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Orangenexpress, Esel und traumhafte Aussichten – so wandert es sich auf Mallorca

21.09.2018
TUI Bloggerin Lydia
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Hach, Mallorca! Obwohl Lydia bereits jährlicher Stammgast ist, gibt es auf ihrer Lieblingsinsel immer wieder etwas Neues zu entdecken. Dieses Jahr sollte es ein Wanderurlaub auf Mallorca werden. Dabei kamen sie nicht nur auf die Spur des alten Orangenexpress‘ sondern wanderten auch durch die Wolken.

Obwohl ich keiner dieser Zugfanatiker bin, wollte ich schon immer mal mit dem „Roten Blitz“ fahren, der historischen Bahnverbindung von Palma nach Sóller. Die Linie besteht bereits seit 1912 und wurde ursprünglich zum Transport von Orangen erbaut, wobei die Früchte mittlerweile durch Touristen ersetzt wurden.

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Wir sind früh am kleinen Bahnhof, denn die Tickets kann man nur vor Ort erwerben. Wir haben trotz Hauptsaison Glück und können den ersten Zug nehmen, der von einem kleinen Gleis nahe dem Hauptbahnhof startet. Innen stellen wir fest, dass wir wohl die jüngsten Fahrgäste des heutigen Tages sein werden 😉

Ratternd macht sich die Bahn auf den 27 Kilometer langen Weg, gespickt mit hübschen Brücken und zahlreichen Tunneln, durch die wir uns mit lautem Getöse schieben. Die Fahrt spendiert tolle Ausblicke auf das Tramuntana Gebirge und satte Haine voller Oliven-, Zitronen- und Mandelbäumchen.

Ich genieße die ruckelige Fahrt in dem liebevoll gestalteten Zug. Oft rattert die Bahn so laut, dass man sich kaum verständigen kann, doch das ist nicht schlimm, fordern die weiten Ausblicke ohnehin immer unsere ungeteilte Aufmerksamkeit.

TUI Blogtipp: Die Fahrt mit dem „Roten Blitz“ gehört zu den Top 10 Ausflugstipps auf Mallorca. ► Welche anderen Highlights ihr auf der Insel nicht verpassen dürft, erfahrt ihr hier.

Der einzige Halt auf der Strecke

Fotostopp in der Bergwelt am Mirador del Pujol d’en Banya

Ankunft in Sóller und Start unserer Wanderung

Nach 40 Minuten erreichen wir die Endhaltestelle, die schöne Stadt Sóller. Sie ist für uns heute allerdings nur ein Zwischenstopp, denn es steht Wandern auf dem Programm.

Mit dem Taxi fahren wir eine halbe Stunde bis zum Parkplatz in der Nähe des Embassament de Cúber, einem großen Staudamm. An seiner Seite prangt der Puig Mayor, mit 1443 Metern der höchste Punkt der Insel. Von dort aus starten wir im Schneckentempo unsere Wanderung, da wir uns vom Blick des hellblau schimmernden Cúber–Stausees und den süßen Eseln, die sich an seinem Rand tummeln, einfach nicht losreißen können.

Mein Tipp: Als Miniwanderung oder Rundwanderweg könnt ihr in knapp einer Stunde den Stausee umrunden. Die Strecke ist einfach und daher super für Familien mit kleinen Kindern geeignet.

Cúber–Stausee: Mallorcas größter Stausee und wichtiger Wasserlieferant

Mallorca mal anders (Bild by © Melonix)

Schließlich schaffen wir es nach unzähligen Fotos unseren Weg in Richtung Süden fortzusetzen. Wir umrunden die Hälfte des Sees, bevor es über verschlungene Wege in den Steineichenwald geht. Den Schatten der Bäume genießen wir, nachdem die Sonne am See erbarmungslos auf uns niedergebrannt hatte (wir werden sie noch vermissen…).

Schon vorher haben wir nur wenig andere Menschen getroffen, doch außerhalb des Sees verirrt sich selbst jetzt im Juni kaum einer hin. Nur die in Ruhe grasenden Schafe, Ziegen und Kühe begleiten uns stückchenweise.

Das Wetter schlägt um. Die Temperaturen sinken, während wir unseren Weg Richtung Barranc de Biniaraix unter dem immer dunkler werdenden Himmel fortsetzen. Es geht durchs Tal Bini Morat, dann aufwärts durch eine Grenzmauer in Richtung Pass. Am höchsten Punkt, dem 875 Meter hohen Coll de l’Ofre, hängen die dicken Wolken so tief in unseren Weg hinein, dass wir durch sie hindurchgehen. Der Wind jagt sie durch die Öffnungen des Gebirges und bringt kühle Luft mit sich – so gefroren habe ich auf Mallorca noch nie. Doch das Gefühl durch die Wolken zu wandern, war es wert.

Nach einer kurzen, kalten Pause geht es durch den Wald wieder bergab. Nun befinden wir uns auf dem beeindruckenden Teil des Pilgerwegs Camí des Barranc. Besonders finde ich den Weg vor allem aufgrund der nicht endenden Serpentinen aus unebenen Steinen, denen wir eine gefühlte Ewigkeit folgen. Diese Etappe bleibt mir als die mühevollste der sonst moderaten Wanderung hängen, da sich bis auf die Höhenmeter lange absolut nichts verändert. Lediglich ein paar kleine Wasserfälle plätschern neben uns und bieten zusammen mit der Aussicht aufs Tal und den umliegenden Dörfchen auf dieser sonst so schnöden Etappe etwas Abwechslung.

