Panoramablick auf die Stadt Edinburgh, Schottland

Die 10 beliebtesten Edinburgh Sehenswürdigkeiten

Edinburgh ist eine Stadt, die jedes Mal aufs Neue begeistert. Hier treffen mittelalterliche Gassen auf hippe Locations, mystische Legenden auf lebendige Straßenkunst. Und überall diese schottische Schönheit, die einfach unter die Haut geht. Berit zeigt dir die 10 beliebtesten Edinburgh Sehenswürdigkeiten, inklusive Geheimtipps. 

Ich muss gestehen, vor meinem ersten Edinburgh-Trip war ich etwas skeptisch. Ich dachte, Edinburgh ist einfach eine von vielen europäischen Hauptstädten mit Burg und Geschichte. Aber (Spoiler): da lag ich ganz schön falsch! Denn die schottische Hauptstadt ist anders. Und damit meine ich wirklich anders. 

Edinburgh besteht aus New Town und Old Town (die übrigens zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören), hat Ecken und Kanten, ist rau und authentisch. Ich liebe das einfach! Und ja, es ist manchmal grau und regnerisch, aber genau das macht den Charme aus. Bei so einem Wetter gibt es nichts Schöneres, als in einem der gemütlichen Cafés zu sitzen, in denen J.K. Rowling angeblich Teile von Harry Potter geschrieben hat. Davon abgesehen beeindruckt diese Stadt mit unglaublichen Kontrasten. Wie so ein Tag in Edinburgh aussehen könnte? Morgens kletterst du auf einen erloschenen Vulkan, danach wanderst du durch unterirdische Gassen aus dem 17. Jahrhundert und abends sitzt du in einer Bar, die aussieht wie Hogwarts’ Wohnzimmer.  

Was ich an dieser Stadt besonders liebe? Sie ist kompakt. Du erreichst alles super zu Fuß und kannst dich einfach treiben lassen. Ich habe dir die 10 beliebtesten Edinburgh Sehenswürdigkeiten zusammengestellt – die Orte, die du auf keinen Fall verpassen solltest. „Fàilte gu Dùn Èideann“: Willkommen in Edinburgh! 

Inhalt

    Die 10 beliebtesten Edinburgh Sehenswürdigkeiten

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  • Edinburgh Castle

  • Das Edinburgh Castle residiert auf dem 140 Meter hohen Vulkanfelsen Castle Rock wie King Charles höchstpersönlich: diese Burg hat einfach eine mega Präsenz. Von innen ist sie genauso beeindruckend, wie sie von außen wirkt. Die schottischen Kronjuwelen glitzern und funkeln um die Wette, aber mein persönliches Highlight ist der Stone of Destiny. Dieser unscheinbare Stein, auf dem Könige gekrönt wurden, sieht aus wie ein normaler Stein, hat aber mehr Geschichte erlebt als wir alle zusammen. 

    Für schreckhafte Gemüter als Vorwarnung: Jeden Tag um 13 Uhr (außer sonntags) wird’s laut. Da erklingt ein donnernder Kanonenschuss, die sogenannte One O`Clock Gun. Ich habe mich so erschrocken, nur um dann in ein grinsendes schottisches Gesicht zu blicken – die Einheimischen lieben es, wenn ahnungslose Touristen dieses Spektakel zum ersten Mal erleben. 

    Mein Tipp: Kauf dein Eintrittsticket am besten vorab online und sei entweder direkt zur Öffnung oder am späten Nachmittag da, dann ist es nicht ganz so voll.

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  • Royal Mile

  • Die Royal Mile ist nicht nur eine Straße. Sie ist das Herz von Edinburgh, laut, bunt und voller Leben. Hier passiert einfach alles. 

    Ein Straßenmusiker spielt Dudelsack, es werden Selfies geschossen und irgendjemand versucht, dir eine Ghost Tour zu verkaufen. Aber zwischen all dem Trubel gibt es hier auch etwas ganz Besonderes: die sogenannten „Closes“. Kleine Gassen, die von der Hauptstraße abzweigen. Bieg unbedingt mal in eine dieser Closes ab. Du wirst kleine Innenhöfe finden, ein verstecktes Café und das Gefühl, einen Geheimtipp entdeckt zu haben. Jede Gasse hat ihren eigenen Charakter und ihre eigenen Geschichten. Ach ja, und probier unbedingt mal das Shortbread in einem der kleinen Läden, also das richtig handgemachte. So yummie!  

