In alten Städten, verwinkelten Gassen, sanften Hügeln und endlosen Küsten spürt man den Puls der Romantik überall. Anja Knorr zeigt euch die besten romantischen Reiseziele der Welt für einen unvergesslichen Pärchenurlaub.
Der Wind roch nach Salz, die Sonne versank langsam hinter den Dächern von Nizza und seine Hand fand meine. Ich spürte, dass ich ganz da war im Moment in der passenden Stadt mit dem passenden Mann. Wir schauten verträumt auf das Meer in der berühmten Baie des Anges und die Zeit schien still zu stehen.
Solche Orte öffnen die Herzen der größten Pragmatiker. Nähe wird leichter und Gespräche gehen tiefer als der Alltag es oft zulässt. Es sind Orte, an denen wir uns erlauben, ohne Pläne, Ablenkungen und Grenzen einfach zu sein. Reisen zu zweit bedeutet, die Welt mit den eigenen Augen und im Spiegel des anderen zu sehen.
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- Was macht einen Ort wirklich romantisch?
- Klassiker und Geheimtipps
- Frankreich: Paris und die Provence
- Finnland: Zweisamkeit unter den Nordlichtern
- Cornwall: Wo die Küste Geschichten von Liebe erzählt
- Bali: Intimität zwischen Reisfeldern und Dschungel
- Japan: Kirschblüten, Tempel und stilles Glück in Kyoto
- Marokko: Farben, Düfte und Zweisamkeit in den Riads von Marrakesch
- Tipps für eine harmonische Liebesreise
- Romantik beginnt, wo man sie zulässt
Was macht einen Ort wirklich romantisch?
Manche Reiseziele rufen romantische Stimmungen gerade magisch hervor. Vielleicht liegt es am Licht, das weich über eine Landschaft fällt. Oder an Stimmen in einer Altstadt, die klingen, als erzählten sie Liebesgeschichten vergangener Zeiten. Ein Ort wird romantisch, wenn man ihn gemeinsam erlebt. Wenn zwei Menschen das Gleiche sehen und doch etwas völlig Eigenes fühlen. Das kann ein versteckter Garten in Lissabon sein, ein Café in Paris, in dem die Zeit vergessen wurde, oder ein Boot auf einem italienischen See.
Wer Europa zu zweit entdeckt, erlebt Magie auf Schritt und Tritt in verzauberten Winkeln.
Klassiker und Geheimtipps
Frankreich: Paris und die Provence
In Paris ist jeder Blick romantisch, doch wer den Eiffelturm einmal aus einer anderen Perspektive sehen möchte, läuft über die Pont de Bir-Hakeim. Hier spiegelt sich das Wahrzeichen perfekt im Seine-Wasser bei warm-goldigen Sonnenuntergängen. Mein Tipp: Die Pont de Bir-Hakeim ist ein Geheimtipp für Paare, die Fotos mit Herz suchen.
Im Süden Frankreichs in der Provence locken kleine Dörfer wie Uzés, deren rotes Gestein im Sonnenuntergang glüht. Ein Spaziergang durch die schmalen Gassen, Hand in Hand, umgeben von Lavendelfeldern, macht die Zweisamkeit besonders intensiv.
Finnland: Zweisamkeit unter den Nordlichtern
Romantik kann laut sein, oder leise wie Schnee, der in der Nacht fällt. In Finnland ist die Stille fast greifbar. Im Winter funkelt die Luft vor Kälte, und in Lappland scheint die Zeit stillzustehen. In einer gläsernen Hütte in Levi oder Saariselkä liegen Paare nebeneinander auf Rentierfellen und am Himmel tanzen die Aurora Borealis grün, violett und unbegreiflich schön.
Mein Tipp für den Sonnenuntergang: Im Sommer, wenn die Sonne kaum untergeht, lohnt sich eine Fahrt auf den Ounasvaara-Hügel bei Rovaniemi. Von dort aus seht ihr, wie die Mitternachtssonne nur kurz den Horizont berührt, bevor sie wieder steigt. Neugierig geworden? Tipp zum Weiterlesen: Sommerabenteuer in Finnisch-Lappland
Mitternachtssonne in Lappland
Cornwall: Wo die Küste Geschichten von Liebe erzählt
Die Luft Cornwalls riecht nach Salz und Sehnsucht, und zwischen den alten Steinmauern und einsamen Buchten findet ihr das, was in keinem Reiseführer steht: echte Nähe. Tagsüber schlendert ihr durch kleine Orte wie St Ives, wo Künstler, Möwen und Liebende dieselben Gassen teilen. In den Cafés duftet es nach Scones und frisch gebrühtem Kaffee, und wer Glück hat, findet eine windgeschützte Bank mit Blick auf den Hafen. Weiter westlich, in Mousehole, scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Kleine Fischerboote schaukeln im Wasser, während sich das Licht golden auf den Wellen spiegelt.
