Bixby Creek Bridge, Highway 1 und Big Sur Küste Kaliforniens.

Roadtrip USA: Der spektakuläre Küstenstreifen Big Sur in Kalifornien

Unsere Roadtrip-Reihe durch die USA geht weiter – diesmal verschlägt es uns nach Big Sur. Reisebloggerin Anja Knorr hat ein Jahr im sonnigen Kalifornien verbracht und sich direkt in die wilde Küstenlandschaft verliebt. Welche Spots ihr auf diesem ursprünglichen Abschnitt Kaliforniens nicht verpassen solltet und welche Tipps den Trip gelungen machen, erfahrt ihr im heutigen Artikel.

Roadtrip USA Grafik
Unsere Reihe geht weiter: Die besten Routen für einen Roadtrip durch die USA – Dieses Mal: Kalifornien

Roadtrip–Feeling pur in Big Sur United States

Der kalifornische Highway 1 ist legendär und sehnsuchtsweckend zugleich. Er klingt nach Freiheit und amerikanischer Lebensfreude. Die atemberaubenden Aussichten, verwunschene Redwood-Wälder, unberührte Wanderwege und wunderschöne Strände tun ihr Übriges. Lange bevor ich den Highway selbst mit dem Auto befuhr, kannte ich den Küstenabschnitt aus unzähligen Hollywoodfilmen, und als ich mich endlich vor Ort befand, erschien mir alles seltsam vertraut und doch exotisch-neu.

Insbesondere Big Sur, der schroffe und bergige Abschnitt in der Mitte zwischen Carmel und San Simeon, hat es dabei zu Weltruhm gebracht. Schwärmerische Artikel der New York Times oder der Washington Times lobten Big Sur als „eine der schönsten Küsten überhaupt, ein abgelegener Straßenabschnitt mit mythischem Ruf“.

Tipps für Big Sur United States

Big Sur Schild
© Shutter Stock | Gustavo Frazao
  • Strecke: Die Strecke verläuft zwischen Carmel und San Simeon und ist etwa 100 Kilometer lang.

  • Reisezeit: Mai bis September gilt als optimale Reisezeit für Kalifornien.

  • Reisdauer: Ihr könnt die Strecke gut an einem Tag zurücklegen. Wer die Landschaften genießen und Abstecher ins Landesinnere machen möchte, sollte aber mehr Zeit einplanen.

  • Übernachtungen: Hier habt ihr die Qual der Wahl, denn es stehen euch tolle Campingmöglichkeiten, Lodges, Hotels und sogar Kloster in bester Berglage (das New Camaldoli Hermitage) als Übernachtung zur Verfügung.

 

Condé Nast Traveller ernannte die State Route 1 durch Big Sur zu einer der 10 weltberühmten Straßen, vergleichbar mit dem Broadway in New York City. Dabei ist Big Sur keine offizielle Gebietsbezeichnung, sondern vielmehr ein Hinweis auf die spanische Kolonialgeschichte. Übersetzt bedeutet Big Sur so viel wie „Großer Süden“ und stammt noch aus einer Zeit, in der die Region die spanische Kolonie Alta California war.

Die Strecke schaffen Besucher locker an einem Tag, wer mehrere Tage Zeit mitbringt, hat definitiv mehr von der unberührten Landschaft und den versteckten Orten. Immerhin sollte in Big Sur der Weg das Ziel sein. Jede Kurve birgt eine neue schöne Aussicht auf tiefblaues Wasser, steile Klippen und sanft abfallende Berge. Im Frühling erblüht das sonst so kahle Kalifornien in bunten Farbtupfern. Wasserfälle, felsiges Gelände, idyllische Strände, Brücken und gigantische Wellen bieten für alle Besucher etwas.

1. Highlight: Bixby Creek Bridge

Bixby Bridge

Über die Bixby Bridge muss man einmal im Leben rüberfahren | @Anja Knorr

Sobald ihr über die weltberühmte Bixby Brücke gefahren seid, wisst ihr, dass ihr euch in Big Sur befindet. Die Landschaft ist atemberaubend schön, und ich fühle mich wie ein mondänes Starlet, das seinen amerikanischen Traum lebt.

Die Bixby Creek Bridge ist aufgrund ihres ästhetischen Designs inmitten ursprünglicher Natur eine der meistfotografierten Brücken Kaliforniens. Die Stahlbetonbrücke liegt 190 Kilometer südlich von San Francisco in Monterey County an der State Route 1 und ist das ultimative Fotomotiv.

Blick auf die Bixby Creek Bridge

Was für ein Blick von der Bixby Creek Bridge | Shutter Stock | Michael Urmann

2. Highlight: Point Lobos Naturschutzgebiet

Point Lobos USA

Seelöwen in Point Lobos | @Anja Knorr

Es heißt, dass Point Lobos der schönste State Park in ganz Kalifornien sei. Als ich dort ankam, zahlte ich 10 USD Eintritt und fuhr hinunter zum Bird Island Trail, einer meiner Lieblingsstrecken. Der Wanderweg führt an eine Bucht, an der Seelöwen sich in der Sonne aalen und sich durch nichts in der Welt stören lassen.

Als nächstes geht es zurück nach Gibson’s Beach, um meine Zehen in den weißen Sand zu tauchen und die überwältigende Natur auf mich wirken zu lassen.

3. Highlight: Andrew Molera State Park

Kalifornien USA

Idyllisches Hinterland | @Anja Knorr

Mein nächster Stopp ist der Andrew Molera State Park ein. Dort gibt es ein paar schöne Wanderungen, wie zum Beispiel den Creamery Meadow Trail. Die beeindruckende Klippenwanderung führt vorbei an unvergesslichen Aussichtspunkten.

