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Kultur

Ein Märchen aus 1001er Nacht: Sansibar im DJ-Fieber

19.02.2014
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Eine rothaarige DJ-Schöne aus Uganda und die Berliner DJ-Brüder Teichmann rocken Afrika: Andrea Tapper traf die Soundkünstler auf der Urlaubsinsel Sansibar

Afrika hat den Rhythmus im Blut. Auf Sansibar traf ich die Gebrüder Teichmann, Soundkünstler aus Berlin, die beim „Sauti za Busara“-Musikfestival aufspielten. Und ihre Kollegin, die freche, rothaarige Bad Cat aus Uganda. „Afrika ist magisch“ meinten alle, verschwitzt aber glücklich – nach umjubelten Auftritten auf der Festivalbühne und im „6 Degrees South“-Club & Restaurant.

DJane Bad Cat

Rote Rastazöpfchen, Riesensound: Die ugandische DJ-Meisterin Bad Cat heizt Urlaubern und Einheimischen auf Sansibar ein. „Wir sind nicht so hinterm Mond, wie manche meinen“, erzählte mir Bad Cat – und nicht nur ihr modernes DJ-Equipment sprach dafür

Andrea Tapper sitzt neben den DJs

Verschwitzt aber glücklich: Die Gebrüder Teichmann beim Interview mit Andrea Tapper nach ihrem Auftritt im „Old Fort“, dem alten Fort, der Ferieninsel Sansibar

Mit rotgefärbten Haaren und 50er Jahre Mini-Kleid heizte die Uganderin einer Party-Crowd im „Africa House“ auf Sansibar ein. Die Insel, 30 Kilometer vom Festland entfernt, gehört zu Tansania und gilt als das Ibiza Afrikas.

Von Regensburg nach Afrika

Hannes, 35, und Andi Teichmann, 38, stammen eigentlich aus Regenburg, und weil der Papa ein toller Saxophonist war, kamen die beiden schon mit neun und zwölf Jahren intensiv mit Musik in Berührung. Seit 15 Jahren mischen sie die Berliner Musikszene auf. Was sie in Afrika machen, verrieten sie mir im Interview.

Zwei deutsche DJs in Afrika – ein Abenteuer?
Hannes und Andi Teichmann: Also, das möchten wir gleich klarstellen: Wir sind nicht „nur“ DJs, wir sind elektronische Live-Musiker, und wir haben schon so ziemlich alles gespielt von Klassik bis Punk. Auf die Afrika-Schiene kamen wir in Berlin, als Musiker von Jagwa Musik im Urban Spree Club spielten. Jagwa stammen aus Tansania, an der Spitze steht Rapper und Sänger Kazimoto, ein Supertalent. Wir haben uns gleich gut verstanden und gemeinsame Projekte angeleiert – unter anderem unseren Auftritt hier in Sansibar.

Ihr arbeitet auch mit dem Goethe Institut zusammen? 
Andi: Ja, das Goethe Institut Nairobi, eine Kulturvertretung Deutschlands in Afrika, organisiert seit einigen Jahren DJ-Workshops, darunter ein Projekt namens „10 Cities“, das von Berlin über Beirut bis Nairobi reicht.

Wo wart Ihr schon überall in Afrika?
Hannes: In den letzten fünf Jahren unter anderem in Simbabwe, Namibia, Angola, Kenia, und zwar mit diesem Goethe-Projekt.

Wo hat’s Euch am besten gefallen?
Andi: Die Straßenszene von Dar es Salaam ist der Hit. Da laufen ständig Kaffeeverkäufer mit kleinen Holzkohleöfchen rum und servieren Dir Ingwer-Kaffee – köstlich! Die Jagwa-Musiker machen Straßenpartys in der Millionen-Küstenstadt, die an die illegalen Open-Airs von Berlin erinnern. Hier in Afrika haben Bands wie Kazimoto gleich drei Besetzungen, weil sie stundenlang und manchmal eben auch an verschiedenen Orten gleichzeitig spielen. Der Musikstil nennt sich „mchiriku“, auf Englisch etwa: African „nu-rave“.

Was hat Euch am meisten überrascht?
Hannes: Die Vielseitigkeit. Wir lieben zum Beispiel auch den langsamen hypnotischen Sound der Muezzin-Gesänge aus den Moscheen.

Und die Bässe…?
…liefern die vorbeifahrenden Mopeds auf der Straße. Das ist der Sound Afrikas!

Vielen Dank, liebe Brüder Teichmann!

Ein Hausboot vor Afrika

Zum Abschluss will ich Euch aber noch vom Dreamer’s Island, dem ersten schwimmenden Clubboot vor Sansibar, berichten, dass Jenny, eine deutsche Medizinstudentin aus Düsseldorf und ihr Partner Saidi aus Sansibar aufgezogen haben. Mit ein paar Ersparnissen, viel Enthusiasmus und guten Ideen, eine Art Mega-Floß auf Wassertanks, mit Bar und Barbecue.

Hausboot

Zwei Leute auf einem Hausboot

Schwankendes Glück: Vor Sansibar bastelten Jenny aus Düsseldorf und ihr Freund Saidi aus Sansibar (Foto) dieses schwimmende Clubhouse zusammen – Fotos (2): Dreamers

Schautafel

Auch ein Sohn Sansibars: Rock-Legende Freddie Mercury wurde als Sohn persisch-indischer Einwanderer 1946 auf Sansibar geboren und verbrachte seine Kindheit hier. Schautafeln und Souvenir-Shops in der Altstadt erinnern an den großen Künstler, der 1991 an Aids starb – Fotos (3): Tapper

Der schwimmende Club

„Wie habt Ihr bloß die Genehmigung für diese verrückte Geschäftsidee bekommen“, frage ich Jenny.

Die 28-Jährige lacht: „Wir haben sechs Monate lang an dem Boot gebastelt, dann sind wir zu den Behörden gegangen und haben gefragt, was kostet uns der Spaß an Lizenzen? Es gab ein paar Auflagen wie Rettungsringe und Schwimmwesten – und jetzt können bis zu 45 Gäste pro Abend bei uns abrocken.“

TUI Reisetipp Sansibar

Nicht nur Stonetown, die alte arabische Hauptstadt von Sansibar ist eine Reise wert, sondern erst recht die märchenhaften Strände an der Nord- und Ostküste, rund zwei Autostunden von der Stadt entfernt. Unser TUI-Tipp ist das La Gemma dell´Est Resort, direkt am weißen Zuckerstrand. Hier könnt Ihr einfach mal die Seele baumeln und Euch verwöhnen lassen. Mehr Infos hier.

Zusammenfassung
Ein Märchen aus 1001er Nacht: Sansibar im DJ-Fieber
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Ein Märchen aus 1001er Nacht: Sansibar im DJ-Fieber
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Eine rothaarige DJ-Schöne aus Uganda und die Berliner DJ-Brüder Teichmann rocken Afrika: Andrea Tapper traf die Soundkünstler auf der Urlaubsinsel Sansibar
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