    Und wenn du im August in der Stadt bist, während des Edinburgh Festivals, dann wird die Royal Mile zu einer der größten Open-Air-Bühnen der Welt. Musiker, Straßenkünstler, Theatergruppen und Musiker an jeder Ecke – einfach unglaublich inspirierend!

    🚩Kombiniere einen Rundgang durch die Royal Mile mit dem Edinburgh Castle bei einer Tour und entdecke die Geschichte der Stadt.

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  • St. Giles‘ Cathedral

  • Mitten auf der Royal Mile findest du eine weitere der beliebtesten Edinburgh Sehenswürdigkeiten: die St. Giles‘ Cathedral. Du kannst sie gar nicht verfehlen, denn der kronenförmige Turm ist unverkennbar. Die beeindruckende Kirche, die auch High Kirk of Edinburgh genannt wird, stammt aus dem 12. Jahrhundert, wurde von König David I. gegründet und ist über 900 Jahre alt. 

    Im 14. Jahrhundert zerstörte ein verheerendes Feuer die Kathedrale. Danach wurde sie im gotischen Stil wieder aufgebaut. John Knox, der berühmte schottische Reformator, hielt hier seine Predigten. Eine Statue von ihm kannst du vor der Kirche bewundern. Innen wirst du staunen: bunte Glasfenster, die beeindruckende Thistle Chapel (Kapelle des schottischen Ritterordens) und jede Menge Geschichte an den Wänden. Heute finden hier Gottesdienste, Konzerte und Ausstellungen statt. Der Eintritt ist frei, aber eine Spende wird gern gesehen. Gönn dir ein paar Momente Ruhe zwischen dem Royal Mile-Trubel, es lohnt sich!

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  • Arthur’s Seat

  • Arthur’s Seat ist der Grund, warum ich in Edinburgh nie ein schlechtes Gewissen wegen der vielen Cafébesuche habe. Dieser 251 Meter hohe Berg liegt mitten in der Stadt im Holyrood Park. Ein erloschener Vulkan aus der Zeit vor Millionen von Jahren, unglaublich, oder? Zur Namensgebung gibt es verschiedene Theorien, eine von ihnen ist die Verbindung zu den Legenden rund um König Artus. Aber so richtig geklärt werden konnte das bis heute nicht.   

    Auf jeden Fall ist der Arthur’s Seat mein Lieblings-Workout mit Aussicht. Der Aufstieg ist ein bisschen anstrengend, aber in circa 45 Minuten machbar. Und wenn du oben auf dem Berg stehst, weißt du, wofür es sich gelohnt hat. Ganz Edinburgh liegt dir zu Füßen, dahinter das Meer, drumherum die schottischen Highlands. An klaren Tagen kannst du ewig weit schauen. Pack aber unbedingt eine Jacke ein und wähle festes Schuhwerk, denn das schottische Wetter steckt immer voller Überraschungen!

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  • Dean Village

  • Edinburgh an sich ist ein Ort, wo es sich ganz oft anfühlt, als sei die Zeit stehengeblieben. Das Dean Village setzt aber nochmal einen drauf. Dieses ehemalige Mühlendorf aus dem 12. Jahrhundert ist einer meiner absoluten Lieblingsorte in der Stadt. 

    Das verwunschene Mini-Dorf liegt nur etwa 10 bis 15 Minuten zu Fuß vom Stadtzentrum entfernt und du tauchst dort wirklich in eine andere Welt ein. Der Fluss Water of Leith schlängelt sich durch das malerische Viertel, gesäumt von Fachwerkhäusern, historischen Gebäuden und einer grünen Umgebung. Die herrliche Ruhe wird nur vom Vogelgezwitscher und dem Plätschern des Wassers unterbrochen.   

    Dean Village ist mein Geheimtipp für dich, wenn du dem Trubel der Innenstadt entfliehen und Postkartenidylle genießen möchtest. Cafés und Geschäfte gibt es dort nicht, da es eine Wohngegend ist. Aber du kannst im Village großartige Fotos schießen und romantische Spaziergänge genießen.

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  • Calton Hill

  • Am östlichen Ende der berühmten Princes Street liegt ein weiterer, spektakulärer Viewpoint, von dem aus du einen unvergesslichen Blick über Edinburgh hast: Calton Hill. Der 103 Meter hohe Hügel ist gespickt mit Monumenten im griechischen Stil. Das macht diesen Ort zu etwas ganz Besonderem, wenn du bedenkst, dass du ja in Schottland bist. 

