. Es funktioniert!

Obwohl mich jeden Winter der Berg ruft, haben sich seit dem Anfängerkurs vor vielen Jahren bei mir Fehler eingeschlichen und dadurch auch Ängste aufgebaut. Mentale Blockaden. Ein Ski Comeback-Kurs in der Skiregion Zell am See – Kaprun im Salzburger Land soll sie beheben. Neben mir tut sich auch Christoph aus Frankfurt schwer. „Nie hätte ich für das bisschen Spaß im Schnee die Gesundheit aufs Spiel gesetzt“, gibt der Manager zu und versucht durch Luftanhalten seinem Couch-Potato-Bäuchlein den Anschein eines Sixpacks zu verleihen. Klappt nicht ganz, dafür wird Christoph jetzt durch spezielle Lerntechniken behutsam wieder an den einstigen Lieblingssport herangeführt.

Füße auseinander? Aber ja!

Trotzdem – immer wieder verfällt Christoph in den Stil der old school, der zwar elegant aussieht, aber den Carver- oder Rockerskiern nicht gerecht wird. Kein Ausstemmen und kein Umsteigen mehr, dafür die Füße mindestens eine Handbreit auseinander – so ist die neue Technik. Das müssen wir Teilnehmer am Ski-Comeback-Kurs erst einmal verinnerlichen.

Autorin Dagmar Gehm auf Skiern

Und immer schön den Talski belasten: Autorin Dagmar Gehm (rechts) arbeitet an der Haltung

Quasi bei null fange auch ich wieder an: „Nochmal Stemmbogen fahren? Was soll das denn? Ich beherrsche doch den Parallelschwung aus dem Effeff!“ empöre ich mich lautstark. „Eben nicht“, meint Skilehrer Helmut gelassen. „Das wirst Du spätestens im Tiefschnee merken.“ Sprach’s und zieht mit den Comebackern ins ausgedehnte Freeride-Gelände auf dem Kitzsteinhorn-Gletscher, für das die Skiregion berühmt ist. Natürlich fallen wir alle in viel zu starke Rücklage. „Wer die Oberschenkel ständig auf Spannung hält, hat bald keine Kraft mehr“, werden wir belehrt. Besser: „Mehr Tempo, und den Ski beim Schwung weniger drehen. Sonst verhungert Ihr!“

Echt anstrengend! Zur Belohnung gibt es einen Besuch der Gipfelwelt 3000, um im lifestyligen Icecamp am Kitzsteinhorn zu chillen, das in diesem Winter am 4.1.2014 wieder eröffnet. In drei Skigebieten der Region Zell am See – Kaprun lernen Wiedereinsteiger, zurück zur alten Form zu finden: Auf der Schmittenhöhe mit der urigen SchnapsHans-Alm, wo Hüttenwirt Herwig Schiefer als DJ mächtig einheizt, auf dem Kitzsteinhorn und dem Maiskogel.

Hotelzimmer vom Icecamp

Jeden Winter neu: Das „Icecamp“ auf dem Kitzsteinhorn mit Eisbetten, Eisbars und chilliger Musik in drei Iglus wird ausgestaltet vom Künstler Max Seibald und ist frei zugänglich für alle – Foto: Kitzsteinhorn.at

Ausruhen und abtauchen

Ausruhen und abtauchen in rund 20.000 qm Wasser-Wellness im Tauern-Spa heißt es am Abend. Wohlig hocken wir  in einer der schönsten Thermen Österreichs im gläsernen Skylinepool. Vom dampfenden, offenen Bassin schauen wir auf die beleuchtete Burg Kaprun und die gegenüberliegenden Hänge, die wir vor kurzem noch bewältigt haben. Für die meisten nach Jahren zum ersten, aber sicher nicht zum letzten Mal.

Info Ski-Comeback mit TUI:

Idealer Zeitvertreib für die Weihnachts- und Neujahrszeit: Beim Ski-Comeback mit TUI im Salzburger Land unterstützt ein geprüfter Skilehrer die Teilnehmer täglich zwei Stunden. Abgerundet wird das Reisepaket mit einem Drei-Tages-Skipass sowie kostenlosem Skiverleih. Zur Auswahl stehen bestimmte Hotels in den Wintersportregionen Zell am See-Kaprun und Saalbach Hinterglemm Leogang – insgesamt 37 Hotels in 15 Orten im Salzburger Land. „Nach der guten Resonanz im vergangenen Winter haben wir das Angebot für Wiedereinsteiger deutlich ausgeweitet“, sagt Constanze Köhler, Österreich-Expertin bei TUI. Unser Hoteltipp: Perfekt für Euer Ski-Comeback ist die Pension Sonnenhof in Kaprun im Salzburger Land. Skilehrer, Skipass und Skiverleih sind inklusive. Da kann ja nichts mehr schief gehen…

  1. Donnerstag, 13. März 2014 um 09:25 Uhr Annette sagt: Antworten
    Hallo Dagmar! Ich bin gerade mit meiner Familie im Urlaub und dein Blog hat mich dazu angeregt auf dem Rückweg noch im Salzburger Land hal zu machen! Das Icecamp sieht verdammt schön aus! Vielleicht werde ich meinem Mann ja auch einen "Wiederaufbau" Kurs schenken der hängt momentan wirklich hinterher, man merkt ihm die Angst an. Toller Beitrag! grüße, Anne
  2. Freitag, 10. Januar 2014 um 11:11 Uhr Dagmar Gehm sagt: Antworten
    Hallo Manuela, dick eingemummelt wirst Du es auf die Dauer von einem Drink schon aushalten können. Das ist ja an einer Eisbar auch nicht anders, an der manche Wintersportler Stunden verbringen... freiwillig! Bei den frühlingshaften Temperaturen braucht man allerdings eine große Vorstellungskraft, oder? Sonnige Grüße Dagmar
  3. Donnerstag, 09. Januar 2014 um 15:49 Uhr Manuela sagt: Antworten
    Das Foto vom Icecamp sieht sehr einladent aus. Aber ist es nicht zu kalt, wenn man sich da etwas länger aufhält ? Fahre mit meinem Mann und unseren Kinden seit drei Jahren in die winterliche Berglandschaft. Ein schöner Ort um sich zu erholen und die Pisten hinunter zu fahren. Die frische Bergluft tut uns allen immer gut.
  4. Dienstag, 03. Dezember 2013 um 14:21 Uhr Dagmar Gehm sagt: Antworten
    Hallo Rieke, deine Freude auf Powder teile ich! Du klingst ja nicht gerade wie eine Comebackerin sondern wie eine, die immer am Ball geblieben ist, stimmt's? Du hast recht - das Icecamp am Kitzsteinhorn gibt es zwar jedes Jahr, aber jedes Mal ein bisschen anders. Wann warst du dort? Viele Grüße Dagmar
  5. Montag, 02. Dezember 2013 um 13:53 Uhr Rieke sagt: Antworten
    Es wird echt langsam wieder Zeit durch den Powder zu wedeln. Die Idee mit dem Icecamp ist zwar nicht neu aber trotdem immer wieder faszinierend. LG Rieke

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