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Ratgeber

Minimalistisch reisen – So packst du nie wieder zu viel

22.05.2019

Unsere Reisebloggerin Anja Knorr weiß, wie man mit wenig Gepäck um die Welt reist und trotzdem immer passend gekleidet ist. Damit Übergepäckgebühren der Vergangenheit angehören, hat sie ihre besten Tipps zum Packen zusammengestellt.

Ich reise seit fast zwanzig Jahren und bin ein alter Hase im „Packgeschäft“. Ich weiß, wie viel ich wofür und wann ich packen muss. Oder besser gesagt: Ich sollte es wissen. Denn diesen Winter begann ich einen der ältesten Fehler der Welt: Ich kramte einen riesigen Koffer aus den Untiefen meines Kellers hervor und fing an, ihn mit jeder Menge Klamotten aufzufüllen. Er schien wie ein Fass ohne Boden zu sein und voller Freude stellte ich fest, dass ich neben meiner halben Tauchausrüstung, meinen Lieblingsklamotten und jeder Menge unnützer Zeug immer noch Platz fand. Also schmiss ich einfach weiter Dinge hinein, bis ich ihn kaum noch schließen konnte. Ich fühlte mich halb im Wahn und verstand selber nicht, warum beim Wiegen meine Alarmglocken nicht losschrillten: Unglaublich schwere 24,3 Kilogramm!

gepackte Koffer

Wie kann ich minimalistisch packen? Mit diesen 11 Tipps bist du mit weniger Gepäck unterwegs!

Wie sollte ich dieses schwere Ding die nächsten drei Monate durch Afrika wuchten? Wird schon irgendwie klappen, schließlich sei ich mittlerweile älter und modischer unterwegs, redete ich mir ein.

Und das Ende vom Lied? Mein Freund beschwerte sich die ganzen Monate über den schweren Koffer, den er natürlich durch die Gegend ziehen durfte. Und nicht nur einmal auch über Sandwege und hohe Treppen hinaufschleppte, während ich seinen kleinen Rucksack kaum auf meinem Rücken spürte.

Für deinen Urlaub so wenig wie möglich zu packen, kann nicht nur Beziehungen retten, sondern auch deinen Rücken. Mit meinen 11 Packtipps reduzierst du spielend leicht Verpackungsgewicht und schaffst Platz in deinem Koffer, ohne dieselbe Unterwäsche vier Tage hintereinander zu tragen.

Minimalistisch reisen: Das sind die Vorteile

Noch nicht überzeugt? Dann schaue dir die Vorteile des minimalistischen Reisens an:

💼 Übergepäckgebühren gehören der Vergangenheit an.
💼 Bei Billigfliegern musst du keine Gebühren für aufgegebenes Gepäck zahlen, wenn du nur Handgepäck mitnimmst.
💼 Backpacken ist dadurch viel einfacher, gerade wenn du mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bist.
💼 Dein Rücken wird es dir danken!

1. Hole dir einen kleineren Koffer oder Rucksack

Wie eingangs beschrieben, wird dich zusätzlicher Stauplatz auch dazu verführen, mehr einzupacken. Ich reise – meistens zumindest – mit einem 55 Liter bzw. 10 Kilogramm Rucksack. Und wenn meine, zuvor rausgelegten Kleidungsstücke nicht hinein passen, überlege ich mir dreimal, ob ich diese wirklich brauche.

Ohne den Platz landen viele Kleidungsstücke wieder im Schrank.

2. Packe die Must-Haves ein, nicht die Nice-to-Haves

Das bringt mich gleich zum zweiten Punkt:

Frage dich bei jedem Kleidungsstück, ob du es wirklich brauchst?

Müssen wirklich drei Paar Schuhe eingepackt werden? Hast du tatsächlich beim letzten Griechenland-Urlaub das Glätteisen benutzt? Wie oft kommst du aus dem Urlaub zurück und hast nur einen Bruchteil deines Koffers getragen? Der Rest scheuerte die Hände und den Rücken wund.

3. Nimm dir Zeit beim Packen

Im letzten Moment zu packen, löst leicht Stress aus und endet im wahllosen Vollstopfen. Daher lege ich Tage vor der Abreise alle Dinge, die ich mitnehmen will, auf einen Haufen und sortiere dann konsequent aus. Die Standardfrage lautet: Brauche ich das wirklich?

4. Packe Kleidung für eine Woche

Capsule Wardrobe

Lege dir die Outfits am besten schon vorher zusammen. So packst du nichts Unnötiges ein. (shutterstock/

Es ist einfach viel einfacher, Wäsche zu waschen, als wochenlang Kleidung zu tragen. Und gerade in warmen Ländern trägt man letzen Endes doch nur das luftige Sommerkleid oder die Shorts zum Strand. Tipp: Lege dir am besten Outfits zusammen, die du tragen wirst. So packst du auch nur Kleidung ein, die deiner Meinung anch zusammenpasst.

