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Kultur

Unvergessliche Rundreise durch das spektakuläre Botswana

29.05.2019

Unsere Reisebloggerin Anja Knorr ist eine echte Afrika-Expertin und war schon viel auf dem Kontinent unterwegs. In Botswana reiste sie mit einem Allradwagen mit Popup-Zelt auf dem Dach quer durch das vielfältige und abwechslungsreiche Land, schlief auf Zeltplätzen und kochte unter Afrikas klarem Sternenhimmel. Dabei entdeckte sie die Kraft der Stille für sich und überkam ihre Angst vor Einsamkeit.

Botswana gilt als Sehnsuchtsort für Safari-Liebhaber. Das Land ist gut ausgebaut und gilt als relativ sicheres und entspanntes Reiseland, in dem die legendären Big 5 aus Leopard, Elefanten, Löwen, Büffel und Nashörner beobachtet werden können. Einst galten diese Tiere bei Großwildjagden als am schwierigsten und gefährlichsten zu jagen. Mittlerweile ist die Großwildjagd in Botswana verboten und das Land setzt lieber auf nachhaltigen Tourismus.

Eines der sieben Naturwunder Afrikas: Das Okavango-Delta

Okavango-Delta

Viele Tiere seht ihr im Okavango Delta in Botswana

RUNDREISE DURCH BOTSWANA

13-tägige Safari Truck-/Minibusrundreise durch Botswana mit Unterbringung in ausgewählen Lodges!

Ihr macht Halt:

  • im Okavango Delta und fahrt mit dem Mokoro
  • im Moremi Wildreservat
  • in Maun
  • bei den Makgadikgadi Pans
  • im Chobe-Nationalpark
  • und bei den Victoria Falls

Mehr Infos zur Rundreise
Weitere Angebote für Botswana findet ihr hier

Die meisten Besucher haben ein klares Ziel vor Augen, wenn sie nach Botswana kommen: Das Okavango-Delta. Das riesige, sumpfige Inlandsflussdelta im Norden von Botswana erstreckt sich über 15.000 Quadratkilometer der Kalahari-Wüste und wird vom namensgebenden Okavango-Fluss gespeist. Es steht wohl auf einer Stufe mit der weltberühmten Serengeti in Tansania und dem Krüger Nationalpark in Südafrika.

Seine ausgedehnten Grasebenen werden jedes Jahr in der Regenzeit überschwemmt und zu einem Anziehungspunkt der Tiere der Region.

Durch seine riesigen Säugetierpopulationen und den weltberühmten Tierwanderungen wurde das Okavango-Delta im Jahr 2014 in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen und gilt als eines der sieben Naturwunder Afrikas. Es wird von der Moremi Game Reserve am östlichen Rand und den zahlreichen Wildtierkonzessionen in der umliegenden Region Ngamiland geschützt.

Das nahgelegene Städtchen Maun gilt als Basislager, um seine Touren in der Region zu organisieren. Die Stadt selber bietet nicht viel mehr als Unterkünfte und einige Bars, in denen man den Staub der Safaris wegtrinken kann. Aber in keinem anderen Örtchen der Region werden derart viele Safaris angeboten. Es lohnt sich ein paar Tage Zeit zu nehmen und die unterschiedlichen Tourveranstalter abzuklappern, um ein Schnäppchen zu finden.

Darüber hinaus werden Fahrrad- und Anglertouren, Kanufahrten, Reitersafaris, Vogelbeobachtungen und Flüge über die ausgedehnten Wildnisgebiete des Deltas angeboten.

Ich entschied für mich eine Safari in der Moremi Game Reserve und eine Kanufahrt durch das Delta.

Safari in der Moremi Game Reserve

Moremi Game Reserve

Im Moremi-Wildreservat

Das Moremi Game Reserve Naturschutzgebiet erstreckt sich über den östlichen und zentralen Teil des Okavango-Deltas. Dadurch, dass das Moremi-Wildreservat kein Nationalpark ist, dürfen die einheimischen BaSarwa Buschmänner weiter im Park leben. Obwohl nur um die 5.000 Quadratkilometer groß, ist die Biodiversität überraschend groß: Akazienwälder, Lagunen, Wälder und Savannen so weit das Auge reicht.

