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Kultur

Glitzer, Glam & Multikulti-Xmas in Singapur

23.12.2013

Unbenannt-1Nirgendwo wird Weihnachten so verrückt gefeiert wie in Singapur. Wollt Ihr junge Asiatinnen als Engel fliegen sehen? Unser Autor weiß, wo

„I wish it could be christmas every dääääheyheyhey…“ – Kann es sein, dass Ihr schon genervt seid von all dem  Weihnachtsrummel in Deutschland? Den aggressiv blinkenden Lichterketten, der permanenten musikalischen Berieselung? Entspannt Euch: Bei uns ist das doch gar nicht so schlimm.

Ich bin gerade zurück aus Singapur, wo alle Jahre wieder das verrückteste Weihnachten der Welt zelebriert wird. Mit kunterbunten Paraden, Adventskonzerten bei 30 Grad und jeder Menge Partys an Heiligabend. Von der Tanglin Road über die Scotts und Orchard Road bis zum Le Meridien Shoppingzentrum glitzert und blinkt es wie tausend Milchstraßen. In diesem Jahr feiert das große Orchard Road Weihnachtsfunkeln sogar 30jähriges Jubiläum.

Beleuchtete Rentiere vor Hochhäusern

Rentiere fühlen sich auch bei 30 Grad wohl – hier vor dem Fullerton Bay Hotel

Lebkuchenmänner in Badelatschen

Neben den Clubs und Bars am Singapore-River, den in der Woche 150.000 Touristen besuchen, prunkt ein Weihnachtsmarkt. Alles ist mit riesigen Zuckerstangen geschmückt. Nikoläuse und Lebkuchenmänner spazieren in Badelatschen unter Palmen. Shopping-Malls und Hotels wetteifern um den Preis für das am besten dekorierte Gebäude. Schneekanonen pusten Seifenblasen und Kunstschnee in die feuchtwarme Luft, ein Hit bei den meisten Asiaten, die echten Schnee gar nicht kennen. „Jingle Bells“ dudelt in Endlosschleifen, und in den supermodernen Kaufhauskomplexen ist kaum mehr ein Durchkommen.

Bäume mit Beleuchtung

Weihnachtsmagie mit Zen-Faktor in Singapurs Innenstadt

White Christmas im Kühlschrank

Natürlich ist Weihnachten in dem tropischen Stadtstaat auch ein gigantisches Geschäft. Es gibt sogar Kühlschränke, die beim Öffnen „I am dreaming of a white christmas“ spielen. Dummerweise lässt sich das Gedudel auch im Sommer nicht abstellen.

Das „Fest der Liebe“ in Singapur ist aber auch der Beweis, dass ethnische Vielfalt nicht nur funktionieren, sondern obendrein mächtig Spaß machen kann.

Auch Buddha liebt Weihnachten

Saraswati hat ein Lächeln, das Eisberge zum Schmelzen bringt – wenn es die denn in ihrer Heimat geben würde. Die Bankerin mit indischen Vorfahren glaubt fest an die Wiedergeburt. Ihre beste Freundin heißt Yen, eine chinesische Buddhistin. Wie fast alle im multikulturellen Singapur feiern Yen und Saraswati liebend gern die Feste der anderen mit, ob sie nun Buddhisten, Moslems, Hindus oder Christen sind. „Und Weihnachten ist das Coolste“, sagt Saraswati, „wir beschenken uns, essen köstliche Sachen, singen Lieder und sind ganz schrecklich nett zueinander. Was will man mehr?“

Was mehr? Na, Engel zum Beispiel. „Kein Problem“, lächelt Saraswati, „gehen wir in die Devine Bar.“ Diese befindet sich im  Park View Building, einem Art-Deco-Gebäude wie aus Batmans „Gotham City“. Ich staune nicht nur über die 12 Meter hohen Weinregale. Weil man auch an die Flaschen ganz oben gelangen muss, hat man sich die Sache mit den Engeln ausgedacht.

Bleuchtete Shoppingmeile

Shoppen, shoppen, shoppen: Mulitikulti-Weihnachtsrausch in Singapur

Schwebende Engel im Nachtclub – live natürlich

Also baumeln hübsche junge Asiatinnen im knappen Tütü und mit Flügelchen an schwindelerregenden Seilkonstruktionen und werden als fliegende „Angel Waitresses“ durch den Clubraum gezogen. Ist das nicht ein ganz klein wenig frauenfeindlich? „Unsinn“, meint Yen, „das sind Studentinnen, die sich über einen bestens bezahlten Job freuen.“

Ob wir nach den Drinks Gänsebraten essen gehen sollten, fragt Saraswati. Gänsebraten in Singapur? „Aber ja, mit Knödeln und Blaukraut, da sind jetzt alle ganz wild drauf!“

Hey, Mädels, nun lasst mir wenigstens noch ein bisschen Exotik! Um der überbordenden tropischen Weihnachtsschwelgerei zu entkommen, lade ich die beiden in mein Lieblingsrestaurant im ehrwürdigen Shangri-la-Hotel ein. Im Shang Palace pflegt man die kantonesische Spitzenküche, leicht, raffiniert, elegant. Ich schlage Dim Sum vor, Chili-Krabben und Seegurken. Saraswati knippst sofort ihr unwiderstehliches Lächeln an: „Und bitte von der Ente mit Lebkuchengewürz – es ist doch bald Weihnachten…“

Beleuchtetes Rentier vor Fluss und Hochhäusern

Wonderful, wonderful: Das Weihnachtswunder von Singapur erhellt Fluss und Hochhäuser

TUI Reisetipp Singapur

Nicht nur in der Weihnachtszeit ist das Shangri-La Hotel in Singapur eine Reise wert. Die Küche des Shang Palace serviert auch nach den Feiertagen viele Leckereien (wenn auch ohne Lebkuchengewürz). In wenigen Minuten seid Ihr auf der Orchard Road, wo Einkaufzentren und Bars auf Euch warten. Nach so einem Tag in der pulsierenden Metropole tut ein Sprung ins kühle Nass besonders gut. Probiert doch einmal die Poollandschaft aus. Mehr Infos hier.


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