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Meeresrauschen

Martinique – Frankreich in der Karibik

21.11.2019
TUI Bloggerin Gabriela
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Reisebloggerin Gabriela besucht ein Stück Frankreich in der Karibik und möchte herausfinden, ob Martinique so ganz anders ist, als das Mutterland in Europa.

Vor vielen Jahren bin ich einmal für ein paar Tage auf Martinique gewesen. Seitdem ist viel Zeit vergangen und auch der eine oder andere Hurrikan über diese Region der Karibik gebraust.

Martinique

Martinique

Martinique gehört zu den Kleinen Antillen, den Inseln über dem Wind, d.h. von ca. Mitte Mai bis Anfang November ist hier die Hurrikan Saison und damit auch Regenzeit.

Martinique liegt zwischen Dominica und St. Lucia und gehört tatsächlich zu Frankreich. Damit können Deutsche mit dem Personalausweis einreisen und werden auch für gewöhnlich gar nicht danach gefragt. Es ist ja schließlich ein Inlandsflug!

Ja, ein Inlandsflug, denn fast alle Flüge nach Fort-de-France, der Hauptstadt von Martinique, starten in Paris-Orly. Da viele Flüge von Deutschland nach Paris-Charles de Gaulle gehen, muss der Flughafen gewechselt werden. Hier sollte bei der Übergangszeit nicht gespart werden. Drei Stunden sind Minimum, besser sind vier, denn das Gepäck muss natürlich mitgenommen werden.

Nach meinem Umzug von Norddeutschland in die Nähe von Freiburg ist jetzt Basel mein „Heimatflughafen“ und hier habe ich Glück, denn die Flüge gehen über Orly.

Nach gut 13 Stunden landen wir in Fort-de-France, das uns mit feuchtheißer Luft und dicken grauen Wollen empfängt. So sind wir froh, dass unser Mietwagen eine Klimaanlage hat. Rund um die Hauptstadt stehen wir im Stau, das ist hier normal. Da wir uns in Frankreich befinden, klappt es mit dem Handy und Google Maps sehr gut, so dass wir nach ca. 30 Minuten in unserem Hotel in La Pagerie in Les Trois-Ilets ankommen.

La Pagerie

Den Ort könnte man aber auch mit einem Fährboot ab Hafen Fort-de-France erreichen.

Wir werden herzlich und auf Englisch empfangen, was durchaus nicht immer die Regel ist. Ich werde schnell merken, dass ich meine fast verschollenen Französischkenntnisse hervorkramen muss.

Die Zimmer sind nett eingerichtet und haben teilweise eine Kitchenette, die aber verschlossen ist, wenn man den Aufpreis nicht bezahlt. Wir sind froh, dass unser Zimmer zum innenliegenden Garten und Pool liegt, so ist es ein wenig ruhiger. Das Frühstück wird als leckeres Buffet im teilweise offenen Restaurant eingenommen und ist recht umfangreich. Zu Abend haben wir in einem der vielen umliegenden Restaurants gegessen. Für jeden Geschmack gibt es etwas, vom Burger bis zum mehrgängigen kreolischen Menü.

Da wir nur vier Tage auf Martinique sein werden, wollen wir natürlich so viel wie möglich sehen. Daher machen wir uns früh am nächsten Morgen auf in den Norden der Insel. Den Stau rund um Fort-de-France ertragen wir mit karibischen Klängen aus dem Radio und dann geht es kurvenreich an der Steilküste entlang nach La Precheur.

Le Precheur

Unterwegs fahren wir durch viele kleine Ort, die teilweise wie ausgestorben sind. Die Fenster sind geschlossen, fast alle Läden auch. Die Saison ist zu Ende. In Le Precheur haben wir Glück, dass wir einmal ganz kurz den noch aktiven Vulkan Montagne Pelée ohne einen Wolkenhut sehen können, dann ist der 1397 Meter hohe Vulkankegel mit seinen grünen Flanken wieder eingehüllt. Man kann ihn auch besteigen, aber das sparen wir uns bei dieser feuchten Hitze. Hier in Le Precheur finden wir einen menschenleeren, schwarzen, steinigen Strand, der anscheinend nur von ein paar Seevögeln und uns besucht wird. Der weiße Leuchtturm im Hintergrund macht sich gut als Kontrast. Wir wollen nun noch nach Grand Riviére ganz im Norden.

Grand Rivière

Wenn wir zu Fuß wären, könnten wir die ca. 15 Kilometer auf einem kleinen Weg entlang der Steilküste laufen und dort noch auf einige Relikte der längst ausgelöschten Ureinwohner stoßen. Wir sind aber mit dem Auto da und müssen nun den ganzen Berg umfahren. Das ist eine Fahrt über teilweise einspurige Straßen, durch Bananenplantagen hindurch, an Zuckerrohrfeldern entlang und vorbei an stillgelegten Rumdestillerien, von denen nur noch Ruinen übrig sind.

In Grand Rivière, zu dieser Zeit ein ganz verschlafenes kleines Örtchen, bekomme ich im örtlichen Eiscafé zwar noch ein Eis, aber Kaffee gibt es keinen mehr. Die Saison ist beendet. Genussvoll verzehre ich mein Eis im kleinen Hafen, der recht idyllisch liegt und von einigen ganz kleinen Sandstränden umgeben ist.

Eigentlich wollen wir noch mehr von der Insel sehen, aber es ballen sich nahezu schwarze Wolken zusammen und so machen wir uns langsam auf den Rückweg. Im Swimmingpool des Hotels entspannen wir auch im Regen.

La Caravelle

Die Halbinsel La Caravelle auf der anderen Seite Martiniques ist unser nächstes Ziel. Hier weicht das üppige Grün des Inselnordens einer eher trockenen Landschaft mit einigen Hügelchen und schönen, helleren und momentan menschenleeren Stränden. Die vielen, jetzt fast alle geschlossenen Strandbuden zeigen aber, dass es in unseren Wintermonaten hier sicher ganz anders und vor allem viel bevölkerter zugeht.

Le Chateau Dubuc

Die Ruinen eines Herrschaftshauses und der dazugehörigen Rumdestillerie liegen still auf einem Hügel. Mit einem englisch/französischen Audioguide wird die Geschichte des Hauses erklärt. Viel hören wir dazu über die Sklaverei. Ohne die unzähligen Sklaven aus Afrika, wäre die Rumproduktion in der Karibik in diesem Umfang gar nicht möglich gewesen. Unten, jenseits der Mangroven wurden die Fässer dann gleich verschifft. Von hier starten auch mehrere Wanderwege.

Um dem nächsten Schauer zu entgehen, besuchen wir auf der Rückfahrt noch die Habitation Clément.

Habitation Clément

Diese bis spät ins 20. Jahrhundert noch geöffnete Zuckerrohrfabrik mit Rumdestillerie zeigt eindrucksvoll, wie Rum hergestellt wird. Noch lagern unzählige gefüllte Rumfässer in den Hallen. Nach dem Rundgang durch den riesigen Garten mit seinen Kunstinstallationen und der Fabrik, dürfen wir noch den einen oder anderen „geistigen Tropfen“ im Shop verkosten.

Natürlich wollen wir auch einen der wunderschönen, langen, weißen Sandstrände besuchen. Dafür brauchen wir gar nicht so weit fahren. Wir suchen uns Grande Anse des Salines aus.

Grande Anse des Salines

Hier, ganz im Süden, ist es landschaftlich komplett anders. Karger, ein paar Viehweiden, denn die Gegend ist von den großen Salinen geprägt. Direkt an der Strandstraße können wir parken. Am Strand ist nicht viel los, obwohl es Samstag ist und ein strahlend blauer Himmel zumindest uns ins türkisblaue Wasser lockt. Hier ist also der typisch karibische Strand, wie ich ihn mir vorstelle. Weiß, feinsandig, Palmen, warmes Wasser, leichte Wellen. Herrlich!

Vor unserem Abflug wollen wir uns noch ein wenig die Hauptstadt Fort-de-France anschauen. Vor allem eigentlich den Botanischen Garten, aber das fällt wegen heftiger Regenfälle aus. Wenigstens ist der Guss von oben warm.

So laufen wir durch die kleine Altstadt, die teilweise Fußgängerzone ist und bewundern die alten Kolonialhäuser. Fotos gibt es nicht, dafür regnet es zu stark.

Mein Fazit zu Martinique

Martinique ist keine typische Badeinsel, aber einfach zu bereisen, da man sich ja quasi „in Europa“ befindet. Ohne PKW geht gar nichts, denn öffentlichen Nahverkehr gibt es in den kleinen Orten nur sehr wenig. Wer tolle Strände will, findet sie auf La Caravelle oder im Süden, bei den Salinen. Es finden sich viele koloniale Relikte überall auf der Insel. Wanderwege sind auch in großer Zahl vorhanden und wer segeln möchte, kann von hier aus zu den Grenadinen starten (was wir für eine Woche auch getan haben).

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