Mein Tipp: Der wohl romantischste Ort Cornwalls liegt an den Bedruthan Steps, einer wilden Felsküste nördlich von Newquay. Wenn die Sonne hier langsam ins Meer sinkt und die Felsen lange Schatten werfen, wirkt die Landschaft wie aus einem anderen Zeitalter. Tipp zum Weiterlesen: Cornwall mit dem Campervan entdecken
Porthcurno Beach in Cornwall
Bali: Intimität zwischen Reisfeldern und Dschungel
Auf Bali verlangsamt sich der Lebensrhythmus. Zwischen den grünen Reisterrassen von Ubud liegen kleine Hideaways, in denen sich Natur und Zweisamkeit zu einem sanften Rausch verweben. Morgens hört ihr nur das Rauschen der Palmen und das leise Plätschern der Flüsse und Nebel zieht mystisch über den Dschungel.
Bei einem Spaziergang über den Campuhan Ridge Walk in den frühen Abendstunden versinkt die Sonne hinter die Hügel und das Licht wird golden. Wer es noch intimer mag, findet in Sidemen oder Munduk kleine Eco-Retreats – Orte, an denen ihr mit Blick auf den Regenwald frühstückt und die Welt ringsum einfach vergesst. Mein Tipp: Ein privates Dinner bei Kerzenschein am Ufer des Ayung River. Tipp zum Weiterlesen: Lydia zeigt euch ihre persönlichen TOP 8 Sehenswürdigkeiten auf Bali
Liebe ist überall auf Bali
Japan: Kirschblüten, Tempel und stilles Glück in Kyoto
Japan ist Romantik in Zurückhaltung. In Kyoto spürt ihr sie nicht auf den ersten Blick, sondern im leisen Rascheln von Bambus, im Duft von Tee, im goldenen Licht auf alten Tempeldächern. Wenn im Frühling die Kirschblüten blühen, wird die Stadt zu einem Meer aus Rosa und Weiß und somit zum Symbol für die Vergänglichkeit und Schönheit des Moments.
Ein Spaziergang durch den Philosopher’s Path bei Sonnenuntergang ist wie Meditation zu zweit: Das Licht spiegelt sich im Wasser, Blüten treiben auf der Oberfläche, und manchmal reicht ein Blick, um alles zu sagen. Mein Tipp: Der kleine Garten des Hōnen-in-Tempels ist kaum besucht und herrlich ruhig und entspannt.
Auch Einheimische brauchen Urlaub
Marokko: Farben, Düfte und Zweisamkeit in den Riads von Marrakesch
Marrakesch verführt alle Sinne. Farben, Klänge, Gewürze, alles scheint intensiver, dichter, lebendiger. Doch wahre Romantik findet ihr nicht auf den lauten Märkten, sondern hinter den schweren Holztüren der alten Riads.
Hier, in den Innenhöfen voller Orangenbäumen und den plätschernden Brunnen, fällt das Licht durch arabische Bögen. Auf den Dachterrassen glühen die Mauern im Abendlicht, und der Ruf des Muezzins mischt sich mit dem Duft von Minze und Jasmin. Mein Tipp: Beobachtet das bunte Treiben auf einer der Dachterrassen des riesigen Marktplatzes Djemaa el-Fnaa.
Ausblick von den Dachterassen auf das wilde Treiben von Djemaa el-Fna
Tipps für eine harmonische Liebesreise
- Erwartungen loslassen, Erlebnisse teilen: Wer zu zweit reist, lernt schnell, dass die Art, wie man die besuchten Orte gemeinsam erlebt, zählt. Die romantischsten Reisen beginnen dort, wo Erwartungen enden. Statt minutiöser Pläne braucht es Offenheit für das Unerwartete und das Schöne im Kleinen. Plant also weniger und lasst Raum für Zufälle. Oft entstehen die innigsten Momente genau dann, wenn nichts geplant ist.
- Freiraum geben und trotzdem gemeinsam wachsen: Zweisamkeit auf Reisen bedeutet nicht, rund um die Uhr Seite an Seite zu sein. Vielleicht möchte einer morgens allein am Strand joggen, während der andere mit einem Kaffee in der Hand den Sonnenaufgang beobachtet. Akzeptiert, dass Liebe auch atmen darf und Freiraum kein Mangel an Zuneigung ist.
- Kleine Gesten, die große Wirkung haben: Es sind die winzigen Dinge, die eine Liebesreise magisch machen: ein mitgebrachter Blütenzweig, ein heimlicher Zettel im Rucksack, ein Blick, der sagt: „Ich bin froh, dass du hier bist.“ Diese kleinen Gesten schaffen Verbindung.
Romantik beginnt, wo man sie zulässt
Am Ende all dieser Reisen bleibt die Erkenntnis, dass die Romantik kein Ziel auf der Landkarte ist, sondern eine Haltung. Wer sich aufmacht, die Welt zu zweit zu entdecken, findet in jedem Ort ein Stück von sich selbst wieder. In den Gassen von Paris spürt man das Prickeln des Anfangs, auf Balis Reisterrassen das friedvolle Ineinanderfließen zweier Lebensrhythmen, in den marokkanischen Riads die Sinnlichkeit des Alltags.
Was bleibt, wenn die Reise vorbei ist, sind nicht nur Fotos, sondern ein neues Gefühl füreinander und für das Leben. Jeder Ort, den ihr Hand in Hand durchstreift habt, wird zu einem inneren Anker, einem stillen Erinnerungsort. Vielleicht weckt der Geruch von Jasmin später wieder das Gefühl eines Abends in Marrakesch, oder das Rauschen der Wellen erinnert an Cornwall.
