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Verliebt in Jordanien: Warum das unterschätzte Land mein Herz gewonnen hat

12.10.2018
TUI Bloggerin Lydia
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Jordanien – die meisten verbinden mit diesem Land entweder ein unsicheres Gefühl oder einfach gar nichts. Doch wer sich traut dieser exotischen Schönheit eine Chance zu geben, der wird überrascht sein und einzigartige Urlaubserinnerungen sammeln.

„Ihr wollt nach Jordanien reisen? Wie seid ihr denn auf die Idee gekommen?“, diese Frage bekam ich eigentlich von allen gestellt, die von meinen Reiseplänen erfuhren. Doch gerade das Unbekannte war für mich so reizvoll.

Tatsächlich rückte das Land zum ersten Mal in meinen Fokus, nachdem ich eine Plakatwerbung des jordanischen Tourismusverbands gesehen hatte. Dort wurde es als geheime Tauchdestination beworben, sodass mein Interesse sofort geweckt war. Ansonsten war mir das Land nur aus dem Film „Der Marsianer“ ein Begriff. Zu meiner Überraschung war auch noch keiner meiner Bekannten dort gewesen. Es fühlte sich also tatsächlich wie ein Geheimtipp an. Ich begann mich zu belesen. Und wie bei keinem anderen Land zuvor, konnte ich gar nicht mehr aufhören, denn alles rief nach Abenteuer, Einsamkeit und Freiheit.

…alles rief nach Abenteuer, Einsamkeit und Freiheit.

Jordanien in 8 Tagen

Unsere Route durch Jordanien

Die Jordanier sind ein unglaublich freundliches Völkchen

Bei meiner Rechercher spielte natürlich das Thema Sicherheit eine große Rolle. Ich durchforstete das Internet, Zeitungen und schrieb über Soziale Netzwerke mit Menschen, die ihren Urlaub bereits dort verbracht hatten. Meine Quellen zeichneten ein eindeutiges Bild: Alle haben sich sicher gefühlt. Keiner hatte bei seiner Jordanien Reise etwas Negatives zu berichten. Im Gegenteil, das Land gilt sogar als Stabilisator der gesamten Region.

Vor Ort waren die Menschen regelrecht geschockt, dass Jordanien im Ausland als so unsicher wahrgenommen wird. Denn die Jordanier sind wirklich unglaublich freundlich, friedlich und interessiert an ihren Gästen.

TUI HOTELTIPP: Luxus am Toten meer

Hilton Dead Sea: In diesem großen Luxushotel verbrachten wir entspannte Tage. Das Tote Meer liegt natürlich direkt vor der Tür und ist von vielen Zimmer schön zu sehen. Ansonsten steht ein Pool inkl. Bar zur Verfügung. Das Buffet ist umfangreich. Von den vielen Humus-Varianten konnte ich nicht genug bekommen.

Schon bald stellte ich fest, dass Jordanien landschaftlich, kulturell und kulinarisch unglaublich spannend ist. Da es so viele Highlights gab, war für mich schnell klar, dass ich eine Rundreise mit dem Mietwagen machen werde. Daher haben wir uns in Amman ein Auto genommen und in Aqaba wieder abgegeben, auch wenn das eine extra Einwegmiete kostet. Das Fahren funktioniert in Jordanien erstaunlich gut, hat man sich erstmal an die vielen Bumper und den trubligen Verkehr gewöhnt.

Unser erster Stopp war das Tote Meer, dessen Ufer 400 Meter unter dem Meeresspiegel liegt. Es ist somit das am tiefsten liegende Gewässer der Erde. Durch den extrem hohen Salzgehalt von rund 37 Prozent (die Konzentration ist 10-mal höher als im Mittelmeer) schwebt man im Wasser ohne unterzugehen. Das fühlt sich unglaublich faszinierend an, ist aber nur schwer zu beschreiben. Es ist ein Gefühl, dass sich so an keinem Ort der Welt erleben lässt.

Totes Meer in Jordanien

Schweben bei 37° Grad Wassertemperatur

Die Landschaften sind beeindruckend!