Während meiner Fahrt durch den Park sahen wir unzählige Flusspferde, Löwen, Giraffen, Elefanten, Zebras und noch viel mehr. Ich hätte ohne Ranger die meisten Tiere gar nicht erspäht, so gut versteckt und angepasst leben die meisten von ihnen im Delta. Als wir an einem unscheinbaren Baum vorbeifuhren, wunderten wir uns schon, warum ein Auto langsam um den Baum herum kreiste wie ein Geier um sein Aas.

Löwe im Moremi Game Reserve

Wunderschön, aber doch beängstigend. Wir erspähen einen schlafenden Löwen im Moremi Game Reserve.

Plötzlich stockte mir der Atem. Aus meinem weit geöffneten Fenster sah ich einen imposanten Löwen keine fünf Meter vor mir friedlich einem Kätzchen gleich auf dem Rücken schlafen, die Tatzen weit von sich gestreckt. Er sah wunderschön aus, zugleich aber auch beängstigend und riesig.

Nicht weit von ihm entfernt, döste seine Herde im Schatten des Baumes und ließ sich von unserem Auto nicht im Geringsten stören. Unser Guide Leo lächelte meine Bedenken weg und bestätigte mir, dass ein Löwe nur das Auto als großes Tier sehen würde und uns kleinen Menschen darin noch nicht mal wahrnehmen würde. Trotzdem kurbelte ich zur Sicherheit mein Fenster hoch.

Den wilden Tieren so nah wie nie

Botswana vom Wasser aus erleben

Bei den traditionellen Mokoros kommt man den Wassertieren ganz nahe.

Eine weitere beliebte Safari-Art ist eine Fahrt in den traditionellen Mokoros, den Dugout-Kanus der einheimischen Bevölkerung.

Leise gleitet das Kanu durchs Wasser und kommt dadurch der Tierwelt ganz nah. Elefanten grasten an Wasserstellen und Krokodile und Warane züngelten in unserer Nähe.

Mokoro

Mit dem Mokoro durchs Wasser

An einer Insel legten wir an und durften uns die Beine vertreten. Angesichts der Tierwelt, die wir vorher auf unserem Trip gesehen hatten, war mir etwas mulmig in der Magengegend. Aber unser Guide versicherte uns, dass es absolut sicher wäre, durch die trockene Savanne zu spazieren.

Elefanten im Chobe Nationalpark

Elefanten im Chobe Nationalpark

„Wer wie ich von Elefanten fasziniert ist, der ist im Chobe Nationalpark gut aufgehoben.“

Elefanten sind die größten Landtiere der Welt. Ihr Lebensraum wird allerdings immer kleiner und nur in Botswana gilt ihr Bestand mit 130.000 Tieren noch als gesichert. Für mich stellen die sanften Kolosse ein absolutes Highlight dar.

Elefanten berühren mich mit ihrer Sensibilität, Verspieltheit und aufopferungsvoller Fürsorge für ihre Kranken und Schwachen.

Sie können Wasserstellen über Kilometer hinweg wittern und spenden kranken Familienmitgliedern mit Berührung Trost. Fast menschenähnlich verhalten sie sich in ihren Familienclans, die vom stärksten und erfahrensten Weibchen angeführt werden.

Wer wie ich von Elefanten fasziniert ist, der ist im Chobe Nationalpark gut aufgehoben. Der Park liegt am Chobe River nordöstlich vom Moremi Park und ist für das riesige Vorkommen seiner Elefanten bekannt. Im weitläufigen Park leben rund 50.000 Kalahari-Elefanten, die bis zu vier Meter hoch werden können. Allerdings sind ihre Stoßzähne im Vergleich zu ihrer enormen Größe recht kurz, da der Boden in Botswana bei weitem nicht so nährstoffhaltig sein soll wie etwa in Kenia.

Die Trockenzeit verbringen diese Elefanten am Chobe River und Linyanti River. Dagegen wandern sie in der Regenzeit um die 200 Kilometer bis in den Nordwesten Simbabwes. Grenzen gelten für die sanften Riesen schließlich nicht.

Die Jahreszeit und der Regen bestimmen auch die Straßenverhältnisse im Chobe Nationalpark. Ohne Allradwagen kommt man im Park nicht herum, viele „Straßen“ bestehen aus nicht mehr als schlammigen Pfützen und sandigen Pfaden.

