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Roadtrip USA: Der spektakuläre Küstenstreifen Big Sur in Kalifornien

31.01.2020

Unsere Reihe der Roadtrips durch die USA geht weiter. Unsere Reisebloggerin Anja Knorr hat ein Jahr im sonnigen Kalifornien verbracht und sich in die fantastische Landschaft von Big Sur verliebt. Was es beim Roadtrip durch diesen ursprünglichen Abschnitt Kaliforniens zu entdecken gibt und was ihr dabei alles beachten solltet, erfahrt ihr im heutigen Artikel.

Roadtrip USA Grafik

Unsere Reihe geht weiter: Die besten Routen für einen Roadtrip durch die USA – Dieses Mal: Kalifornien

Tipps für diese Route

Strecke: Die Strecke verläuft zwischen Carmel und San Simeon und ist etwa 100 Kilometer lang.

Reisezeit: Mai bis September gilt als optimale Reisezeit für Kalifornien.

Reisdauer: Ihr könnt die Strecke gut an einem Tag zurücklegen. Wer die Landschaften genießen und Abstecher ins Landesinnere machen möchte, sollte aber mehr Zeit einplanen.

Übernachtungen: Hier habt ihr die Qual der Wahl, denn es stehen euch tolle Campingmöglichkeiten, Lodges, Hotels und sogar Kloster in bester Berglage (das New Camaldoli Hermitage) als Übernachtung zur Verfügung.

Der kalifornische Highway 1 ist legendär und sehnsuchtsweckend zugleich. Er klingt nach Freiheit und amerikanischer Lebensfreude. Die atemberaubenden Aussichten, verwunschene Redwood-Wälder, unberührte Wanderwege und wunderschöne Strände tun ihr übriges. Lange bevor ich den Highway selbst mit dem Auto befuhr, kannte ich den Küstenabschnitt aus unzähligen Hollywoodfilmen, und als ich mich endlich vor Ort befand, erschien mir alles seltsam vertraut und doch exotisch-neu.

Insbesondere Big Sur, der schroffe und bergige Abschnitt in der Mitte zwischen Carmel und San Simeon hat es dabei zu Weltruhm gebracht. Schwärmerische Artikel der New York Times oder der Washington Times lobten Big Sur als „eine der schönsten Küsten überhaupt, ein abgelegener Straßenabschnitt mit mythischem Ruf“.

Condé Nast Traveller ernannte die State Route 1 durch Big Sur zu einer der 10 weltberühmten Straßen, vergleichbar mit dem Broadway in New York City.

Big Sur Schild

Hier geht’s lang! (Shutterstock/Gustavo Frazao)

Dabei ist Big Sur keine offizielle Gebietsbezeichnung, sondern vielmehr ein Hinweis auf die spanische Kolonialgeschichte. Übersetzt bedeutet Big Sur so viel wie „Großer Süden“ und stammt noch aus einer Zeit, in der die Region die spanische Kolonie Alta California war.

Die Strecke können Besucher locker an einem Tag schaffen, doch wer mehrere Tage Zeit mitbringt, hat definitiv mehr von der unberührten Landschaft und den versteckten Orten. Immerhin sollte in Big Sur der Weg das Ziel sein. Jede Kurve birgt eine neue schöne Aussicht auf tiefblaues Wasser, steile Klippen und sanft abfallende Berge. Im Frühling erblüht das sonst so kahle Kalifornien in bunten Farbtupfern. Wasserfälle, felsiges Gelände, idyllische Strände, Brücken und gigantische Wellen bieten für alle Besucher etwas!

1. Highlight: Bixby Creek Bridge

Bixby Bridge

Über die Bixby Bridge muss man einmal im Leben rüberfahren

Sobald man über die weltberühmte Bixby Brücke gefahren ist, wissen Reisende, dass sie sich in Big Sur befinden. Die Landschaft ist atemberaubend schön, und ich fühle mich wie ein mondänes Starlet, das seinen amerikanischen Traum lebt.

Die Bixby Creek Bridge ist aufgrund ihres ästhetischen Designs inmitten ursprünglicher Natur eine der meistfotografierten Brücken Kaliforniens. Die Stahlbetonbrücke liegt 190 Kilometer südlich von San Francisco in Monterey County an der State Route 1 und ist das ultimative Fotomotiv schlechthin.

