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Unterwegs mit...

Mit Ahmed in den Alpen

02.07.2013

Erfahrung einer Reisejournalistin bei der Präsentation der TUI Winterprogramme 2013/2014 in Arosa:

Arosa in der Schweiz

Bäuchlings robben ausgewachsene Exemplare der menschlichen Spezies dem Objekt ihrer Begierde entgegen. Dicht an dicht auf feuchter Flur liegend, halten sie schweres Gerät auf quietschgelbe Alpenblumen. Schweizer Gebirgsjäger auf Truppenübung? Ein japanischer Fotokurs auf praxisnahem Erfahrungstrip? Weit gefehlt! Deutsche Reisejournalisten sind es, die in abschussbereiter Stellung die gemeine Trollblume heran zoomen.  „Wandern und Natur erleben für Fortgeschrittene!“ heißt eine der Recherchetouren, die im Rahmen der Präsentation der TUI Winterprogramme 2013/2014 auf dem Plan stand. Und statt mit einem x-beliebigen Alpenöhi namens Toni, Beat oder Hans hat sich die Pressegruppe mit Wanderführer Ahmed auf die Socken gemacht. Seit 1997 lebt er nun schon in der Schweiz und ist für den Robinson Club Arosa im Einsatz. Offenbar findet er die Berge inzwischen exotischer als seine türkische Heimat.

Den Sommer im Rücken, den Winter im Blick

Auf Holzstegen über den Schwellisee

Flora auf 1.800 Meter – ein Traum! Gelbe Himmelschlüssel, rote Alpenrosen und natürlich: Blau, blau, blau blüht der Enzian! Ahmed erklärt: „Der kegelförmige Berg heißt Hörnli, dort startet im kommenden Winter der Bau der Pendelbahn für die neue Skigebietsverbindung Arosa-Lenzerheide.“ Wenig später lässt er uns im Schwellisee durch eine Furt waten. Dumm gelaufen im wahrsten Sinne des Wortes für einige, die als Touris mit Turnschuhen im Hochgebirge unterwegs sind und sich jetzt nasse Füße holen. Macht nichts, denn beim Anstieg über den Carmennapass auf 2.368 m Höhe laufen wir sie wieder heiß. Über den bestens präparierten Panoramaweg dem Weißhorn entgegen, mit dem Sommer im Rücken und dem Winter im Blick.

Auch die übrigen Teilnehmer der Pressereise haben sich auf Recherchetour begeben. In Sachen Kultur etwa oder beim Mountainbiken. Von der angepeilten Softvariante für Biker nehme ich angesichts der steilen Trails doch lieber wieder Abstand. Zu tief sitzt die Erinnerung an eine mehrtägige Tour durch Graubünden. Wo mich die Hardcore-Cyclisten streckenweise abgehängt haben, weil ich mangels Masse mountainmäßig einfach untrainiert war. Immerhin hatte ich bis zum Ende gelernt, vorausschauend vor dem Hang zu schalten und nicht erst krachend, kurz bevor das Bike vor dem Exitus steht.

Stramme Waden als Einstellungskriterium?

Begegnung der Mountainbiker mit der Wandergruppe

Testosteronstrotzend und in coolen Trikots nähern sich die TUI Biker dem Mittagsziel – dem Bergrestaurant des Robinson Clubs an der Mittelstation der Weißhornbahn. Gut durchtrainierte Jungs allesamt in dieser Tornadotruppe, vorrangig bestückt aus der TUI Führungsriege. „Stramme Waden, Bizeps und Sixpack als Einstellungskriterium?“ rätseln neidisch die Liegestuhl-Chiller vor  der Hütte.

Von so viel sportlichem Ehrgeiz beflügelt, verlangt es auch einer Splitterfraktion der Wanderer nach mehr. Mit der Arosa Card, die auch jeder Urlauber im Robinson Club automatisch erhält, schweben wir mit der Bergbahn auf 2.653 Meter, da, wo der Ausblick fast den Atem nimmt. Im Gipfelrestaurant, das wegen der ungewöhnlichen Form den Architektur Award 2013 erhielt, durften wir am Vorabend die Bergriesen bewundern, die sich als 360 Grad-Panorama aneinanderreihen. 2000 sollen es insgesamt sein.

Den Abstieg bewältigen wir heute aus eigener Kraft. Immerhin, etwas haben wir den Bikern voraus. Die sind nur über Trails und Single Trails geheizt, wahrscheinlich ohne auch nur einen Blick zu verschwenden auf die Wahnsinns-Aussicht und die gemeine Trollblume am Wegesrand. Reden wir uns zumindest ein. Und dann vereinbaren wir, später beim Erlebnisaustausch an der Bar noch einen drauf zu setzen, um die Biker zu ärgern. Doch übertreiben womit? Unterwegs mit Ahmed in den Alpen, bei herrlichem Wetter in grandioser Natur – der Tag ist doch ohnehin nicht zu toppen.

Im Gänsemarsch himmelwärts

Schlagworte:Schweiz
  1. Montag, 15. Juli 2013 um 21:41 Uhr Jochl Grießer sagt: Antworten
    Dagmar Gehm kennt die Alpen wie vermutlich kaum jemand anderer von der schreibenden Zunft. Ich vertraue ihren Reisetipps blind und habe mich bereits mit ausreichend Schweizer Franken versorgt.
  2. Donnerstag, 04. Juli 2013 um 15:57 Uhr Janett sagt: Antworten
    Für mich währe das Radfahren ja auch nichts gewesen, ich hätte also eher die Kulturausflüge gebucht. Bei deinen ersten Zeilen haben ich tatsächlich an ein Survivaltraining gedacht!
  3. Dienstag, 02. Juli 2013 um 19:52 Uhr anja sagt: Antworten
    Dieses Jahr war mir noch nicht ganz klar welches Urlaubsziel es sein wird. Seit Jahren fahre ich auf Wunsch meines Göttergatten in den Strandurlaub...... ganz genau sogar in die Türkei. Durch diesen tollen Beitrag werde ich mich dieses Jahr gegen diesen Urlaub entscheiden und nicht nur zum Skiurlaub in die Alpen fahren, sondern mal im Sommer. Danke für diese tollen Eindrücke.
  4. Dienstag, 02. Juli 2013 um 19:27 Uhr Tania sagt: Antworten
    Na, das nenne ich mal Motivation! Ich hatte nie Lust auf Berge, aber nun muss es nicht mehr nur Meer sein. Allerdings macht dieser Beitrag mit seinen Bildern zunächst den Sommer schmackhaft, naja, das mag an meiner norddeutschen Herkunft liegen...Nun gilt es, Reisepläne zu machen:)

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