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Kultur

Liebe auf den zweiten Blick – Mein Reiseleitereinsatz in Bulgarien am Sonnenstrand

07.11.2018

Diesen Sommer ging es für Viktoria und eine Mitauszubildende als Reiseleiterinnen nach Bulgarien. Es ist Teil der Ausbildung ein paar Wochen im Ausland zu verbringen und den Job als Reiseleiter kennenzulernen. Viktoria verschlug es also in den Osten des Balkans. Genauer gesagt an die südliche Schwarzmeerküste Bulgariens – den Sonnenstrand.

Als wir erfuhren, dass es für 3 Wochen in den Osten Europas geht, waren wir erst skeptisch. Man hört viel von politischen und auch wirtschaftlichen Unruhen in der Balkangegend und dann malt man sich so sein Bild von den Osteuropäern und deren Herkunft. Völlig zu Unrecht, wie ich jetzt sagen kann!

Angekommen in dem doch sehr kleinen Land am Schwarzen Meer war alles noch sehr neu und ungewohnt. Die Einheimischen haben uns nicht verstanden und wir sie nicht. Ihr müsst wissen, die Bulgaren können leider nur sehr, sehr schlechtes bis gar kein Englisch. Übt also am besten vor der Reise schon mal ein bisschen Zeichensprache oder eben Bulgarisch 😉

Blick auf den Sonnenstrand

Blick auf den Sonnenstrand

Unsere Unterkunft lag ziemlich südlich am Sonnenstrand, nicht weit von der schönen Halbinsel Nessebar entfernt, inmitten der Touristenhochburg. Wer zum ersten Mal am Sonnenstrand ist, wird vermutlich ein wenig geschockt sein von den vielen Hotels direkt am Strand und dementsprechend natürlich auch der Menge an Menschen, die sich dort in der Sonne entspannen. Zum Glück jedoch ist der Strand umgeben von Sanddünen, in denen man sich gut verstecken kann und trotzdem eine schöne Sicht auf das Meer hat. Und natürlich sind auch für die FKK-Liebhaber die versteckten Dünen ein Paradies.

Abendliche Stimmung am Sonnenstrand

Abendliche Stimmung am Sonnenstrand

Wir haben jedenfalls immer ein kleines, ruhiges Plätzchen für uns finden können, aber mit Einheimischen sind wir dort nur wenig in Kontakt gekommen. Also gab es für uns nur eine Möglichkeit: so viel wie möglich vom Land kennenlernen, abseits der Touristenmassen. Das hat dank der tollen Ausflüge sehr gut geklappt!

Meine TOP 3 Ausflüge am Sonnenstrand

1. Panoramatour nach Nessebar – Die Perle des Schwarzen Meeres

Ein Muss für jeden Urlaub in Bulgarien! Nessebar ist eine kleine, idyllische und glücklicherweise noch sehr ursprüngliche Halbinsel im Süden des Sonnenstrandes. Auch wenn dieser Ort definitiv kein Geheimtipp mehr ist, lohnt sich der Besuch. Die Insel hat durch seine Ursprünglichkeit solch einen zauberhaften Charme, dass sie uns förmlich anzog. Von weitem konnten wir schon die mit Liebe errichteten Häuschen sehen, die sich an der Klippe entlang erstrecken – das Merkmal der Insel. Unten aus Stein errichtet und die obere Etage mit Holz verkleidet, sodass es von außen unglaublich gemütlich aussah. Wir schlenderten durch die schmalen, hübschen Gassen und genossen bei einem Eiskaffee die sommerliche, wunderschöne Stimmung auf der Halbinsel. Zu gerne hätte ich mir so ein Häuschen von innen angeschaut…

Diesen Ausflug könnt ihr über unsere Ausflugsseite gotui.com direkt und vorab buchen

2. Sozopol

Wir haben uns weiter in den Süden Richtung Sozopol aufgemacht. Auf jeden Fall ist diese ursprüngliche Kleinstadt an der bulgarischen Schwarzmeerküste einen Besuch wert! Die Architektur ist ähnlich zu Nessebar und damit typisch für Bulgarien. Sozopol hat aber noch ein kleines bisschen mehr zu bieten als Nessebar: einen langen Küstenabschnitt, einen eigenen Hafen, Klippen soweit das Auge reicht und sogar einen kleinen Strandabschnitt. Die Stadt hat ein gewisses Flair!