5. Zwei Paar Schuhe reichen aus

Flip Flops

Zwei Paar Schuhe reichen im Urlaub völlig aus. Es sei denn, ihr habt spezielle Aktivitäten vor, wie z.B. Wandern.

In diesem Sinne reichen auch ein paar feste Schuhe und ein paar Flip Flops bzw. Sandaletten. Ich trage meine Turnschuhe beim Fliegen und werfe de Flipflops in die Tasche. Meine sexy Stöckelschuhe hatte ich noch nie auf Bali und dergleichen an. Wären auch zu unbequem im Sand am Strand.

6. Trage das Schwerste beim Fliegen

Flughäfen und Flieger sind meist eisig kalt wie ein Gemüsekühllager. Daher trage ich meine Jeans und feste Schuhe immer beim Fliegen und lasse die dünnen T-Shirts im Gepäck. Bei der Ankunft bade ich lieber dreißig Minuten im Schweiß, als dass meine Arme abfallen.

7. Mutti hatte recht: Kleide dich nach dem Zwiebelprinzip

Mein persönlicher Packtipp: Ein fetter Pulli kann so schwer sein wie zwei, drei dünne T-Shirts mit langen Ärmeln. Mehrere Schichten übereinander zu tragen, hält warm und man kann immer wieder eine Schicht ausziehen ohne den Koffer zuzumüllen, wenn sich die Temperaturen dramatisch ändern.

8. Vergiss dein Handtuch – nimm einen Sarong

Frau mit Sarong am Strand

Ein Sarong kann als Handtuch, Schal, Kopfkissen und als Kleid herhalten. (shutterstock/)

Die meisten Hotels stellen ein Handtuch bereit. Und wenn du an den Strand willst, oder dein Hotel zufällig bei den Handtüchern geschlampt hat, funktioniert ein Sarong genauso gut. Er ist handlicher, trocknet schneller und kann nebenbei zum Schal oder Strandtuch genutzt werden und locker an einer Tasche hängen.

Ein Sarong ist mein absoluter Favorit und egal, wo es mich auf dieser Welt hin verschlägt, immer dabei. Mein Tipp: Sarongs sind oft günstiger und von besserer Qualität, wenn sie vor Ort gekauft werden.

Überhaupt gibt es viele Dinge, die man nicht nur für den eigentlichen Zweck nutzen kann. Das Smartphone ist ja auch nicht nur Telefon, sondern zusätzlich noch Fotokamera, Taschenrechner, Übersetzer, Musikbox, Reiseführer usw.

9. Groß ist nicht immer besser

Kosmetik im Handgepäck

Die großen Kosmetikbehältnisse könnt ihr gut und gern daheim lassen und dafür die Kosmetik in kleinere Flaschen abfüllen. (Shutterstock/)

Shampoo, Conditioner, Duschgel – Ich habe lange Haare und ein 100ml Shampoo reicht einen Monat. Fülle deine großen Tuben in kleine Reisesets, selbst wenn du dein Gepäck aufgibst. Vor Ort kannst du im Hotel deine Kosmetikartikel auffüllen. In fast jedem Hotel liegt zumindest Seife aus, meist auch Shampoo.

10. Hartseifen im Handgepäck

Wer viel mit Handgepäck fliegt, ist bestimmt schon auf diese Idee gekommen: Seifen und Shampoo-Hartseife halten ewig, sind leichter und eben nicht flüssig. Sie kommen daher durch jeden Security Check am Flughafen durch. In einem Behälter sind sie übrigens leicht verstaut und können nichts schmutzig machen bzw. auslaufen.

11. Nutze Packfächer

Packfächer im Koffer

Mit Gepäckfächern oder/und Packbeuteln behältst du den Überblick! (shutterstock/mdbildes)

Ich habe viele Reisewaschtaschen ausprobiert und lange meine Klamotten wahllos durcheinander in den Koffer geschmissen. Mittlerweile falte ich jedes Kleidungsstück fein säuberlich zusammen und stecke sie in farblich unterschiedliche Beutel. So kann ich auf einen Blick erkennen, ob es sich um Unterwäsche oder Kleider handelt. Auch wird auf diese Weise kein Kleidungsstück mit Fettflecken beschmiert.

Zu guter Letzt solltest du immer daran denken, dass es auf der ganzen Welt Geschäfte gibt – selbst an den scheinbar abgelegensten Orten! Wenn du etwas vergessen hast, kannst du es dort kaufen. Ja, es gibt sogar auf Sumatra Zahnpasta. In diesem Sinne: Gute Reise!

Hast du noch mehr Packtipps? Dann verrate sie uns gern in den Kommentaren!


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