Nach der Entspannung stand für uns Action auf dem Programm, denn Jordanien war für mich während der Recherche zum Inbegriff eines individuellen Abenteuerlandes geworden. Daher ging es für uns zum Canyoning ins Wadi Mujib. Wir mussten uns etwas überreden lassen, Schwimmwesten und wasserdichte Taschen mitzunehmen, denn wer würde dies mitten in dieser trockenen Gegend schon brauchen? Doch es dauerte nur rund 10 Minuten bis der anfänglich seicht vor sich hinplätschernde Mujib-Fluss tief und reißerisch wurde, sodass wir tatsächlich schwimmen mussten. In einem wilden Wechsel aus Schwimmen, Wandern, Springen, Klettern, an Seilen entlang- und hochziehen, kämpften wir uns durch atemberaubende Schluchten und türkis-schimmerndes Wasser bis zum Ziel, einem kleinen Wasserfall. Auf dem Rückweg konnte man sich bequem zur Mündung treiben lassen, wobei zwischendurch Abgründe und Wasserfälle überwunden werden mussten. Das waren rund 2 Stunden Adrenalin pur.

Weiter ging es für uns in die Ruinenstadt Petra, die zum UNESCO-Welterbe zählt und Heimat der Nabatäer war, einem Verbund alter Nomadenstämme. Die Stadt prägte die arabische Geschichte maßgeblich und, auch wenn sie ihre Blütezeit hinter sich hat, wirkt sie immer noch überaus beeindruckend. Plant viel Kraft und Durchhaltevermögen ein, denn die Erkundung dauert Stunden (sogar mehrere Tage könntet ihr füllen). Bei rund 35 °Grad, zahllosen Stufen und wenig Schattenplätzen ist das eine wirklich schweißtreibende Angelegenheit. Doch es lohnt sich!

TUI Blogtipp: Anja zählt Petra zu ihren ganz persönlichen 7 Weltwundern. Welche noch dazu gehören, erfährst du hier ► Meine ganz persönlichen 7 Weltwunder

Jordanien Petra

Das Imposante lässt sich kaum in einem Bild einfangen: Das Kloster Ad Deir

Diese Sandwüste!

Die nächste Station war Wadi Rum. Mit dem Besuch erfüllte ich mir einen lang ersehnten Traum, denn ich wollte schon immer eine Sandwüste sehen. Zudem hatten die feuerroten Landschaften aus „Der Marsianer“ mein Fernweh angeheizt.

Mit dem Jeep fuhren wir durch die fast menschenleere Wüste. Der Blick konnte frei umherschweifen. Was für ein Gefühl von Freiheit. Zwischendurch hielten wir an beeindruckenden Felsformationen oder rannten einfach glücklich wie Kinder über den feinen Sand der Dünen. Die Nacht verbrachten wir im Freien unter den Sternen, während der glänzende Mond die Wüste erhellte. Nur das Knistern des Lagerfeuers und die Dromedare, die uns abends zum Essen besuchten, verursachten Geräusche. Pure Stille. Ein unbekanntes und angenehmes Gefühl, denn man ist allein mit sich selbst und der stillen Erhabenheit der Wüste.

Alles was das Licht berührt...

Freiheit und Einsamkeit im Wadi Rum

Den Abschluss unserer Reise verbrachten wir in Aqaba. Die für arabische Verhältnisse äußerst quirlige Stadt bildet einen Kontrast zu unserer weitestgehend menschenleeren Reise bisher. Doch Aqaba hat seinen eignen Reiz. Überall gibt es günstiges Essen und andere kalte Getränke außer Wasser, ein echter Luxus nach unserer Wüstentour. Es ist auch ein schönes Gefühl sich wieder auf kleine Dinge zu freuen (wie ein Bier), nachdem man sich mangels ihrer Abwesenheit so sehr danach gesehnt hatte.

Jordanien ist ein absoluter Tauch-Geheimtipp

Neben dem Luxus uns den Bauch vollzuschlagen und die Annehmlichkeiten des Hotelzimmers zu nutzen, gingen wir noch auf Entdeckungsreise im Wasser. Tauchen stand auf dem Programm, schließlich war das meine erste Sehnsucht nachdem ich die Jordanien-Werbung gesehen hatte. Und tatsächlich erwies sich das Tauchen in Jordanien als Geheimtipp, denn es waren nur wenige andere Taucher dabei, während die Riffe und Unterwassersehenswürdigkeiten in Takt waren. Die Tauchgänge waren dabei wirklich spektakulär und voller neuer Eindrücke. Aufgrund der Kürze der Zeit unternahmen wir gleich drei Tauchgänge an einem Tag. Dabei ging es bei hervorragender Sicht bis zu 26 Meter tief zum Wrack „Cedar Pride“, zum Panzer „The Tank“ und zum Flugzeug „C-130 Hercules“.