    Historische Gebäude wie das National Monument, das Nelson Monument, die Stadtsternwarte oder das Dugald Stewart Monument sind nicht nur sehenswert und tolle Foto-Spots, sondern erzählen auch jede Menge Geschichten aus längst vergangenen Zeiten. Der Aufstieg auf den Calton Hill dauert nur circa 10 Minuten, und oben angekommen wirst du mit einem Wahnsinnsblick belohnt. Zur Golden Hour treffen sich hier auch viele Einheimische, eine schöne Gelegenheit, um mit den Schotten ins Gespräch zu kommen.  

    Mein Geheimtipp: Beende deinen Ausflug auf den Calton Hill mit einem Besuch im „Cafe Calton“. Diese schöne Location liegt direkt auf dem Hügel, mit Panoramablick über Edinburgh.

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  • Palace of Holyroodhouse

  • Du bist Fan von royalen Geschichten? Dann ist der Holyrood Palace dein place to be! Das beeindruckende Gebäude ist die offizielle schottische Residenz von King Charles III und absolut sehenswert.  

    Prunkvolle Räume, Staatsgemächer und Kunstwerke sind aber nicht alles, was dieser Ort zu bieten hat. Mindestens genauso interessant sind die Geschichten von Mord, Intrigen, Verschwörungen und verbotener Liebe. Ich garantiere dir, das ist besser als jeder Netflix Thriller! Witzigerweise diente der Holyrood Palace schon öfter als Filmkulisse. 

    Über einen Audioguide wird dir zum Beispiel die spannende Lebensgeschichte der schottischen Königin Maria Stuart erzählt, die sieben Jahre im Palast residiert hat. Sie hatte ein sehr bewegtes Leben, unglaublich, was diese Frau an Dramen durchgemacht hat. Ich hatte Gänsehaut pur! 

    Einen halben Tag solltest du einplanen, um den Palast inklusive der Gärten und der Holyrood Abbey in Ruhe erkunden zu können.

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  • The Real Mary King’s Close

  • Falls du schwache Nerven hast, scroll lieber weiter. Wenn du aber, so wie ich, Gruselgeschichten liebst, dann ist The Real Mary King`s Close genau das Richtige für dich!  

    Unter den heutigen City Chambers an der Royal Mile liegt ein unterirdisches Labyrinth aus engen Gassen und Wohnhäusern aus dem 17. Jahrhundert. Diese Straße war einst voller Leben, bis 1645 die Pest ausbrach und alles veränderte. Im 18. Jahrhundert wurden die alten Gebäude einfach zugemauert und neue Gebäude drüber gebaut.  

    Buch dein Ticket am besten vorab online, denn die Touren sind sehr beliebt, Geistergeschichten und Gänsehaut inklusive! Die circa 60-minütige Tour durch The Real Mary King`s Close wirst du so schnell nicht vergessen. Guides in historischen Kostümen erzählen dir von den über 600 Menschen, die hier lebten, arbeiteten und starben. Von der Pest, die Edinburgh heimsuchte und den Opfern, die in ihren eigenen Häusern eingemauert wurden.   

    🚩Wenn dir The Real Mary King`s Close doch zu gruselig ist, lerne die unterirdischen Gassen bei einer gespenstischen Untergrund-Tour kennen.

    toplist_block_title © Adobe Stock | Pedro
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  • National Museum of Scotland

  • Du schaust morgens aus deinem Hotelfenster und es regnet – also typisch schottisches Wetter? Macht nichts, denn das ist die perfekte Gelegenheit, das National Museum of Scotland zu besuchen. Und das Beste ist: es kostet dich keinen Eintritt. Das Museum liegt an der Chambers Street in der Altstadt und ist eine Fusion aus dem modernen Museum of Scotland und dem historischen Royal Museum mit seiner viktorianischen Glashalle

    In diesem Museum bekommst du wirklich alles geboten! Verschiedene „Galleries“ auf mehreren Stockwerken zeigen dir schottische Archäologie, Designermode durch die Jahrhunderte, Kunst, Naturgeschichte, Technologie und Kulturen aus aller Welt. Allein die Grand Gallery mit ihren hohen Pfeilern und der Millennium Clock, die jede Stunde mit Musik und Lichtern aufleuchtet, ist ein Highlight. 