TUI Lodgetipp: Die 4* Chobe Safari Lodge grenzt im Norden an den Chobe Nationalpark und eignet sich bestens als Ausgangspunkt für eure Safari. ► Mehr Infos zur Lodge findet ihr auf TUI.com

Die größte Salzwüste der Welt: Die Makgadikgadi-Salzpfanne

Makgadikgadi-Pfanne

Die Makgadikgadi-Salzpfannen lassen sich während der Trockenzeit mit einem Allradfahrzeug gut entdecken.

TUI CAMPER MIETEN IN BOTSWANA

Ihr wollt wie Anja reisen und Botswana mit dem Wohnmobil bereisen? Dann schaut euch mal bei TUI Camper um!

Alle Wohnmobilangebote für Botswana

Vergesse die Salar de Uyuni in Bolivien! Der größte Salzflachkomplex der Welt liegt in Botswana: Jene Salzpfannen sind größer als die Schweiz und bilden das Bett des alten Makgadikgadi-Sees, der vor Jahrtausenden zu verdampfen begann. Diese Pfannen, die durch Sandwüsten miteinander verbunden sind liegen südöstlich des Okavango-Deltas und mitten in der Kalahari-Wüste. Die Größten sind die Sua, Nwetwe und Nxai-Pfannen.

Der Nationalpark der Makgadikgadi Pans besteht aus nahrhaften Graslandschaften und zieht Tausende von Tieren, wie Wasserböcke, Buschböcke und Flusspferde an. Stundenlang durch diese scheinbar endlosen Salzpfannen mit ihrer trockenen, salzigen Lehmkruste zu fahren hat etwas Magisches und Meditatives.

Ein Gefühl der grenzenlosen Freiheit und unerschöpflichen Möglichkeiten stellte sich ein. Wir waren oft stundenlang die einzigen Menschen in einer menschenfeindlichen Umgebung.

Aber wir hatten ein Ziel: Kubu Island mit seinen bizarr geformten Baobab-Bäumen mitten in der Wüste.

Mein Geheimtipp: Kubu Island

Kubu Island

Ein Afrikanischer Affenbrotbaum auf Kubu Island

Kubu Island ist eine trockene Granitfelseninsel im Makgadikgadi Pan-Gebiet. Die Insel liegt nur wenige Kilometer von den Bergbaustädten Orapa und Letlhakane entfernt und ist über Mmatshumo im Distrikt Boteti leicht zu erreichen.

Die gesamte Insel ist ein Nationaldenkmal und wird von den Ureinwohnern der Region als heiliger Ort betrachtet.

Dort gibt es einen kleinen Zeltplatz, auf dem es nichts weiter als eine Toilette und kleine Stellplätze mit Feuerstellen stehen. Aber noch nie habe ich in meinem Leben so gut geschlafen wie dort.

Wir bauten während des Sonnenuntergangs schnell unser Popup-Zelt auf und genossen ein wunderbares Abendessen unter dem endlosen Sternenhimmel Afrikas. Die Nacht war kalt, der Himmel klar und die Stille um uns herum legte sich um meine Seele wie ein fester Schutzmantel.

Am nächsten Morgen erwachte ich noch vor dem Sonnenaufgang und entdeckte die endlosen Weiten ganz für mich allein. Selbst die Natur schien noch zu schlafen. Die Stille war überwältigend.

Die letzten Nashörner in der Khama Rhino Sanctuary

Khama Rhino Sanctuary

Nashörner beobachten könnt ihr in der Khama Rhino Sanctuary

Zu den Big 5 gehören Leoparden, Elefanten, Löwen, Büffel und Nashörner. Aufgrund ihrer langen Hörner wurden die Nashörner fast ausgerottet.

In Botswana ist es schwierig, die Big 5 in freier Wildbahn zu beobachten. Daher schlossen sich die Bewohner von Serowe Anfang der 1990er Jahre zusammen, um die 43 Quadratkilometer große Khama Rhino Sanctuary zu errichten.

Ursprünglich sollten dort nur weiße Nashörner aufgepäppelt werden, aber als ein schwarzes Nashorn von Simbabwe über die Grenze zog, war dies der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Seitdem leben dort dreißig weiße und vier schwarze Nashörner. Wenn du eines dieser riesigen Tiere beobachten willst, ist ein Besuch in der Sanctuary ein Muss. Daneben leben dort auch Gnus, Impalas, Strauße, braune Hyänen, Leoparden und mehr als 230 Vogelarten.

Geheimnisvolle Kalahari-Wüste

Anja Knorr in Botswana

Ich in Botswana

Die 900.000 Quadratkilometer große Kalahari-Wüste erstreckt sich über einen Großteil Botswanas, Teile Namibias und Regionen Südafrikas. Auf einer Fahrt durch Botswana befindest du dich einen Großteil der Zeit quasi in der Kalahari-Wüste. Ihre halbtrockene Sand-Savanne kann das ganze Jahr über besucht werden.

Allerdings eignen sich die regnerischen Monate von Dezember bis März am besten für Tierbeobachtungen, wenn sich die Tiere im Deception Valley zum Trinken um die Salzpfannen sammeln.

Die Kalahari ist ein extrem weitläufiges Gebiet, das mich mit seinem kargen Buschland sehr an Australiens Outback erinnerte. Auf den Touren ins Innere der Wüste in die Central Kalahari Game Reserve muss man unbedingt einen Allradwagen zur Verfügung haben sowie ein gut funktionierendes Navi mit einem Offroad-Kartensystem runterladen. Die Straßen sind oftmals nicht vorhanden, es dauert Tage zwischen den einzelnen Stationen herumzufahren und du musst viel Zeit und Geduld mitbringen.

Ich bin einfach auf den Schnellstraßen A1 – A3 einmal um die Kalahari herumgefahren. Sie führt mitten durch den Rand der Wüste, gibt dir einen guten Überblick und führt dich an den großen landschaftlichen Sehenswürdigkeiten Botswanas wie der Nxai Pan vorbei.

Mein Tipp: In der Regenzeit können die Straßen in schlechtem Zustand sein, und einige Straßen werden möglicherweise gesperrt. Im April und Mai ist es tagsüber weniger heiß bei trockenen Bedingungen und es gibt immer noch viele Tiere zu sehen, aber die Straßen befinden sich tendenziell in einem besseren Zustand.

Auf einen Plausch bei den San

Botswana San-Volk

Besuch des San-Volks

Seit mehr als 20.000 Jahren lebt das San-Volk als Jäger und Sammler in der Kalahari. Sie jagen Wild mit Bögen und Giftpfeilen und sammeln essbare Pflanzen wie Beeren, Melonen und Nüsse sowie Insekten.

Ein Besuch bei ihnen ist faszinierend und traurig zugleich. Man lernt, dass ihr Stamm als unser genetischer Adam und Eva gilt und seit Jahrtausenden von Jahren friedlich in der Wüste lebt. Wir Weißen dagegen vertrieben in den 1990er Jahren die San-Stämme im Central Kalahari Game Reserve aufgrund eines Diamantenrausches aus ihrem Land.

Mein Tipp: Am Trail Blazer Zeltplatz in Ghanzi führt die einheimische Dorfbevölkerung der San Touristen auf eine spannende Reise durch das botswanische Grasland. Natürlich leben sie nicht mehr genauso wie vor Jahrhunderten, aber ich habe trotzdem viel über ihre traditionelle Lebensweise gelernt.

Beste Jahreszeit für einen Besuch in Botswana

Anja Knorr in Botswana

Freiheit pur!

In Botswana ist das Wetter fast das ganze Jahr über heiß – besonders in den Monaten von Oktober bis Dezember.

Die Trockenzeit zwischen Mai und Oktober ist eine beliebte Zeit für Elefantenliebhaber, wenn sich eine große Anzahl von Elefanten am Chobe Riverfront versammelt.

Die Makgadikgadi-Pfannen sind nur während der Trockenzeit von März bis Oktober zugänglich. Dagegen treten die saisonalen Überschwemmungen des Okavango-Deltas normalerweise in den Monaten Juni bis August auf, wenn die Tierbeobachtungen im Delta ihren Höhepunkt erreichen. Straßen können in der Regenzeit zwischen November und März unpassierbar werden.

Mein Fazit zur Rundreise durch Botswana

Anja Knorr in Botswana

Ich kann euch Botswana bestens für eine Rundreise empfehlen!

Botswana ist das perfekte Reiseland für Afrika-Einsteiger.

Es ist ruhig und entspannt. Die Straßen sind in einem relativ guten Zustand so dass man getrost per Mietwagen das Land erkunden kann. Die Menschen sprechen Englisch und die Landschaft sowie Tierwelt sind überwältigend. Selten im Leben habe ich derart viel Wildlife und einsame Landstriche in einem Land erlebt und mich so wohl dabei gefühlt!

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