Das war nur ein kleiner Einblick in unsere Jordanien Rundreise mit dem Mietwagen. Ich bin in jedem Fall total beeindruckt, wie ihr merkt. Der Urlaub war unglaublich abwechslungsreich, denn das Land hat überraschend viele, ganz besondere Sehenswürdigkeiten zu bieten und ich verbinde Jordanien mit einem absoluten Gefühl von Freiheit und Friedlichkeit. Ich freue mich, wenn euch ein wenig Lust auf eine Jordanien Reise machen konnte, denn das Land ist es wirklich wert. Falls ihr (was kaum möglich ist) noch mehr Argumente braucht, habe ich sie hier für euch kurz zusammengefasst 😉

8 Gründe, wieso ihr nach Jordanien reisen solltet:

1. Kurzer Flug, exotisches Ziel

Ihr könnt nonstop von Berlin nach Amman, Jordaniens Hauptstadt, fliegen. Und so steigt ihr nach nur rund vier Stunden (eine Stunde Zeitverschiebung) in einer völlig anderen Welt aus. Die Flüge sind aktuell recht teuer, doch weitere Airlines wollen dieses Ziel neu erschließen.

2. Freundlichkeit der Jordanier

Ich habe die Menschen als ein unglaublich offenes und freundliches Volk kennengelernt. Niemandem wird etwas aufgezwungen, ein freundliches aber bestimmtes „Nein“ wird stets akzeptiert. Fremde werden schnell auf eine Tasse Tee eingeladen. Dabei sind beliebte Gesprächsthemen mit deutschen Gästen natürlich Autos, Fußball und Angela Merkel.

3. Herz von Arabien

Jordanien liegt genau in Arabien und ist dabei wesentlich sicherer als viele seiner Nachbarn. So bekommt ihr einen tollen Einblick in das Leben, wobei das Land auch anderen Kulturen gegenüber offener ist.

4. Wunderschöne Natur

Alle, die die Natur lieben, sind hier genau richtig. Weite Ebenen, heiße Quellen, Wüste, Berge, Wasserfälle und zwei Meere – die Landschaft ist spektakulär!

5. Zahlreiche Kulturgüter

Jordanien hat eine lange und belebte Geschichte. Überall finden sich mit Wüstenschlössern, Pilgerstätten, Burgen und historisch bedeutsamen Städten wie Petra, Ajloun oder Jerash Spuren verschiedenster Kulturen. Amman und Aqaba bieten auch einen Einblick in die Kultur des heutigen Jordaniens.

6. Leckeres Essen

Das meine Reisebegleitung drei Kilogramm abgenommen hat, kann ich nur auf unser volles Aktivitätsprogramm schieben, denn die jordanische Küche ist unglaublich lecker und abwechslungsreich. Dabei kommen Brote mit verschiedenen Dips wie Humus oder Tahini, Reis mit Gemüse z. B. Auberginen, Tomaten, Kichererbsen oder Fleisch, im Süden auch Fisch, auf den Tisch. Die Naschereien sind sehr süß und mit Trockenfrüchten oder Nüssen verfeinert. Unverzichtbar für alle Jordanier ist der zuckersüße Schwarztee.

7. Abenteuer erleben

Das Land ist ein Mekka für Abenteuerlustige. Canyoning, bei dem ihr an eure Grenzen geht, Übernachtungen in der Wüste, stundenlange Entdeckungstouren in extremer Hitze, Kletter- und Trekkingtouren in außergewöhnlichen Landschaften, Tauchgänge zu und durch versunkene Wracks, Schiffe oder Panzer, Sandboarding und Quadausflüge sind nur einige Beispiele.

8. Individuell und abseits der Menge

Das Jordanien kein überlaufenes Reiseziel ist, versteht sich von selbst. Mir gefiel es, das Land neu und in Ruhe zu entdecken und so die Authentizität einer fremden Kultur und unberührte Landschaften zu erleben.


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