Ein Spaziergang durch die Altstadt ist sehr empfehlenswert. Wer schmale Gassen, nette Cafés und idyllische Atmosphäre in Kombination mit gutem Essen und schöner Architektur gerne hat, ist hier genau richtig!

Mit der Kamera in der Hand, schlendernd durch die Gassen und ab und zu ein kleiner, süßer Schnick-Schnack Laden auf dem Weg – genau was mich glücklich macht. Für Bulgarien typisch ist handgemachtes Keramikgeschirr – Tassen, Schälchen und Teller in vielen, verschiedenen Farbkombinationen und Größen gibt es hier zur Genüge. Zur Erinnerung habe auch ich mir eine handgemachte Tasse mit nach Hause genommen.

Voller Arbeitseinsatz!

Voller Arbeitseinsatz! Das links im Bild bin ich.

Mittags haben wir das Restaurant „Alte Mühle – Mechana Vjatarna Melnica“ aufgesucht. Das Lokal liegt total schön, direkt am Wasser an einer alten Mühle.  Hier haben wir uns dann auch endlich an die bulgarische Küche getraut. Und ich muss sagen: super lecker! In Bulgarien werden vor allem Fleisch und Meeresfrüchte gegessen, aber auch für die Vegetarier unter uns lässt sich immer etwas auf der Speisekarte finden 😉

Typisch bulgarisch ist unter anderem das vegetarische Risotto, dass ich sehr empfehlen kann!

3. Land und Leute

Für mich war dieser Ausflug ein weiteres, kleines Highlight. Auf einem Bauernhof in einem kleinen, bulgarischen Dorf auf dem Land wurde uns gezeigt wie Schafswolle nach alter Tradition verarbeitet und verwendet wird. Auch selbst hergestellten Schafskäse und bulgarischen Schnaps durften wir kosten. Kleiner Tipp: Die Schnapsbehälter aus Keramik eignen sich auch perfekt als Eierbecher! Zum Mittagessen gab es mit Schafskäse gefüllte Blätterteigtaschen und Brötchen – zubereitet von den einheimischen Frauen vor Ort. Abgerundet wurde diese Tour mit einem bulgarischen Tanz und frischer Wassermelone als Nachtisch.

Mir hat der Ausflug sehr gefallen, besonders da ich hier die tolle Möglichkeit hatte mit Bulgaren in Kontakt zu kommen und deren Lebensweise auf dem Land genauer kennenzulernen.

Kleines Dorf inmitten der idyllischen Natur Bulgariens

Kleines Dorf inmitten der idyllischen Natur Bulgariens

Sonnenstrand vs. Goldstrand oder doch lieber Sofia?

Der Sonnenstrand an sich ist erst in den letzten Jahren für die Touristen interessant geworden. Sehr lange blieb er „unentdeckt“ und alle Menschen stürmten zum Goldstrand, der sich im Norden Bulgariens an der Küste befindet. Hier ist ein Paradies für junge Leute entstanden, die günstigen Pauschalurlaub mit ordentlich Feiermöglichkeiten erleben möchten. Neuerdings ist aber auch der Sonnenstrand vor allem für junge Leute und Familien attraktiv. Viele Touristen aus den östlichen Ländern, vor allem Russen und Polen verbringen hier gerne ihren Sommerurlaub. Aber auch die Engländer zieht es an das Schwarze Meer, wie wir festgestellt haben.

So schön ist es am Sonnenstrand!

So schön ist es am Sonnenstrand!

Also behaltet euch im Kopf: Ein bisschen Kultur findet ihr am Sonnenstrand und in dessen Umgebung. Wer aber wirklich bulgarisches Flair schnuppern möchte, muss ins Innere des Landes. Den Naturliebhabern kann ich den Norden empfehlen.

Wenn ich das nächste Mal nach Bulgarien komme, werde ich mir auf alle Fälle auch mal die Landeshauptstadt Sofia anschauen und eine Wanderung durch die Berge machen. Vielleicht noch mit einem kleinen Abstecher zu einem der vielen, wunderschönen Lavendelfelder 🙂

Hotels in Bulgarien findet ihr hier

Bye, bye Bulgarien!

Bye, bye Bulgarien!

Bye, bye! Das Ende vieler, schöner Erlebnisse, interessanten Begegnungen und Eindrücken, die uns hoffentlich zukünftig auch ein bisschen prägen.


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