    Besonders spannend fand ich die interaktiven Stationen, das geklonte Schaf Dolly und das T-Rex Skelett. Du kannst im National Museum of Scotland locker einen halben Tag und länger verbringen, es gibt unendlich viel zu sehen!

    toplist_block_title © Adobe Stock | Dani Liso
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  • Whisky Experience

  • Mal ehrlich: was wäre ein Besuch in Schottland, ohne den berühmt-berüchtigten schottischen Whisky zu probieren? Natürlich kannst du dafür in einen der zahlreichen Pubs in Edinburgh gehen. Viel mehr Spaß macht aber eine der geführten Whisky-Touren und dafür gibt es eine absolute Top-Adresse in der Stadt: die „The Scotch Whisky Experience“ auf der Royal Mile.  

    Unter anderem erzählen dir echte Profis die wichtigsten Facts über die schottische Whisky-Herstellung, du erlebst Whisky-Tasting in einem unvergesslichen Rahmen, genießt speziell für dich gemixte Cocktails und kannst am Ende natürlich auch deinen Lieblingswhisky erstehen und mit nach Hause nehmen. 

    Funfact: Der schottische Whisky (Scotch) unterliegt strengen traditionellen Herstellungsregeln. Er muss in Schottland destilliert, gereift und abgefüllt werden, besteht aus Wasser, Gerste und Hefe und muss mindestens drei Jahre in Eichenfässern lagern. Slàinte Mhath! (zum Wohl!) 

    Geheimtipps

    Weitere Edinburgh Sehenswürdigkeiten

    The Milkman Coffeeshop: Der Coffeeshop in der 52 Cockburn Street ist mein absolutes Lieblingscafé in Edinburgh. Der Kaffee ist wirklich hervorragend, genauso wie das Gebäck. Außerdem gibt es hier den schönsten und gemütlichsten Fensterplatz, besonders bei Regenwetter ein Highlight!    

    Ausflug zum Portobello Beach: Wenn du einen Tag am Meer verbringen möchtest, bringt dich der Bus ab Princes Street in circa 25 Minuten zum Portobello Beach, dem „Stadtstrand“ von Edinburgh. Der tolle breite Strand und die Promenade mit Cafés und Streetfood-Ständen laden zu einem ausgedehnten Spaziergang ein.

    Edinburgh bietet natürlich noch viele weitere beliebte Sehenswürdigkeiten. Welche davon kennst du schon und kannst du weiterempfehlen? Schreib es uns in die Kommentare! 😊  

    Wichtige Fragen zu Edinburgh Sehenswürdigkeiten

    Wie viele Tage braucht man in Edinburgh?

    Für Edinburgh solltest du idealerweise 3 bis 4 Tage einplanen. So hast du genug Zeit, die mittelalterliche Altstadt, das beeindruckende Castle und die gemütlichen Pubs entspannt zu erleben. Wenn du auch Ausflüge in die Highlands oder ans Meer machen möchtest, lohnt sich eine ganze Woche. Edinburgh begeistert mit einer Mischung aus Geschichte, Kultur und modernem City-Vibe – perfekt für einen abwechslungsreichen Kurztrip mit vielen besonderen Momenten.

    Was hat Harry Potter mit Edinburgh zu tun?

    Edinburgh gilt als echte Harry-Potter-Stadt. Die Autorin J. K. Rowling schrieb hier große Teile der berühmten Bücher – oft in gemütlichen Cafés mit Blick auf die Altstadt. Viele Orte in Edinburgh sollen sogar Figuren und Schauplätze inspiriert haben, darunter der Friedhof Greyfriars Kirkyard oder die verwinkelten Gassen der Stadt, wie zum Beispiel die berühmte Victoria Street. Wenn du durch Edinburgh spazierst, fühlst du schnell die magische Atmosphäre, die perfekt zur Welt von Harry Potter passt. Für Fans ist die Stadt deshalb ein absolutes Highlight.

    Wann ist die beste Zeit in Edinburgh?

    Die beste Zeit für Edinburgh ist zwischen Mai und September. Dann erwarten dich angenehm milde Temperaturen, lange Tage und eine besonders lebendige Stimmung in der Stadt. Im August wird Edinburgh mit weltberühmten Festivals, Straßenkünstlern und Konzerten zum kulturellen Hotspot. Wenn du es etwas ruhiger magst, sind Frühling und Herbst ideal – perfekt für entspannte Spaziergänge durch die historischen Gassen und grüne Parks. Selbst bei typisch schottischem Wetter hat Edinburgh immer seinen ganz besonderen Charme.

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