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Unterwegs mit...

Norditalien: 4½ Personen quetschen sich in einen Camper – Teil 1 

06.09.2022
Das Projekt: Im Hochsommer reisen ich, meine Freundin im 6. Monat und unsere zwei Kinder (1 und 4) durch Norditalien. Unsere Unterkunft: Ein Transporter. Ob das gut geht… 

Hier die ersten vier Stationen unserer drei Wochen-Reise durch Bella Italia im Juni 2022. Viel Spaß und Inspiration! 

Norditalien mit dem Camper – Teil 1 

1. Venedig (2 Tage): Kinderwagen-Hebewerk

Die Mission: Heil am Markusplatz ankommen

Ich hatte mich auf ein Touristenmekka eingestellt: hergerichtet, unauthentisch und voll von Menschen. Tatsächlich war die schwimmende Stadt ein Traum, alt und natürlich und die meisten Ecken waren menschenleer. Das lag aber auch daran, dass wir von unserem Stellplatz in Mestre („San Giuliano Venice“, ist Venedig am nächsten) mit der Fähre angereist sind. Die kommt in einem abgelegeneren Teil von Venedig an, eher im Nordosten. Bus und Zug dagegen schütten die Reisegäste im Westen der Stadt aus. 

Unser Ziel: Der Markusplatz. Laut Google Maps 16 Minuten zu Fuß. Mit Kindern eineinhalb Stunden. Denn wir mussten unsere einjährige Tochter im Kinderwagen über die Brückentreppen heben. Und es gibt dort viele Brücken. Sehr viele. Viertel Stunde den echt unglaublich schönen Markusplatz reinwürgen und dann schnell zurück die letzte Fähre erwischen 😅  

Zurück ging es mit dem Wasserbus (wesentlich günstiger als das Wassertaxi) auf dem Canal Grande Richtung Fährhafen Fondamente Nove.

Herrlich die Aussicht auf die uralten Gebäude.

Danach noch ein paar Brücken nehmen (langsam reichts) und ab in die Fähre. Die romantische Insel verschwindet hinter uns in der Abenddämmerung. Ein standesgemäßer Abschied von der schwimmenden Stadt.  

2. Ein Spiaggia Libera: Kleine Abkühlung am Strand (4 Tage) 

Nach dem Städtetrip war uns nach Strand. Aber nach einem ohne dicht gedrängte Liegen. Also ging die Fahrt zum Spiaggia libera di Ravenna. Ein schönes Fleckchen, mit Holzsteg durch die wilden Dünen und ohne Liegenzwang.  

Abends siedelten wir ins „Piomboni Camping Village“ über, im Pinienwald gleich hinterm Strand. Eeeeiiiigentlich wollten wir ja nur zwei Tage dort bleiben, aber den Kindern gefiel der Pool dort so gut … wir mussten länger bleiben … Das Essen im Restaurant hat uns nicht dazu bewegt, Nudeln und Pizza waren nicht gut (und ich bin echt nicht mäkelig) 🙁 

3. Bologna: Almer Mater (Tagesausflug) 

Nachmittags im Uni-Viertel: So lässt es sich leben

Auf die 400.000 Einwohner-Stadt haben wir uns sehr gefreut, schließlich ist es DIE Studentenstadt Italiens und hier gibt es die älteste Universität Europas zu bestaunen. Wir wurden kein bisschen enttäuscht.  

Zuerst parkten wir unserem Camper auf einem bewachten Parkplatz und fahren dann mit dem Bus zum Universitätsviertel. Hier bietet sich ein paradiesisches Bild: Überall sitzen unzählige Studenten, auf den Piazzas, in den antiken Säulengängen und in meisterlich verzierten Fakultätsgebäuden. Irgendwie ist es hier surreal und schön zugleich: Die jungen Leute genießen ganz selbstverständlich den Tag in einem Viertel, das wirkt wie ein Freilichtmuseum. Und das beste: Im Supermarkt kann man sich Wein zapfen! 

Aber auch was wir sonst noch von Bolognas Zentrum gesehen haben, ist wunderbar erhalten. Überall majestätische Arkaden, die uns Abkühlung bieten in der zugegebenermaßen unangenehmen Stadthitze (circa 35 Grad Celsius). Dazu die traumhaften Marmorböden überall – Kinderwagenschieben war nie leichter!  

Was uns sonst noch gefallen hat? Neben dem Univiertel die Piazza Maggiore mit dem Neptunbrunnen und der für italienische Verhältnisse modernen Kirche Basilica San Petronio, die beiden schiefen Türme und das leckere lokale Streed Food in der Markthalle Mercato di Mezzo – unbedingt den Pasta-Laden und den Dessert-Stand ansteuern!

Der Meeresfrüchte-Salat ist auch ’ne Empfehlung

Abends fahren wir dann noch zu einem Bauernhof in den Bergen, auf halbem Weg zur nächsten Station. Weil wir erst um 22:30 Uhr ankommen kriegen wir von der Mama der Bauern-Familie eine heftige Ladung italienisches Temperament ab. SO wurde ich seit der Schule nicht mehr ausgemeckert! 

4. Parma: Hitze (2 Tage)

Die Festungsmauer ist riiieeesig!

In Parma wollen wir Maria treffen, eine Ex-Kommilitonin meiner Freundin, die hier aufgewachsen ist. Leider ist es in Parma aber auch für Juni viel zu heiße 38 Grad warm. Nicht nur, aber vor allem, für meine schwangere Freundin. Vor unserem Date kühlen wir uns im weitläufigen Zitadellenpark ab, der in einer schönen Festungsanlage liegt.  

Seht euch unbedingt die imposante kleine Basilica di Santa Maria della Steccata an. Wobei, die unzähligen anderen kleinen Kirchen der Stadt sind sicherlich genauso sehenswert. Die berühmte Bibliothek der Stadt ebenso. Man kann eine Führung mitmachen, für unsere Familie mit Kleinkindern eher suboptimal. Aber schon der Anblick des monumentalen Baus von außen ist atemberaubend.

Die Bibliothek: auch riesig!

Abends treffen wir dann Maria und ihren Freund im riesigen Parco Ducale auf der anderen Seite des Flusses Parma, wo es etwas ruhiger zugeht. Sie sagen, dass Parma eine reiche Stadt ist. Deswegen also die vielen schönen Villen überall!   

Dann geht es zurück zu unserem Nachtquartier. Wir lassen unseren Camper dieses Mal auf dem Parkplatz stehen. Die Nacht wird heiß, sehr heiß. Unser Kompressor-Kühlschrank muss nun auch nachts hart arbeiten und wir können bei der Hitze nicht schlafen. Dafür belohnt uns Italien am nächsten Tag mit einer seiner schönsten Gegenden: Den Cinque Terre

Mehr dazu im zweiten Teil unseres Norditalien-Abenteuers! 🙂

Teil 2 unserer Norditalien-Reise: Hier gehts zum Beitrag.

Ihr sucht noch einen passenden Camper? Dann schaut mal hier.

Mehr Infos zu Italien Urlaub hier.


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