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Meeresrauschen

Urlaub auf Teneriffa – El Médano als El Dorado für Urlauber

06.01.2015

Nach einem ausgiebigen Winterurlaub hat sich Kerstin für ein wärmeres Reiseziel entschieden: Sonne, Strand und Abwechslung vom Alltag findet sie jedes Jahr in El Médano. Lasst euch erzählen, wie abwechslungsreich der Süden von Teneriffa sein kann.

Der Grund, warum ich so oft ich kann, dorthin reise, wo Meer ist? Ich bin gern umgeben von Weite und finde, es gibt kaum etwas Schöneres, als einen Strand entlang zu laufen. Ich mag es, wenn sich die Blau-, Grau und Grün-Töne des Wassers im Licht der unterschiedlichen Tageszeiten verändern. Dadurch habe ich jedes Land, jeden Strand, mit einer Farberinnerung abgespeichert.

Los geht’s: Urlaub auf Teneriffa

Mein Lieblingsstrand El Médano auf Teneriffa zum Beispiel schillert tiefblau, silbergrau und orange, weil der Sand früh morgens in der aufgehenden Sonne wie ein Ölfilm glänzt. Teneriffa ist eins meiner Lieblingswinterziele, weil ich mal eben, nach knapp viereinhalb Flugstunden, die Jahreszeit wechseln kann. Immer dabei: Meine Familie, Surfgepäck, Neoprenanzüge, Schnorchelzeug und Badesachen – und meine alten Laufschuhe.

In El Médano, im Süden der Insel, wohnen wir nur wenige Meter vom Meer entfernt, mit Blick auf den Atlantik. Auf unserer Terrasse stapeln sich die kleinen Boogie Boards der beiden Töchter und größere Wellenreiter des Mannes. Dazu hängen jede Menge tropfnasse Surfanzüge über dem Balkongeländer, die aussehen wie kopflose Schlauchmenschen.

Die untere Hälfte unserer Dreizehnjährigen steckt schon im Neoprenanzug, auch die andere Tochter zieht und zerrt, solange, bis alle Körperteile verstaut sind. Neopren ist eng und an Land schwitzt man darin schnell. Das Kind stöhnt: »Ist mir heiß. Ich muss ins Wasser«. Boogie Board und Flossen unterm Arm läuft es los, die wenigen Meter hinunter Richtung Wellen.

El Médano auf Teneriffa liegt ein wenig abseits im Süden. Es hat etwas von einem windzerzausten Nest, das auf der Inselspitze balanciert. Das andauernde Passat-Gebläse zieht Windsurfer, Kiter und Wellenreiter an. Wer den Wind nicht liebt, verdrückt sich an die kleine Mauer vor dem Hotel El Médano. Alle anderen nutzen die Strandlänge bis zum Montaña Roja, einem Vulkankegel, um sich auszubreiten.

Die Vielfalt von El Médano

El Médano bedeutet die Sanddüne. Der raue Küstenflecken ist eine der seltenen, erhaltenen Dünenlandschaften der westlichen Kanaren. Ringsum leben rund 7.000 Einwohner. Den kleinen Hafen nutzen Fischer und Angler. Am Hafen liegt das Hotel El Médano. „Rosis Hotel“, nennen es unsere Kinder. Die Großmutter von Freunden wohnt hier, wenn die Familie ihren alljährlichen Drei-Generationenurlaub macht. „Rosis Hotel“ stammt aus den 60ern. Das Charmante an der betagten Herberge ist ihr Restaurant, das auf Pfählen über dem Meer gebaut wurde. Dass an Stelle des Hotels einst eine florierende Tomatenverpackungsfabrik stand, ist längst vergessen.

Mein Tag auf Teneriffa beginnt mit einem Sonnenaufgang, der sich gewaschen hat. In wenigen Minuten schiebt sich die Sonne über dem Horizont aus dem Wasser. Ich schaue das Ufer entlang, in ein Aguarell aus Farben, in dem sich Licht und Meer vermischen. Die ersten Jogger sind Richtung Montaña Roja unterwegs. Ich steige in meine alten Turnschuhe und vergesse, welche Jahreszeit wir haben.

Sonnenaufgang am Horizont

Sonnenaufgang am Horizont von El Médano– Alle Fotos in diesem Artikel © Sven Laabs

Der Mann, surf-süchtig, fährt vor dem Frühstück mit Freunden nach Las Americas. In der Nachbarbucht, beim Flughafen Reina Sofia, laufen große Wellen. Und manchmal nehmen wir das Naheliegende noch genauer unter die Lupe. Die Kinder schnorcheln mit ihrem Vater im Meer, genauer: im kleinen Hafenbecken. Fischerboote schaukeln auf den Wellen. An ihren mit Muscheln besetzten Ankerketten halten sie sich fest, wenn sie eine Pause machen wollen. „Papa!“, nuschelt unsere Jüngste am Schnorchel vorbei: „Siehst du sie?“ Die große Wasserschildkröte gleitet durchs Hafenbecken, und die Kinder versuchen, mit ihr mitzuhalten.

TUI Hoteltipp: Ferienanlage Park Club Europe

Ferienanlage Park Club Europe

Von Playa de las Americas aus könnt ihr herrliche Ausflüge nach El Medano unternehmen. Die im südspanischen Stil angelegte Clubanlage der Ferienanlage Park Club Europe bietet nicht nur ein vielseitiges Unterhaltungsprogramm, sondern auch einen subtropischen Garten mit Meerwasser-Poollandschaft.

Weitere Informationen und zur Buchung hier

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Wunder der Natur in Icod des los Vinos

Nur ein einziges Mal in einer ganzen Woche zieht es uns weg, aus unserer Komfortzone El Médano. In der Nähe von Icod de los Vinos schlängeln sich riesige Vulkanröhren auf 17 Kilometer Länge durch die Berge. Die La Cueva del Viento ist die größte Lavahöhle der Europäischen Union.

„Wie Eierkarton“ sehen ihre Wände aus, erzählt Dragan Milenkovic, der Höhlenführer. Im Besucherzentrum setzen wir uns Grubenhelme mit kleinen Lampen auf. Wir fahren mit Dragan bis zum Eingang der Höhle. Dann steigen wir in die Tiefe.

Vor 27.000 Jahren bahnten sich die Lavaströme des Pico Viejo ihren Weg und hinterließen erkaltete Röhren mit einer seltsam hubbeligen Oberfläche. Sie liegen in drei Stockwerken übereinander, und überall links und rechts der Haupttunnel zweigen kleine geheimnisvolle Gänge und Tunnel ab. „Ins Nichts“, wie unser Guide sagt. Dragan Milenkovic arbeitet seit sechs Jahren in der Höhle des Windes. Dreimal am Tag verbringt er rund zwei Stunden hier unten, und zeigt das etwa 200 Meter lange gesicherte Höhlenstück.

Es riecht muffig, nach Pilzen und nassem Stein. „Ein bisschen wie in einem alten Keller“, findet die jüngere Tochter. Die Ältere verdreht bloß die Augen. »Hört ihr das?«, fragt Dragan, als wir weiter in die Röhre hineinlaufen.

Und wir hören: fast nichts. In der Tiefe ist es still und dunkel. Ein leises Rauschen erinnert an den Wind. Als hielten wir uns eine Muschel ans Ohr.


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