Bixby Creek Bridge

Was für ein Blick von der Bixby Creek Bridge (Shutterstock/Michael Urmann)

2. Highlight: Point Lobos Naturschutzgebiet

Point Lobos USA

Seelöwen in Point Lobos

Es heißt, dass Point Lobos der schönste State Park in ganz Kalifornien sei. Als ich dort ankam, zahlte ich 10 USD Eintritt und fuhr hinunter zum Bird Island Trail, einer meiner Lieblingsstrecken. Der Wanderweg führt an eine Bucht, an der Seelöwen sich in der Sonne aalen und sich durch nichts in der Welt stören lassen.

Als nächstes geht es zurück nach Gibson Beach, um meine Zehen in den weißen Sand zu tauchen und die überwältigende Natur wirken zu lassen.

3. Highlight: Andrew Molera State Park

Kalifornien USA

Idyllisches Hinterland

Den nächsten Stopp lege ich im Andrew Molera State Park ein. Dort gibt es ein paar schöne Wanderungen, wie den Creamery Meadow Trail. Die atemberaubende Klippenwanderung führt vorbei an unvergesslichen Aussichtspunkten.

Übrigens lohnen sich auch immer wieder Abweichungen von der Strecke. Ich fahre einfach in die Berge ohne Ziel und lasse mich treiben vorbei an sanften Hügeln, auf denen Kühe weiden und das Meer nie weit entfernt.

4. Highlight: Charmantes Carmel

Kalifornien Big Sur

Jeder Strand ein Hit

Carmel-by-the-Sea ist ein kalifornisches Juwel und zeigt, wie Kalifornien vor vielen Jahrzehnten einmal gewesen sein könnte. Es hat europäisches Flair mit einem starken kalifornischen Touch. Schönes Wetter, wunderschöne Bougainvillea-Pflanzen, süße kleine Läden und tolles Essen inklusive.

Ich verbrachte Tage in den Boutiquen und Galerien der Stadt und genoss bei Sonnenuntergang Abendessen in den vielen guten Restaurants am Carmel Beach.

Mein Tipp: Clint Eastwood war hier nicht nur Bürgermeister der Stadt, sondern ist auch Eigentümer des kuscheligen Hotels Mission Ranch. Hier könnt ihr gut essen und die wunderschöne Umgebung genießen.

Zu guter Letzt: 3 Tipps für den perfekten Roadtrip in Big Sur

Mc Way Falls

Weiteres Highlight am Küstenstreifen Big Sur: Der Wasserfall McWay Falls beim Julia Pfeiffer Burns State Park (Shutterstock/Adonis Villanueva)

TUI HOTELTIPP: VENTANA INN & SPA

Ventana Inn & Spa

Das wunderschöne Ventana Inn & Spa befindet sich in traumhafter Lage inmitten der Natur und mit Blick auf die Pazifikküste. Zu den Highlights des Adults-Only-Luxushotels gehören außerdem der schicke Wellnessbereich, die modern eingerichteten Zimmer mit Wohlfühlfaktor und der Weinkeller.

Mehr Infos zum Hotel auf tui.com

Neuland entdecken: Einfach mal den Highway 1 zu verlassen und abseits der ausgelatschten Touristenpfade versteckte Perlen zu entdecken ist immer zu empfehlen. So verschwindet die enge Palo Colorado Road in einem Wald voller Redwoods, während die Nacimiento Road sich spektakulär an den Hängen entlang schlängelt.

Startet etwas später in den Tag: Generell sind die frühen Morgenstunden die besten, um eine neue Gegend zu erkunden. Allerdings sind in Big Sur nicht nur eine Horde anderer Touristen auf die gleiche Idee gekommen, sondern die Besucher müssen sich Straßen mit der Rush Hour der Einheimischen teilen, die zur Arbeit fahren.

Nimm Dir Zeit: Der Verkehr an einem der größten Touristikhighlights der USA ist teilweise chaotisch und voll mit Menschen, die sich auf die klassischen Fotostopps beschränken und schnell abhaken wollen. Doch nur mit Zeit und offenem Geist im Gepäck entdecken Reisende eine Region mit fantastischer Natur und einer wunderschönen Aussicht nach der anderen. Nicht umsonst wird Big Sur regelmäßig zu einem der schönsten State Parks Kaliforniens gewählt.

Um es mit den Worten von einem der es wissen muss, dem amerikanischen Schriftsteller Henry Miller, zu sagen:

Big Sur ist das Kalifornien, von dem die Menschen vor Jahren geträumt haben. Dies ist das Gesicht der Erde, wie der Schöpfer es sich vorgestellt hat.

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