Pilgerweg Camí des Barranc

Pilgerweg Camí des Barranc

Nach dem das geschafft ist, bietet sich am Fuß der schöne Ausblick auf die Finca Can Silles, bevor es in den engsten Abschnitt geht. Umgeben von grauweißen Klippen laufen wir über einige Brücken bis zum Ende der Berge. Hier lassen wir die wunderschöne Natur hinter uns und gönnen uns im vorletzten Etappenziel der Ortschaft Biniaraix einen schönen Kaffee.

Zum Abschluss geht es durch die kleine Stadt über eine asphaltierte Straße zurück nach Sollér, von wo aus uns der ehemalige Orangenexpress wieder scheppernd nach Palma bringt.

Das war mein Erfahrungsbericht von einer mittellangen und landschaftlich wirklich schönen Wanderung. Und für mich steht fest: Auch beim Besuch im nächsten Jahr darf eine Wanderung auf Mallorca nicht fehlen!

► Inspiration und Wanderreisen auf Mallorca findet ihr hier

 

WANDERTIPP FÜR FORTGESCHRITTENE: TORRENT DE PAREIS

*NUR MIT FÜHRER BUCHEN!*

Ganz in der Nähe von Sóller findet ihr im kleinen Dorf Sa Calobra eine hübsche (und sehr beliebte) Felsbucht. Hier beginnt die anspruchsvolle Wanderung, die in die Schlucht des Torrent de Pareis führt. Was euch auf der Wanderung erwartet?

  • zahlreiche Kletterstellen
  • hohe Felswände
  • Höhlen
  • enge, steile Felsspalten
  • abenteuerliche Schlitterpartien auf den Steinen
  • spektakuläre Aussichten
Schon am Anfang der Wanderung warten spektakuläre Aussichten

Schon am Anfang der Wanderung warten spektakuläre Aussichten

Bei dieser Wanderung ist Vorsicht geboten und sie sollte nur mit Führer durchgeführt werden!
Ihr solltet die Route nicht gehen, wenn es kurz vorher geregnet hat. Erstens steht die Hälfte der Schlucht dann unter Wasser, zweitens sind die zu erkletternde Felsen nass und rutschig. Außerdem solltet ihr für diese Wanderung feste Schuhe und robuste Hosen tragen sowie am besten keinen allzu großen Rucksack, der ist eher hinderlich. Die Mitnahme eines Seils kann sinnvoll sein. Geht diese Route auch immer in der Gruppe, nie allein und gebt vorher jemandem Bescheid, dass ihr diese Wanderung unternehmt. In der Schlucht gibt es keinen Handyempfang und der Weg kann auch nicht verlassen werden. Bei nicht weiterkommen hilft nur noch umkehren.

Für Abenteurer ist die Wanderung ein Highlight. Die Wege sind nicht vorgeschrieben und müssen ausgetüftelt und ausprobiert werden. Für kleine Kinder und ältere Menschen ist die Strecke eher ungeeignet.

Die Tour kann natürlich auch andersherum absolviert werden, also von Escorca nach Sa Calobra.

  1. Donnerstag, 13. Dezember 2018 um 14:28 Uhr Klaus Wendt sagt: Antworten
    Hallo ! Die Wanderung durch den Torrent de Parreis ist ohne Führer lebensgefährlich. Ich selbst bin Wanderführer beim Deutschen Alpenverein und habe den Torrent bereits 7mal durchquert. Keine leichte Wanderung - eher sehr anspruchsvoll! Wenn ein Unfall passiert, dauert es Stunden bis Hilfe kommt - an den meisten Stellen gibt es beine Handy Empfang . Es muss also im Falle eines Unfalles eine Person aufsteigen und Handyempfang suchen - dann den Unfall melden - und dann kommt die Rettung - oft kann man vom Hubschrauber nicht abseilen - da der Canyon zu schmal ist - zu Fuß vom nächstmöglichen Absetzpunkt. Also Finger Weg von einer eigenmächtigen Wanderung - immer einen Führer buchen - der kennt sich aus und hilft an den durchaus nicht leichten Kletter und Abseilstellen - Bitte weisen sie auf die Gefahr en des Torrent hin - jährlich verunglücken Menschen im Torrent de P. tötlich, weil sie die Gefahr einfach unterschätzen. Mit sportlichem Gruß Klaus Wendt, Rendsburg - DAV Wanderführer.
    • Donnerstag, 13. Dezember 2018 um 14:45 Uhr TUI Bloggerin Miriam sagt: Antworten
      Hallo Klaus, danke für deinen Kommentar und die wichtigen Hinweise! Wir sind im Beitrag schon auf die Gefahren der Wanderung eingegangen. Ich habe aber ergänzt, dass ein Wanderführer unbedingt dabei sein sollte. Danke dir nochmal und sportliche Grüße zurück, Miriam

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