Übrigens lohnen sich auch immer wieder Abweichungen von der Strecke. Ich fahre einfach in die Berge ohne Ziel und lasse mich treiben vorbei an sanften Hügeln, auf denen Kühe weiden und das Meer nie weit entfernt ist.

4. Highlight: Charmantes Carmel

Kalifornien Big Sur

Jeder Strand ein Hit | @Anja Knorr

Carmel-by-the-Sea ist ein kalifornisches Juwel und zeigt, wie Kalifornien vor vielen Jahrzehnten gewesen sein mag. Es hat europäisches Flair mit einem starken kalifornischen Touch. Schönes Wetter, wunderschöne Bougainvillea-Pflanzen, süße kleine Läden sowie tolles Essen inklusive.

Ich verbrachte Tage in den Boutiquen und Galerien der Stadt und genoss bei Sonnenuntergang ein Abendessen in den vielen guten Restaurants am Carmel Beach.

Insidertipp: Clint Eastwood war hier nicht nur Bürgermeister der Stadt, sondern ist auch Eigentümer des charmanten Hotels Mission Ranch. Hier könnt ihr gut essen und die wunderschöne Umgebung genießen.

Zu guter Letzt: Meine 3 Tipps für den perfekten Roadtrip in Big Sur

Mc Way Falls

Weiteres Highlight am Küstenstreifen Big Sur: Der Wasserfall McWay Falls beim Julia Pfeiffer Burns State Park | Shutterstock | Adonis Villanueva)

TUI Hoteltipp

Die wunderschöne Post Ranch Inn befindet sich in traumhafter Lage inmitten der Natur und mit Blick auf die Pazifikküste. Zu den Highlights des Luxushotels gehören zwei beheizte Infinity-Pools, ein ausgezeichneter Service, ein schicker Wellnessbereich, luxuriös eingerichtete Zimmer und Suiten mit Wohlfühlfaktor, und das preisgekrönte Restaurant Sierra Mar.

Startet etwas später in den Tag: Generell sind die frühen Morgenstunden die besten, um eine neue Gegend zu erkunden. Allerdings sind in Big Sur nicht nur eine Horde anderer Touristen auf die gleiche Idee gekommen, sondern die Besucher müssen sich Straßen mit der Rush Hour der Einheimischen teilen, die zur Arbeit fahren.

Nehmt euch Zeit: Der Verkehr an einem der größten Touristen-Hotspots der USA ist teilweise chaotisch und voll mit Menschen, die sich auf die klassischen Fotostopps beschränken und diese schnell abhaken wollen. Doch nur mit Zeit und offenem Geist im Gepäck entdeckt ihr eine Region mit fantastischer Natur und einer wunderschönen Aussicht nach der anderen. Nicht umsonst wird Big Sur regelmäßig zu einem der schönsten State Parks Kaliforniens gewählt.

Um es mit den Worten von einem der es wissen muss, dem amerikanischen Schriftsteller Henry Miller, zu sagen:

Big Sur ist das Kalifornien, von dem die Menschen vor Jahren geträumt haben. Dies ist das Gesicht der Erde, wie der Schöpfer es sich vorgestellt hat.

Henry Miller

Big Sur United States Karte:

Wissenswerte Fragen zum Roadtrip Big Sur United States

Welche ist die landschaftlich reizvollste Route nach Big Sur?

Die landschaftlich schönste Strecke nach Big Sur ist der Highway 1 zwischen Monterey und San Simeon. Dich erwarten enge Kurven hoch über dem Pazifik, steile Klippen und ständig neue Aussichtspunkte – allen voran die berühmte Bixby Creek Bridge. Noch eindrucksvoller wird der Roadtrip, wenn du schon in San Francisco startest und die Küste entspannt Richtung Süden fährst.

Was sollte man in Big Sur auf keinen Fall verpassen?

Roadtrip auf dem Highway 1 – jede Kurve liefert neue Küstenblicke.
Fotostopp an der Bixby Creek Bridge – DAS Postkartenmotiv.
McWay Falls im Julia Pfeiffer Burns State Park – Wasserfall, der direkt ins Meer fällt.
Spaziergang durch die Redwood-Wälder im Pfeiffer Big Sur State Park – Natur & Ruhe pur.
Sonnenuntergang an den Klippen im Garrapata State Park.
Kurz gesagt: fahren, anhalten, staunen.

Welcher Monat eignet sich am besten für eine Reise nach Big Sur?

Der beste Monat für eine Reise nach Big Sur ist ganz klar der September. Dann zeigt sich die berühmte Küstenlinie von ihrer entspanntesten Seite: Der Sommernebel, der in den Monaten Juni bis August oft über dem Highway 1 hängt, hat sich verzogen, die Temperaturen sind angenehm warm und die Sicht auf den Pazifik ist meist kristallklar. Gleichzeitig ist es deutlich ruhiger als in der Hochsaison – perfekt für alle, die die Aussichtspunkte, State Parks und Wanderwege ohne dichten Verkehr genießen möchten.
Auch der Oktober ist noch ein Geheimtipp: goldenes Licht, spektakuläre Sonnenuntergänge und oft stabile Wetterlagen. Wenn du Wildblumen sehen willst, lohnt sich dagegen der Frühling (April/Mai), während der Winter eher etwas für Dramatic-Coastline-Fans ist – mit stürmischer Brandung und einer besonders wilden Atmosphäre.

Roadtrips in den USA

Angebote zur Reiseplanung: Usa

Wir freuen uns über Kommentare!
Kommentar verfassen: